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Positionspapier BWGV-AKBW-SONG - Zusammen Leben Wohnen und Arbeiten

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Gemeinwohl verpflichtet

Gemeinwohl verpflichtet und sind die ersten Einrichtungen dieser Art in Baden-Württemberg. Die Mitglieder sind zugelassene Vertragsärzte. Die ersten Praxisstandorte des Medizinischen Versorgungszentrums der Genossenschaft befinden sich in Calw und Ostelsheim. Ziel ist es, eine bestmögliche, wohnortnahe hausärztliche Versorgung sicher zu stellen. Dazu bietet das MVZ Mitarbeitern sehr gute Rahmenbedingungen, nutzt innovative Konzepte in der Versorgung und arbeitet als multiprofessionelles Team eng zum Wohle der Patienten zusammen. www.mvz-calw.de/ Darüber hinaus gibt es weitere genossenschaftliche Modelle im Bereich der medizinischen Versorgung, wie etwa die Notarztversorgung der HonMed eG oder Deutschlands älteste Ärztegenossenschaft GenoMed e.G., die heute eine Vielzahl von Facharztgruppen repräsentiert. www.honmed.de/; www.genomed.de/ Praxisbeispiel PAULA, Pfullingen: Die fünf Buchstaben stehen für „Pfullingens Alltags-Unterstützung für ein Leben im Alter und bei Behinderung“. Seit 2013 wächst das Projekt der Samariterstiftung in Zusammenarbeit mit der Diakonie-Sozialstation Pfullingen-Eningen und der Pfullinger Stiftung. Neben einem Besuchsdienst von Bürgern für Bürger umfasst das Konzept eine Angehörigengruppe für Demenzkranke. Es wurde inzwischen erweitert um den öffentlichen Treffpunkt „Kutscherhaus“ mit dem Stadtteilprojekt „Rund um den Laiblinspark“ sowie den Quartierstreff Jahnstraße in Kooperation mit der Baugenossenschaft Pfullingen. www.zeit-fuer-menschen.de/paula.html Praxisbeispiel WohnenPlus der Evangelischen Heimstiftung: „WohnenPLUS“ steht bei der Evangelischen Heimstiftung für ein Wohnkonzept im Quartier, das verschiedene Wohnformen und Dienstleistungsangebote unter einem Dach vereint, um Senioren mit unterschiedlichem Pflege- und Betreuungsbedarf einen möglichst langen Verbleib in gewohnter Umgebung zu ermöglichen. Bewohner finden einen für ihre jeweilige Lebenssituation passgenauen, individuellen Hilfe-Mix. Das Konzept umfasst Pflegewohnen mit abrufbaren Serviceleistungen, eine ambulante Wohngemeinschaft, Tagespflegeangebote sowie einen Quartierstreff. Professionelle Dienstleistungen werden mit der Unterstützung durch Angehörige und engagierte Bürger sowie technischen Assistenzleistungen kombiniert. www.ev-heimstiftung.de/leistungen/wohnen-im-alter/wohnenplus/ Praxisbeispiel Inklusives Oberteuringen: Eine Gemeinde wird inklusiv: Im neuen Baugebiet Bachäcker hat die Gemeinde Oberteuringen in Zusammenarbeit mit der Stiftung Liebenau eine vernetzte Struktur der sozialen Versorgung geschaffen. Inmitten der neuen Wohnsiedlung gibt es ein Wohnhaus für Menschen mit Behinderungen, das Haus der Pflege St. Raphael sowie als Herzstück das „Haus am Teuringer“. Dieses verbindet als Ort der Begegnung neben dem örtlichen Familientreff, einer Kindertagesstätte, einer Mediathek und einem Tagescafé auch Wohnungen nach dem Konzept „Lebensräume für Jung und Alt“ und ein „Begegnungs-, Bildungs- und Förderzentrum (BBF)“ für Menschen mit Behinderungen der Stiftung Liebenau. www.oberteuringen.de/Haus+am+Teuringer+neu.html Praxisbeispiel GeriNoVe, Weingarten: Das „Regionales Geriatrisches Notfall-Versorgungszentrum“ ist eine neuartige, bisher bundesweit einmalige Versorgungsform für ältere Menschen. Diese können bei Auftreten eines akuten, vorwiegend sozial-pflegerischen Versorgungsbedarfs und ohne eindeutig medizinische Indikation für eine Krankenhausbehandlung, zur kurzfristigen Behebung des Versorgungsbedarfs und bis zur Rückführung ins häusliche Umfeld oder Weiterleitung ins passende Versorgungssystem in das GeriNoVe aufgenommen werden. GeriNoVe ist als unabhängiges Zentrum, welches kein Teil der stationären Krankenhausregelversorgung ist, an das Krankenhaus 14 Nothelfer in Weingarten angegliedert und dadurch selbstständiger Teil des Medizin Campus Bodensee. Der Klinikverbund MCB ist Konsortialführer des GeriNoVe-Projekts. Konsortialpartner sind die Stiftung Liebenau sowie die Hochschule Ravensburg-Weingarten. https://www.medizin-campus-bodensee.de/leistungen-angebote/medizinische-zentren/geriatrischenotfallversorgung-gerinove/gerinove/ 14

