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wir - mittendrin 3 / 2018

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Leben Mein neues Zuhause

Leben Mein neues Zuhause Jetzt wohne ich schon seit vergangenem September in Oberteuringen und fühle mich langsam wohl. Ich vermisse zwar meine Freunde vom Hegenberg und meine Betreuerin Daniela. Meinen Freund Christoph habe ich seither nicht mehr gesehen. Das macht mich oft traurig. Aber mein Mitarbeiter Daniel hat mir versprochen, wir gehen bald alle besuchen. Ich habe hier schon viele neue Leute kennengelernt und auch schon Freunde in der Nachbarschaft gefunden. Mit den Kindern in der Nachbarschaft habe ich viel Spaß, wenn wir spielen, und alle freuen sich über meine vielen Spielsachen. Sie sind immer sehr freundlich zu mir und ich habe dann immer gute Laune. Von meinem Balkon kann ich über ganz Oberteuringen gucken und sehe sogar den Zeppelin aus Friedrichshafen, von dem ich so gerne Bilder mache. Wir bekommen oft Besuch von Leuten aus Oberteuringen. Denen zeige ich dann mein Zimmer und die Bilder, die ich gemacht habe. Ich habe schon viel gelernt, seit ich hier wohne. Jeden Sonntag wasche ich ganz allein meine Wäsche und mein Abendessen richte ich auch selber. Mit meinen neuen Badelatschen kann ich jetzt alleine duschen. Wir von der Wohnung fahren oft Einkaufen. Dann kaufe ich mir neue Sachen von meinem Taschengeld und gebe Pfand ab. Feste, die hier im Ort sind, kann ich auch ganz alleine besuchen. Kürzlich war bei unserem Haus eine große Feuerwehrübung. Erst ist die Feuerwehr 4

Leben eingefahren mit Blaulicht. Dann haben sie die Leiter rausgefahren und die Leute beim Kindergarten vom Balkon aus gerettet. Ich habe meine Feuerwehruniform angezogen und ganz viele Bilder gemacht. Viele Zuschauer waren da, alle haben sich über meine Uniform gefreut, mich fotografieren lassen und mich fotografiert. Einmal waren wir vom Wohnhaus auf dem Sportplatz zum Volleyballturnier. Da kamen auch Mannschaften von weit her. Wir haben die Mannschaft aus Oberteuringen angefeuert, aber sie hat verloren. Wir haben alle ein Eis bekommen und ich bin mit dem Kettcar über die ganze Wiese gefahren. Mein Zimmer gefällt mir gut. Ich habe dort viele kleine Feuerwehrautos. Ich wünsche mir, dass das Internet bald funktioniert und dass ich Christoph in Hegenberg besuchen kann. Und ich möchte bald einmal in Urlaub fahren. Am liebsten nach Palma de Mallorca. Vier Stunden fliegen. Das würde mich freuen. Text: Mario Miltz; Fotos: privat 5

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