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LAWerleben - 2/2021

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Werkstattwelt Ein

Werkstattwelt Ein Rückzugsort zum Chillen TEXT: JULIA FRANCOVICH, SUSANNE SCHLOSSER | BILD: SUSANNE SCHLOSSER Beim Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) haben engagierte und neugierige Menschen die Chance einen wertvollen sozialen Beitrag zu leisten. Tina Gessler und Leon Moll nutzen dieses gesetzlich abgesicherte Bildungsjahr, um in der Stiftung Liebenau praktische Erfahrungen zu sammeln. Sie absolvieren ihr FSJ über den Freiwilligen Bund Ravensburg. Sich ein Projekt auszudenken, es zu planen und zu realisieren ist ein Teil des FSJ. Die beiden FSJler entschieden sich, zur Verschönerung des Pausenareals der Werkstatt (WfbM) in Liebenau einen Strandkorb zu bauen. Den Bauplan holten sie sich aus dem Internet. Sie benötigten sieben Paletten, einige Holzbretter, Grundierung, Farben und Stoffe für die Kissen. Bei jedem Arbeitsschritt halfen bis zu drei Beschäftigte, die coronakonform zusammenarbeiteten. Die Beschäftigten freuten sich über die Abwechslung zu ihrer gewohnten Tätigkeit. Die Paletten mussten zuerst geschliffen, dann grundiert und vor dem eigentlichen Farbanstrich nochmals geschliffen werden. „Das Holz zu schleifen, macht mir Spaß, und ich kann es auch gut,“ meinte Michael Schaber, der sich darüber freute, seinen Teil beitragen zu können. Anschließend wurde der Korb zusammengebaut und die Überzüge für die gekauften Schaumstoffkissen genäht. Sechs Tage brauchten Tina Gessler und Leon Moll mit ihren Helferinnen und Helfern vom ersten bis zum letzten Arbeitsschritt. Inzwischen verstrahlt der Strandkorb im Pausenbereich der WfbM einen gewissen Charme, der zum Entspannen einlädt. Durch die angebrachten Rollen ist er außerdem flexibel. Die Außenanlage der WfbM ist nicht nur um eine zusätzliche Sitzgelegenheit reicher, sondern auch um einen Blickfang, der zu Pausen mit Urlaubsatmosphäre einlädt. Spannend wurde es auch noch einmal, als sich die FSJler des Freiwilligen Bundes Ravensburg gegenseitig ihre interessanten Projekte vorstellten und ihre Erfahrungen austauschten. Haben gerne mitgemacht. Von links Michael Beiter, Stefan Koprivnjak, Leon Moll, Julia Francovich, Jürgen Dinges, Tina Gessler, Robert Kovac 2 2|2021

Werkstattwelt Süße Früchte im Glas TEXT UND BILD: SUSANNE SCHLOSSER Kochen ist eine der gefragtesten Arbeitsbegleitenden Maßnahmen (ABM) in unserer Werkstatt. Egal ob es um „Integratives Kochen“ geht, bei dem die Beschäftigten ein Mittagessen für Mitarbeitende und Beschäftigte kochen, oder um den „Frühstücksdienst“. Sehr gefragt ist auch die jährliche „Weihnachtsbäckerei“ oder „Kochen und Backen“. Kein Wunder also, dass auch „Marmelade, Sirup und Kräutersalz selber machen“ sehr beliebt ist. Vier Beschäftigte dürfen derzeit coronabedingt in der Fachdienstküche arbeiten. Ausgestattet mit Masken, Handschuhen und Schürzen werden Erdbeeren kleingeschnitten, Zitronen gepresst und anschließend alles zusammen mit Gelierzucker vermengt und aufgekocht. Währenddessen gestalten die Teilnehmenden ein individuelles Etikett für ihre beiden Marmeladengläser. Der Beschäftigte Tobias Feisst merkt an, dass die Erdbeere keine Beere, sondern eine Nuss ist. Die gekochten weichen Erdbeeren pürieren wir und anschließend darf sich jeder seine Gläser füllen. Wir bekleben sie mit den Etiketten und lassen sie zum Abkühlen stehen. „Das Glas schenke ich meinen Eltern“, sagt Michael Schaber. „Und ich meiner Freundin“, freut sich Patrick Fiedler. Für jeden gibt es noch ein halbes Brötchen mit der frischen Erdbeermarmelade. Lecker! Ein Geruch nach Erdbeermarmelade zieht durch die Werkstatt, und mancher Beschäftigte wünscht sich, nächstes Jahr an der ABM Erdbeermarmelade teilzunehmen. 2|2021 3

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