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LAWerleben - 2|2020

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Neues aus den Liebenauer Arbeitswelten

Servicewelt Rund 15.000

Servicewelt Rund 15.000 Masken aus dem Nähwerk TEXT UND FOTO: CLAUDIA GRASSMANN Auch im Nähwerk hat die Corona-Krise für turbulente Zeiten gesorgt. Doch schon davor gab es hier einige Veränderungen. Außerdem konnten wir drei neue Industriemaschinen kaufen, mit denen einige Arbeitsschritte viel einfacher und schneller zu bearbeiten sind. Ab Mitte 2019 arbeiteten wir mit acht Werkstattbeschäftigten (in Teil- sowie Vollzeit) im Nähwerk und hatten viel Freude an der Arbeit an unseren tollen Upcycling-Produkten. Wir durften dabei für neue Kunden nähen, erhielten aber auch immer wieder Aufträge von „Wiederholungstätern“. Im Sommer 2019 ging Sarah Enzenhöfer in Elternzeit, dafür kamen Anna-Lena Forstenhäusler und Chinasa Ejimogu zu uns ins Team. Die beiden sind Schneiderinnen und brachten viel neues Know-how mit. Seit unserem Umzug arbeiten wir jetzt alle zusammen in den Räumlichkeiten der Schneiderei. Dort haben wir mehr Platz, die Arbeitsabläufe sind einfacher und nicht mehr mit so viel Lauferei verbunden. Umstieg auf Produktion von Alltagsmasken Und dann kam Corona und die Zeit des Daheimbleibens für die WfbM-Beschäftigten. Spontan entschied das Nähwerk, Alltagsmasken herzustellen. Und so nähten in zwei Monaten zu Spitzenzeiten an die 40 Mitarbeitende aus dem Stiftungsverbund im Nähwerk, im Berufsbildungswerk, aber auch in Heimarbeit rund 14.700 Masken. Und auch hier arbeiteten unsere Werkstattbeschäftigten kräftig von zuhause aus mit. Unter den aktuellen Corona-Verordnungen arbeiten nun seit Juni Monika Andreas, Janine Czech und Gaby Fürgut in Vollzeit im Nähwerk. Von der Maskenproduktion sind wir wieder zu den Upcycling-Produkten zurückgekehrt. 8 2|2020

Servicewelt Die großen Herausforderungen gut gemeistert TEXT: BRIGITTE ARFF Welche Folgen hatte die Corona-Pandemie auf die Materialwirtschaft, Transportlogistik und Gebäudereinigung? Auch in diesen Bereichen war die Arbeit unter Corona-Verordnungen spannend und eine neue Herausforderung. Für alle Arbeitsplätze wurden Gefährdungsbeurteilungen erstellt und umgesetzt – zahlreiche Maßnahmen zum Schutz des Beschäftigten und der Mitarbeitenden wurden eingeführt und werden bis heute angewendet. Ob Hygieneschulungen, versetzte Pausen- und Kantinenregelungen, Symptomscreening vor Beginn der Arbeit, Tragen von Alltagsmasken, Trennen von Arbeitsgruppen und damit kein flexibler Einsatz mehr von Arbeitsbereichen… Das ist nur ein kleiner Teil der Veränderungen. Diese waren und sind für alle Beteiligten gravierend, aber im Großen und Ganzen haben alle diese Maßnahmen verstanden und gehen bis heute gut damit um. Die größte Herausforderung war für viele, als sie während des Lockdowns nicht in die WfbM zur Arbeit kommen durften. So wurden beispielsweise Personen, die als Beifahrer auf dem LKW arbeiten, als Letzte zurück zur Arbeit geholt, oder es musste ein Alternativarbeitsplatz gefunden werden. Hier fanden auch einzelne Beschäftigte einen Platz in der Materialwirtschaft, wo viel Raum und wenig Kontakte zu anderen gewährleistet werden konnte. Inzwischen gehören Hyiene- und Corona-Standards zum Alltag – doch alle hoffen natürlich, dass irgendwann diese Maßnahmen wieder wegfallen, um mehr Spielraum bei der Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen zu können. Kräutersalze für „Hörgers Kochfest“ TEXT UND FOTO: SHIU YIE FURZE Seit August dieses Jahres werden verschiedene Kräutersalze für „Hörgers Kochfest“ von Ralf Hörger von den Werkstattbeschäftigten der Küche abgefüllt. Diese Tätigkeit gliedert sich in folgende Arbeitsschritte: das Abfüllen der Salze, das Verschließen der Dosen, das Aufkleben der Etiketten und schließlich die Verpackung in Kisten. Der neue Auftrag macht allen sehr viel Spaß, und die WfbM-Beschäftigten sind hier sehr gerne mit dabei. So haben sie bereits 800 Dosen Salz verpackt. 2|2020 9

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