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LAWerleben - 1|2019

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Neues aus den Liebenauer Arbeitswelten

Werkstattwelt Dass jeder

Werkstattwelt Dass jeder wieder gut nach Hause kommt TEXT: DAS REDAKTIONSTEAM „DER PUNKT“ | FOTO: REINER MANGHARD Nicht ganz einfach, die tägliche Verkehrssituation um 16 Uhr vor dem Arbeitsbereich der Teilhabe-Werkstatt in Liebenau. Drei, manchmal vier Fahrzeuge der Malteser und Johanniter fahren fast gleichzeitig her, parken rückwärts ein, und zehn Beschäftigte wollen als Erste einsteigen. „Meine Aufgabe ist, dass alles hier geordnet abläuft und jeder in den richtigen Bus einsteigt“, sagt Benny Rost, Beschäftigter vom Arbeitsbereich Liebenau: „Das ist schon manchmal stressig. Und fertig bin ich erst, wenn alle weg sind und keiner übrig bleibt, so lange muss ich da sein. Gott sei Dank ist noch nichts passiert in den zwei Jahren, in denen ich das jetzt mache. Da bin ich sehr froh.“ Und warum tut man sich das freiwillig an? „Weil´s trotzdem Spaß macht, weil es abwechslungsreich ist, und weil ich mit vielen Fahrerinnen und Fahrern in Kontakt komme. Die sind alle sehr nett, und es gibt gute Gespräche. Gut, die ganz Jungen, die sind schon manchmal schwierig, wenn sie zu sehr an ihrem Handy kleben und ich ihnen sagen muss, dass sie mal aussteigen und ihren Job machen sollen“, sagt Rost und grinst dabei. Unterstützt wird Benny Rost von Petar Markotitsch, ebenfalls Beschäftigter im Arbeitsbereich und auch mit Warnweste ausgestattet. Und wenn doch mal jemand übrig bleibt? Dann hilft Fachkraft Michael Wright, greift zum Telefon und organisiert die Heimfahrt. Alles unter Kontrolle: Die beiden Männer mit den Warnwesten, Petar Markotitsch (links) und Benny Rost, sorgen in Liebenau für Ordnung und Sicherheit bei der Heimfahrt nach Feierabend. 2 1|2019

Werkstattwelt Jubilare feiern mit ihren Gästen TEXT UND FOTO: REINER MANGHARD 600 Tonnen Schnee auf dem Dach TEXT: ISABELLA BURGEY-MEINEL FOTO: MAX STICHER Der starke Schneefall zum Jahresbeginn hielt nicht nur große Teile Baden-Württembergs und Bayerns in Atem. Auch das Arbeitsintegrationsprojekt (AIP) in Wangen-Schauwies ächzte unter der Last des vielen und schweren Schnees. In den Abendstunden des 10. Januars 2019 mussten deshalb Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden. Die Belastung auf den Dächern hatte die oberen Grenzwerte erreicht, und die Wettervorhersagen waren düster. „Das ist ganz neu, das ist wie bei den Angestellten“, freute sich Stefan Koprivniak, Werkstattbeschäftigter der Liebenau Teilhabe, ganz besonders über sein 40-jähriges Dienstjubiläum: „Ich durfte sogar meine Frau zur Jubilarfeier einladen.“ 30 Jubilare mit 20 Jahren und mehr wurden zum gemeinsamen Mittagessen in „Bieggers Hopfenstube“ nach Schwarzenbach eingeladen. Und jeder durfte einen Gast seiner Wahl mitbringen, wie bei der Mitarbeiterehrung der Angestellten. Die Beschäftigten nutzten diese Gelegenheit ausgiebig: Die eine brachte ihren Freund mit, der andere seine Eltern, wieder andere Beschäftigte den Wohngruppenmitarbeiter, die Betreuerin oder den Chef der Arbeitsgruppe. Per Bus kamen sie aus Leutkirch, Wangen, Rosenharz, Liebenau, Ravensburg und Markdorf. Und nach ein paar kurzen Begrüßungs- und Dankesworten von Stefan Fricker, Leiter des Bereichs Arbeit und Bildung, ging es dann pünktlich mit dem Essen los. Es war eine bunte Gruppe, in der sich manche nach vielen Jahren wiedersahen und sich vieles zu erzählen hatten. Da die Sicherheit von Beschäftigten und Mitarbeitern absoluten Vorrang hat, wurde der Werkstatt- und Lagerbetrieb vorübergehend eingestellt. 120 Personen der Technischen Hilfswerke aus Wangen, Ulm, Überlingen, Weingarten und Biberach befreiten das Dach von 600 Tonnen Schnee. Da es trotz Tauwetter noch keine Entwarnung gab, wurde die Schließung ausgedehnt. In den Gängen des inzwischen wieder sicheren Hochregallagers installierte das AIP-Team einen Notbetrieb und produzierte das Notwendigste. Andere Aufträge wurden an die Werkstatt in Rosenharz ausgelagert. Nach gut einer Woche kam dann die ersehnte Nachricht von den Statikern: Es besteht keinerlei Gefahr mehr. Auch nach 40 Dienstjahren steht Jubilar Stefan Koprivniak jeden Morgen mit einem Lachen im Gesicht in der Werkstatt und freut sich über seine Urkunde. 1|2019 3

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