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Neuerungen zur Pflegeversicherung ab 2017

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Das Pflegesatzverfahren

Das Pflegesatzverfahren Die Einrichtungen und ihre Träger sind gesetzlich verpflichtet, so genannte Pflegesatzverfahren zu führen und darüber mit den Kostenträgern zu verhandeln. Die Einrichtungen müssen dabei plausibel, nachvollziehbar und transparent darlegen, welche künftigen Kosten zu erwarten sind. Die Kosten für einen Platz in einem Haus der Pflege setzen sich wesentlich aus vier bzw. fünf Modulen zusammen: Pflegevergütung Leistungen wie z. B. pflegefachliche Versorgung durch Grund- und Behandlungspflege mit Fachpersonal, soziale Betreuung Dazu gehören Kostensteigerungen, die etwa auf den Anstieg der Personalkosten (Lohnkostensteigerung und/oder Veränderungen der Personalausstattung) und z. B. auf erhöhte Energiekosten zurückzuführen sind. Auf dieser Basis wird eine so genannte Plausibilitätskontrolle durchgeführt, der sich alle Einrichtungen unterziehen müssen. Dabei haben die Pflegekassen Treuhänderstellung. Sind die Nachweise nicht plausibel, weisen die Pflegekassen die Einrichtungsträger auf Unschlüssigkeit hin. Die beantragte Erhöhung der Pflegesätze wird damit nicht vereinbart und kann von Seiten des Trägers des Hauses der Pflege nicht umgesetzt werden. Unterkunft Verpflegung Investiver Anteil Evtl. Ausbildungsumlage Leistungen wie z. B. Wartung, Energie, Gebäudereinigung und Wäschereinigung Leistungen wie z. B. hauswirtschaftliches Personal und Lebensmittel z. B. Einzelzimmer/Doppelzimmer, Gebäude, Inventar, Instandhaltung je nach Bundesland Sind die Nachweise plausibel, werden im Anschluss an die Verhandlungen Art, Höhe und Laufzeit der Pflegesätze vertraglich festgelegt. Die Pflegekosten Die Einrichtungen der Stiftung Liebenau finanzieren sich vollständig aus den Einnahmen für einen Platz in einem Haus der Pflege. Diese Einnahmen werden Pflegesatz genannt. Zur Finanzierung eines Hauses der Pflege werden weder Stiftungsmittel noch Kirchensteuermittel eingesetzt. Pflege und Betreuung stehen in unseren Häusern stets im Mittelpunkt. Diese Module müssen von jedem Haus der Pflege gesondert errechnet werden. Diese Berechnung führt schließlich zur Festsetzung des individuellen Eigenanteils der Bewohnerinnen und Bewohner unserer Häuser der Pflege, den Ihnen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerne erläutern. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unseren Häusern der Pflege, den Wohn- und Pflegegemeinschaften sowie bei unseren Sozialstationen (www.stiftung-liebenau.de/pflege). Selbstverständlich können Sie auch die für Sie zuständige Pflegekasse bzw. Krankenkasse kontaktieren. Die Menschen, die in unseren Häusern wohnen, sollen Zuwendung und Sensibilität ihrer Person gegenüber erfahren. Um dies leisten zu können, bedarf es vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den wesentlichen Teil der Leistungen erbringen und 14somit den wesentlichen Teil der Kosten des Pflegesatzes ausmachen. Stand: Januar 2017 15 14 15

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