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LAWerleben - 1|2019

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Neues aus den Liebenauer Arbeitswelten

Werkstattrat Die

Werkstattrat Die Frauenbeauftragten: immer für die Anliegen der weiblichen Beschäftigten da TEXT: ULRIKE DAVID UND NATASCHA SCHILLHORST FOTOS: ELKE BENICKE, BRIGITTE HARSCH, FRANZ VÖLK Frauen mit Unterstützungsbedarf haben wegen ihres Geschlechts und wegen ihrer Behinderung mit Benachteiligungen zu kämpfen. Sie können sich oftmals nicht richtig wehren und werden nicht ernst genommen. Sechs Frauen stellen sich den Herausforderungen in der Gleichstellung von Frauen und Männern, Vereinbarkeit von Familie und Beschäftigung sowie Schutz vor körperlicher, sexueller und psychischer Belästigung oder Gewalt. Sie sind unsere Frauenbeauftragten. dem weiteren Vorgehen beratend unterstützt. Und auch unter den Frauenbeauftragten der Liebenauer Arbeitswelten findet ein Austausch statt. So werden zum Beispiel gemeinsame Aktivitäten für alle Frauen geplant. Die Frauenbeauftragten dürfen an den Werk- Liebenau Service GmbH Zu Beginn der neuen Aufgabe stand das Bekanntwerden der Frauenbeauftragten im Vordergrund. Sie stellten sich in ihrer jeweiligen Gesellschaft auf unterschiedliche Art und Weise vor. Es gab Aushänge, persönliche Vorstellungen, und sie bekamen im Informationssystem CABito eine eigene Seite, auf der sie in einfacher Sprache vorgestellt werden. Frauenbeauftragte Melanie Hammelsbeck Catering/Schloss „Ich möchte gerne die Frauen unterstützen.“ stellv. Frauenbeauftragte Julia Walzik Materiallogistik „Ich bespreche gerne Frauenthemen.“ Sprechstunden werden angeboten Das ganze Jahr über bieten die Frauenbeauftragten für die weiblichen Werkstattbeschäftigten Sprechstunden an, in denen Anliegen und Sorgen vorgebracht werden können. Doch nicht nur über die geregelten Sprechstunden sind die Frauenbeauftragten erreichbar. Auf Wunsch sind auch Termine während der Arbeitszeit möglich. Hierfür werden die Frauen von der Arbeit freigestellt. Zudem besitzen die Frauenbeauftragten einen Briefkasten, eine E-Mail-Adresse und ein Telefon, über die sie zu erreichen sind – denn vielen fällt es nicht leicht, ihre Sorgen persönlich zu teilen. Für kritische Themen haben die Frauenbeauftragten eine Vertrauensperson an ihrer Seite, die sie bei Liebenau Teilhabe gemeinnützige GmbH Ravensburg/Bodenseekreis Frauenbeauftragte stellv. Frauenbeauftragte Melanie Rosenberger Carola Sortino Archivierung Archivierung „Ich helfe gerne „Ich kann gut anderen Frauen bei bei Problemen ihren Problemen.“ zuhören.“ 10 1|2019

Werkstattrat Mitbestimmung und Mitwirkung: Was hat gut geklappt? Wo gibt es noch Hürden? In Kleingruppen tauschten die Werkstatträte ihre Erfahrungen aus. stattratssitzungen teilnehmen, auch ein Austausch mit der Werkstattleitung findet einmal im Monat statt. Hier können die Frauenbeauftragten auf die Gleichstellung hinweisen. Die Schweigepflicht wird dabei in jeder Hinsicht gewahrt. BTHG im Fokus TEXT: FRANZ VÖLK UND SWEN ARFF FOTO: SWEN ARFF Liebenau Holding Das Bundesteilhabegesetz (BTHG), Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechte: Um diese Themen drehte sich ein Fachtag, zu dem die Werkstatträte der Liebenauer Arbeitswelten und die Werkstatträte Bodensee-Oberschwaben zusammenkamen. Frauenbeauftragte stellv. Frauenbeauftragte Stefanie Bernecker Manuela Jauck Liebenauer Landleben Gemüsegärtnerei „Ich will Frauen zeigen, „Ich bin gerne wie wertvoll sie sind.“ für andere da.“ Liebenau Teilhabe gemeinnützige GmbH Allgäu Frauenbeauftragte stellv. Frauenbeauftragte Lisa Zylka Barbara Langfeldt LTS/Lager Hauswirtschaft/ „Ich möchte die Frauen Konfektionierung unterstützen und Ansprechpartnerin sein.“ men der Frauen da „Ich möchte für die The- sein.“ Dabei erfuhren die Werkstatträte mit ihren Vertrauenspersonen und deren Werkstattleitungen mehr über das BTHG. Monika Hiemer vom Landratsamt Bodenseekreis erläuterte dessen Inhalte, darunter das Teilhabegespräch mit den Betroffenen, die Rollen von Kostenträgern und der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) sowie die Qualität der Arbeit von externen Anbietern. Die Werkstatträte konnten zudem Anregungen einbringen, beispielsweise den Wunsch nach Formularen in Leichter Sprache. Am Nachmittag wurden dann die Mitbestimmungs- und Mitwirkungsrechte besprochen. Man erfuhr, an welchen Themen die Werkstatträte mitgewirkt und mitbestimmt haben. Dabei wurde deutlich, dass die Umsetzung in der Praxis sehr unterschiedlich funktioniert. Auch in den Pausen wurden Erfahrungen ausgetauscht, und so ging der Tag zu schnell zu Ende. Alle freuen sich schon auf den nächsten Fachtag. 1|2019 11

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