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LAWerleben - 2|2020

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Neues aus den Liebenauer Arbeitswelten

Grüne Welt Alter

Grüne Welt Alter Arbeitsplatz, neue Regeln TEXT: CLAUDIA WÖRNER | FOTOS: STEFANIE FEY, MARIANKE HARRAS Am Beispiel der Beschäftigten im Arbeitsbereich Garten- und Landschaftsbau zeigen sich die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsalltag der Menschen. Laut Gruppenleiterin Marianke Harras freuten sich die meisten Beschäftigten, wieder arbeiten zu dürfen. Insbesondere habe ihnen der Kontakt zu ihren Arbeitskollegen gefehlt. Die meisten Beschäftigten kehrten Mitte Juni wieder an ihren gewohnten Arbeitsplatz zurück und nahmen ihre Tätigkeiten wieder auf. Einzelne Beschäftigte bekamen neue Aufgaben. Ein Beschäftigter äußerte beispielsweise den Wunsch, nicht mehr in der Gruppe zu arbeiten, da er lieber alleine unterwegs sei. Es war seine Idee, den neubepflanzten Parkplatz in Liebenau selbstständig zu pflegen. Seine Gruppenleiterin kennt seine Kompetenzen und weiß, dass er sicher und zuverlässig Unkräuter von Kulturpflanzen unterscheiden kann, und so stimmte sie dem Projekt zu. Der Beschäftigte sieht die Arbeit, bleibt dran und entscheidet selbst, welche Arbeiten er an welchem Tag macht. Unterstützt wird er von seiner Gruppenleiterin, die bisher sehr zufrieden mit seiner Arbeitsleistung ist. Neue Regeln sind selbstverständlich geworden Was hat sich in der Corona-Zeit verändert? Im Zusammenhang mit den Sicherheitsregeln ist ein eine zunehmende Routine zu beobachten und es klappt immer besser. Was viele Beschäftigte zunächst als lästige Forderung erlebten, ist inzwischen selbstverständlich geworden. Die vorgeschriebene Abstandsregel war für alle neu. Die meisten kommen damit klar und können sie umsetzen. In der Zeit vor Corona hat man sich gewollt, aber auch manchmal ungewollt, zur Begrüßung auf die Schulter geklopft oder umarmt. Manche brauchen noch den Mit dem nötigen Stuhlabstand wurde in der Maschinenhalle die Möglichkeit geschaffen, zum Beispiel Schulungsvideos zu zeigen. 14 2|2020

Grüne Welt Sara Veeser (links), Sven Schulze (mitte) und Uwe Wendtland, Arbeitsbereich Garten- und Landschaftsbau, vor der Abfahrt zur Baustelle. Immer an Bord zu Corona-Zeiten: Wasserkanister und Seife fürs Händewaschen unterwegs – und natürlich Mund-Nase-Masken. Hinweis, dass sie zu nah beieinander sind. Gerade in der Vesperpause fällt es nicht immer leicht, sich distanziert zu verhalten. Gemeinsames Arbeiten schafft Nähe, und die soll jetzt wegen Corona nicht mehr gelebt werden, worunter so mancher leidet. Ein positiver Nebeneffekt ist aber, dass jetzt weniger die Grenzen des anderen überschritten werden und es zu weniger Konflikten kommt. Hygiene: noch wichtiger als vor Corona Hygieneregeln waren schon vor Corona bekannt und wurden größtenteils praktikziert. Zu den Aufgaben des Gruppenleiters gehört der regelmäßige Hinweis auf die Hygiene, vor allem das regelmäßige Händewaschen, zum Beispiel vor der Vesperpause. Seit Corona sind Hygieneregeln noch wichtiger geworden. Für viele Beschäftigte sind sie inzwischen ein selbstverständliches Ritual. Die Busfahrt zur Einsatzstelle hat sich verändert. In den Bussen mit sechs Sitzplätzen wird nur noch zu viert gefahren – ein Fahrer und drei Beschäftigte. Das Aufsetzen des Mund-Nasen-Schutzes beim Ein- und Aussteigen sowie während der Fahrt ist selbstverständlich geworden. Zur Grundausstattung der Fahrzeuge gehören ein Kanister mit Frischwasser, Seife und Einweg- Papiertücher, so dass sich die Beschäftigten jederzeit die Hände reinigen können. Zur weiteren Sicherheitsausrüstung hat jeder Beschäftigte im Sommer dünne Handschuhe bekommen, um die ständige Desinfektion der Werkzeuge nach jedem Gebrauch zu vermeiden. Absage von Festen, Ausflügen und Versammlungen Nur schwer kann man sich an den Gedanken gewöhnen, dass in diesem Jahr die beliebten Feierlichkeiten, bei denen sich viele Personen begegnen, ausfallen müssen. So wurden beispielsweise Weihnachtsfeiern, das Sommerfest, die Vollversammlung sowie WfbM- Ausflüge abgesagt. 2|2020 15

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