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LAWerleben - 2|2020

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Neues aus den Liebenauer Arbeitswelten

Servicewelt Lecker und

Servicewelt Lecker und gesund: vitaminreiche Smoothies aus Liebenau TEXT: SARAH SCHNEIDER | FOTO: SHIU YIE FURZE Seit Juli 2020 stellen WfbM-Beschäftigte aus dem Catering unterschiedlichste Smoothies her. Nachmittags ist es in der Küche ruhiger, viele Mitarbeitende haben bereits Feierabend – die Hauptküche lädt geradezu ein, Neues auszuprobieren. Und so bereitet die Gruppenleitung Shiu Yie Furze in regelmäßigen Abständen mit ihren Werkstattbeschäftigten unterschiedlichste leckere Smoothies zu, die dienstags in den Kantinen in Liebenau und Hegenberg zum Verkauf angeboten werden. Ende September wurde der Smoothie sogar als Nachspeise aufgenommen und an verschie- dene Kunden ausgegeben. Das Ziel: Selbst ein Produkt zu entwickeln und zu produzieren, das einen Beitrag zu einer gesunden Ernährung leistet. Kiwi-Avocado-Smoothie als Vitaminkick Der Kiwi-Avocado-Smoothie zum Beispiel ist ein erfrischend-cremiger Vitaminkick. Kiwi steuert Vitamin C, Magnesium, Kalium und Vitamin K bei, während die Avocado ungesättigte Fettsäuren wie auch die Vitamine A und E liefert. Doch das Wichtigste: Der Smoothie schmeckt einfach unwiderstehlich lecker und macht einfach Lust auf mehr! Der Vitaminkick aus den Kantinen in Hegenberg und Liebenau: leckere und gesunde Smoothies, zubereitet von den Werkstattbeschäftigten aus dem Catering. 10 2|2020

Servicewelt Im Gespräch mit: Christian Braun (Liebenau Service) Seit Mai 2019 ist Christian Braun – gemeinsam mit Frank Moscherosch – in der Geschäftsführung der Liebenau Service GmbH (LiSe). Herr Braun, Sie führen das Unternehmen mit durch die Pandemie. Wie haben Sie die vergangenen Monate erlebt? Als eine Zeit, die uns alle extrem fordert. Insbesondere zu Beginn der Pandemie spürte ich aber auch sehr viel Solidarität. Als Stiftung Liebenau wurde gemeinsam gedacht und gehandelt. Anpacken und Tun waren wichtiger als Zuständigkeiten oder GmbH-Grenzen. Mit tollem Erfolg: Wir schaffen es weiter, so gut es uns möglich ist, für die uns anvertrauten Menschen da zu sein. Als Liebenau Service konnten wir im Stiftungsverbund mithelfen, die Grundbedürfnisse nach Essen, frischer Wäsche und Sauberkeit zu stillen. Hier gebührt der Dank unseren vielen tollen Mitarbeitenden, die in einer Zeit voller Ungewissheit zuverlässig, fleißig und mit sehr viel Herzblut am Werk sind. Gibt es Momente, an den Sie sich trotz der Umstände gerne zurückerinnern? Ja, sehr viele sogar: An die vertrauensvolle, pragmatische und unkomplizierte Zusammenarbeit vieler Beteiligten und die spürbare Solidarität zueinander. An die Haltung vieler Mitarbeitenden, sich der Herausforderung zu stellen und das Beste daraus zu machen. An unseren Betriebsrat und Werkstattrat, der für die Interessen der Mitarbeitenden und Werkstattbeschäftigten einsteht und gleichzeitig kooperativ und zugewandt ist. Welche Maßnahmen wurden getroffen, um Ansteckungsrisiken für Mitarbeitende und Werkstattbeschäftigte zu reduzieren und gleichzeitig den Betrieb aufrechtzuerhalten? In Krisen braucht es zunächst viel Kommunikation. Alle Beteiligten benötigen möglichst viel Orientierung und Sicherheit. Zu Beginn der Pandemie führten wir als erste GmbH im Stiftungsverbund einen „Corona-Krisenstab“ ein. Damit war sichergestellt, dass wir systematisch, täglich und damit schnell alle anfallenden Themen bearbeiten konnten, wie Verdachtsfälle, notwendige Hygienestandards oder Verhaltensregeln. Anfangs stand dabei die Sicherstellung der Versorgungssicherheit im Stiftungsverbund im Vordergrund. Um die Risiken eines Ausfalls zu reduzieren, führten wir zum Beispiel bei den Mitarbeitern einen Mehrschichtbetrieb im Catering und im Textilservice ein. Wir entwickelten Pläne, welche Leistungen wir im Ernstfall zuerst aufgeben würden, um wichtigere aufrecht zu erhalten. In Arbeitssicherheitsbegehungen legten wir fest, wie wir das Arbeitsumfeld für Mitarbeitende und Werkstattbeschäftigte möglichst so gestalten können, dass Ansteckungsrisiken reduziert werden. Unser Nähwerk hat mit der Herstellung von tausenden Masken hierzu einen großartigen Beitrag leisten können. Ich bin auch sehr dankbar für die Disziplin aller, sich an Hygienevorgaben zu halten. Was erhoffen Sie sich für die nächste Jahreshälfte? Ich hoffe sehr, dass unsere Werkstattbeschäftigten, Mitarbeitenden und wir als Liebenau Service gut durch die Krise kommen und uns sagen können: Das Schlimmste liegt hinter uns. Dann wünsche ich mir aber auch, dass zwar vieles, aber auch nicht mehr alles so wird wie vor der Krise. Die Schriftstellerin Luise Rinser sagte einmal: „Krisen sind Angebote des Lebens, sich zu wandeln. Man braucht noch gar nicht zu wissen was neu werden soll. Man muss nur bereit und zuversichtlich sein.“ 2|2020 11

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