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LAWerleben - 2/2021

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Werkstattwelt

Werkstattwelt Umweltzentrum stellt Insektenhotels aus TEXT UND BILD: ANNE LUUKA Felix Schwörer und Arthur Garbusow präsentieren stolz die Nistkästen am Umweltzentrum. Beschäftige der Kreativwerkstatt der Stiftung Liebenau haben in Villingen-Schwenningen sieben verschiedene Vogelnisthilfen und Insektenhotels gebaut und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Diese sind zurzeit im Umweltzentrum auf dem ehemaligen Gelände der Landesgartenschau zu sehen. Wenn in der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM) gesägt und gehämmert wird und Späne fliegen – dann ist klar: Jetzt werden wieder Nistkästen zusammengebaut. Unterstützt werden die Beschäftigten dabei von Ulrich Herbst, der als Ehrenamtlicher mindestens ein Mal pro Woche in die Pontalierstraße kommt. Jedes Mal wird er begeistert von Arthur Garbusow und Felix Schwörer begrüßt, die leidenschaftlich gerne mit Holz arbeiten und stolz auf ihre Ergebnisse sind. Gerade haben sie einen Hummelkasten fertiggestellt, der den Empfehlungen des NABU entspricht. „Die Materialien bekommen wir oft als Spende, denn nur so können wir einen attraktiven Verkaufspreis anbieten“, erläutert Wolfgang Schwörer, Fachkraft für Arbeit und Bildung. Schließlich stecke auch mindestens drei Stunden Arbeit in so einer Nisthilfe. Als nächstes wird man einen Florfliegenkasten bauen, denn diese hat eine große Bedeutung als Vertilger von Blattläusen. „Der Kasten muss rot sein“, weiß Herbst, denn die Florfliege wird von dieser Farbe angezogen. Liebe zum Detail Angie-Diane Manton, Leiterin des Umweltzentrums, war sofort bereit die verschiedenen Kästen bei sich auszustellen. „Das passt super zu uns.“ Außerdem seien die unterschiedlichsten Varianten für Fledermäuse, Vögel und Insekten mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Wer Interesse an einem solchen Werk hat und die Arbeit der Stiftung unterstützen möchte, kann diese in der Werkstatt Arbeit INKLUSIVE bestellen. Kontakt: wfbm.vs@stiftung-liebenau.de 4 2|2021

Werkstattwelt | Servicewelt Im Gespräch mit Maria Waldner ist seit 1. November 2020 Leiterin der Bildungs-, Begegnungs- und Förderstätten (BBF) in Liebenau und Hegenberg. INTERVIEW: CAROLA SORTINO BILD: SUSANNE SCHLOSSER Wie sind Sie in die Stiftung Liebenau gekommen? Nach meinem Sozialmanagementstudium arbeitete ich als Integrationsbeauftragte in Villingen-Schwenningen. Durch den Umzug mit meiner Familie nach Lindau habe ich die Arbeitsstelle gewechselt und bin nun hier. Was sind Ihre Aufgaben? Als Leitung bin ich in erster Linie für die 15 Mitarbeitenden verantwortlich. Gleichzeitig lerne ich rund 50 Beschäftigte kennen und stehe in ständiger Beziehungsarbeit zu ihnen. Viele meiner Aufgaben bestehen darin, den Alltag zu organisieren. Eine große Aufgabe ist aber auch, die Umstrukturierung des Förder- und Betreuungsbereichs (FuB) Hegenberg hin zur Bildungs-, Begegnungs- und Förderstätte (BBF). Was sind Ihre ersten Eindrücke? Zeitgleich mit der zweiten Coronawelle fing ich hier im November letzten Jahres an zu arbeiten. Corona übernahm die Führung über den Alltag und erschwerte mir das Kennenlernen der Einrichtungen. Trotzdem bin ich hier aber gut ge- landet und schnell ein großer Fan der Beschäftigten geworden. Nun gilt es Schritt für Schritt Routine zu erreichen und meinen Aufgaben gerecht zu werden. Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Mir macht es großen Spaß in meinem Garten zu werkeln, in dem es auch viele Blumen gibt. Außerdem singe ich gerne. Das Schönste für mich ist es allerdings, Zeit mit meinem kleinen Sohn zu verbringen. Was ist Ihr Lebensmotto? Die Füße lehren uns, dass wir unser Leben nur Schritt für Schritt meis- tern können. Zitat: Hubert Joost Wir stellen vor Walter Erdösi – WfbM-Beschäftigter in den Liebenauer Arbeitswelten Beschäftigt: Seit 30 Jahren im Unreinen Bereich des Textilservice. Beruf: WfbM-Beschäftigter in den Liebenauer Arbeitswelten Aufgabe: Meine Hauptaufgabe ist das Öffnen der Wäschesäcke und das Verlesen der Wäsche am Band. Ich helfe beim Sortieren der Wäsche, bringe die Wagen zur Desinfektionsschleuse und reinige das Band und den Boden. Welche Voraussetzungen: Man muss die Arbeit sehen und weitestgehend selbstständig arbeiten. Außerdem sollte man mit starken Gerüchen klarkommen. Was gefällt Ihnen besonders gut: Die Zusammenarbeit im Team ist sehr gut. Jeder hilft jedem und darauf bin ich stolz. Allgemein gefällt mir die Arbeit im Unreinen sehr gut. Ich könnte mir keine andere Arbeit vorstellen. Hobby: An den Wochenenden bin ich Parkplatzdienst beim SV Kehlen und somit bei vielen Spielen dabei. Ich treffe mich gerne mit Freunden, um gemeinsam am Bodensee laufen zu gehen. Ich fahre auch mal gerne mit dem Fahrrad zum nächsten See zum Baden. Motto: Ich habe kein Motto. Mir ist es wichtig, dass ich selbst und die Menschen in meinem Umfeld glücklich sind und viel lachen. BILD: ANNIKA SCHWAB 2|2021 5

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