Zusammen wirtschaften Praxisbeispiele genossenschaftlicher Nahversorgung: Genossenschaftliche Initiativen sowohl in ländlichen Räumen als auch in städtischen Quartieren bieten die Chance, die Nahversorgung vor Ort zu sichern. Die Angebote reichen dabei von Dorfläden – oftmals mit angeschlossenem Café zur Schaffung von Begegnungen – über kleine Supermärkte bis hin zu Gaststätten und Restaurationen mit angeschlossenem Kulturbetrieb oder sogar einer Manufaktur für „Kunst- und Genuss-Handwerker“. Folgende Beispiele illustrieren das: • Unser Dorfladen Jagsthausen eG: www.dorfladen-jagsthausen.de/ • Genossenschaftsladen im Löwen eG, Tübingen: www.loewen-laden.de/ • Genossenschaftliches Dorfgasthaus dasrößle eG, Todtnau: www.dasroessle.de/ • Dorfgasthaus bolando eG, Bollschweil: www.bolando.de • Allgäuer Genussmanufaktur eG, Leutkirch: www.allgaeuer-genussmanufaktur.de Praxisbeispiel genossenschaftlicher Agrarproduktion: Einer der historischen Zweige genossenschaftliche Unternehmungen sind die landwirtschaftlichen Kooperationen. Genossenschaften finden sich in unzähligen agrarwirtschaftlichen Bereichen, unter anderem im Gemüseanbau sowie natürlich die bekannten Molkerei- und Winzergenossenschaften. Hier trifft oft Tradition auf Moderne, um den neuen Wünschen der Verbraucher sowohl im Hinblick auf den Geschmack als auch in Bezug auf die Ansprüche an ökologische und regionale Anbauweisen gerecht zu werden. Wobei die regionalen und nachhaltigen Wirtschaftsformen ohnehin in der DNA der Genossenschaften verankert sind und daher sehr erfolgsversprechende Lösungswege bieten. Zudem werden hier auch zunehmend touristische Aspekte in das Wirtschaften der Genossenschaften beziehungsweise von deren Mitgliedern integriert, was einen zusätzlichen Mehrwert vor Ort schafft. Beispielhaft stehen dafür folgende Genossenschaften: • Reichenau-Gemüse eG: www.reichenaugemuese.de • Hohenloher Molkerei eG: www.hohenloher-molkerei.de • Lauffener Weingärtner eG: www.lauffener-wein.de Modellbeispiel Co-Working: Co-Working wird ein immer attraktiveres Modell – sowohl aus Gründen der Flexibilität und der Work-live-Balance als auch im Hinblick auf ökologische Belange. Genossenschaftlich betrieben, lassen sich Co-Working-Spaces auch in kleineren Gemeinden in ländlichen Regionen verwirklichen. Besonders attraktiv wird es, wenn dafür zum Beispiel leerstehende Bankfilialen der Genossenschaftlichen Finanzgruppe genutzt werden können. Dies hätte für die Initiative vor Ort den Vorteil, dass genossenschaftliches Know-how vorhanden ist, für die Bank wiederum könnte es die Chance sein, weiterhin etwa mit Beratungszeiten in der Fläche präsent zu sein. Zusammen Umwelt schützen Praxisbeispiel Baugemeinschaft Gutshof Efringen-Kirchen: Die Revitalisierung eines historischen Gutshofs in Efringen-Kirchen erforderte von Bauherrengemeinschaft und Architekturbüro eine sensible Herangehensweise. Entstanden ist ein Modell mit Zukunft. https://konzept.contur-publisher.de/flaeche/efringen-kirchen-vorbildliche-revitalisierung-im-dorfzentrum/ Praxisbeispiel Wohnquartier Franklin Village, Mannheim: Ein zukunftsweisendes Projekt im Sinne von „zusammen Umwelt schützen“ ist das Wohnquartier Franklin Village in Mannheim. Hier wird die umweltschonende Holzbauweise kombiniert mit Sozialraumgestaltung, Vielfaltsgemeinschaft und Inklusion. https://konzept.contur-publisher.de/wohnformen/wohnquartier-holzbauweise-soziale-gemeinschaftsraeume-mannheim/ 15

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