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LAWerleben - 2|2020

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Neues aus den Liebenauer Arbeitswelten

Grüne Welt Neue

Grüne Welt Neue Gesichter in der Grünen Welt TEXT UND FOTOS: CLAUDIA WÖRNER In der Grünen Welt der Liebenauer Arbeitswelten hat es in den mehreren Bereichen – im Zierpflanzenbau, im Holzhof, in der Betriebstechnik sowie im Gemüsebau – personelle Veränderungen gegeben. Franziska Hagelstein ist neue Gruppenleiterin in der Gärtnerei Zierpflanzenbau. Franziska Hagelstein wurde als Gruppenleiterin in der Gärtnerei Zierpflanzenbau eingestellt. Die Werkzeugwand als Projekt im Rahmen der Sonderpädagogischen Zusatzausbildung sorgt für einen guten Überblick: Sascha Martin ist im Bereich der Technischen Dienste der Stiftung Liebenau tätig. Markus Joos ist bis März 2021 in Elternzeit und kommt dann zurück in den Holzhof. Mit Fabian Kreidler wurde im Januar ein neuer Kollege eingestellt. Er ist Forstwirt und hat die berufsbegleitende zweijährige Sonderpädagogische Zusatzausbildung (SBZ) abgeschlossen. Seit dem Frühjahr gibt es im Holzhof eine neue leistungsfähige Sägespaltmaschine. Durch die effektivere Produktion haben wir mehr Zeit für Betreuung und für Dienstleistungen wie das Verpacken von Holz, Baumschultätigkeiten oder Waldpflegetätigkeiten. Dadurch werden die Arbeitsplätze im Forstbereich vielseitiger und attraktiver. Im Bereich Betriebstechnik hat Sascha Martin 2020 die SBZ-Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen und führt mit Markus Miller zusammen die Arbeitsgruppe. In den Gewächshäusern und auf den Feldern: Gärtnermeister Stephan Gumpinger ist seit dem 15. März Produktionsleiter des Bereichs Gemüsebau der Stiftung Liebenau. Tilmann Wetzel hat im November 2019 die Gärtnerei Gemüsebau verlassen. Für ihn kam im März Stephan Gumpinger als neuer Gärtnermeister. 12 2|2020

Grüne Welt Wenn die „jungen Wilden“ kommen TEXT: CLAUDIA WÖRNER Die Eingewöhnung und das positive Ankommen von jungen Teilnehmenden in einer Arbeitsgruppe ist nach wie vor ein spannender Prozess. Und so haben wir das bereits in der Betreuerversammlung 2018 vorgestellte Thema „junge Wilde“ erneut aufgegriffen, da es aus unserer Sicht nicht abgeschlossen ist. 2018 schienen die jungen Teilnehmenden den Rahmen der Arbeitsgruppen zu sprengen. Ihre Integration erforderte einen anderen Umgang, sowohl in fachlicher als auch in struktureller Hinsicht. Wir versuchten zunächst, die Rahmenbedingungen für diese Klientel zu ändern. Das heißt: Wir bildeten Kleingruppen und gaben ihnen andere Startzeiten. Beide Gruppenleiter waren mit der Beziehungsarbeit und dem Aufbau von Vertrauen sehr herausgefordert. Es gab viele Gespräche, um an die Teilnehmenden heranzukommen. Beziehungsarbeit an erster Stelle Die Landschaftsgärtnerei hat sich auf die junge Klientel eingestellt. Dabei wurde von den Mitarbeitenden von Anfang an ein hohes Maß an Rücksicht gefordert, da sich diese Teilnehmenden anders verhielten und von einem geregelten Arbeitstag zunächst weit entfernt waren. Am Anfang stand so eher die Beziehungsarbeit als die Arbeitsleistung im Vordergrund. Aber es gab dadurch auch einen Gewinn für den Arbeitsbereich insgesamt: Es wird mehr Toleranz geübt und man hat mehr Verständnis, auch wenn es manchmal schwerfällt. Besser gewappnet für die Zukunft Das Ergebnis aus heutiger Sicht: Die meisten der „jungen Wilden“ sind ihren Weg gegangen und haben sich mit viel Ermunterung durch die Gruppenleiter die notwendigen Arbeitstugenden wie Durchhaltevermögen, Pünktlichkeit und das Bei-der-Sache-Bleiben mühsam erarbeitet. Laut Gruppenleiterin Marianke Harras ist nach wie vor ein hoher pädagogischer Aufwand notwendig. Heute sind wir durch diese Erfahrungen auf den nächsten Ansturm durch junge Teilnehmende besser gewappnet und blicken ihnen positiv entgegen. Den Führerschein in der Tasche TEXT UND FOTO: CLAUDIA WÖRNER Im Arbeitsbereich Obstbau werden immer wieder Beschäftigte an den Führerschein herangeführt. Mit Nico Schütz hat ein weiterer Beschäftigter aus diesem Bereich den Führerschein erworben. Unterstützt wurde er dabei über einen längeren Zeitraum hauptsächlich durch eine FSJ-lerin. Er selbst hat nie aufgegeben, sondern beharrlich an seinem selbstgesteckten Ziel gearbeitet. 2|2020 13

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