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Jahresbericht 2020 der Stiftung Liebenau

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Liebenau Kliniken gemeinnützige GmbH Liebenau Therapeutische Einrichtungen gemeinnützige GmbH Gesellschaften der Stiftung Liebenau von links: Irmgard Möhrle-Schmäh Geschäftsführerin Liebenau Kliniken gemeinnützige GmbH Geschäftsführerin Liebenau Therapeutische Einrichtungen gemeinnützige GmbH seit 1. April 2021 Alfons Ummenhofer Geschäftsführer Liebenau Kliniken gemeinnützige GmbH seit 1.Januar 2021 Geschäftsführer Liebenau Therapeutische Einrichtungen gemeinnützige GmbH seit 1. April 2021 Wolfgang Oppolzer Geschäftsführer Liebenau Therapeutische Einrichtungen gemeinnützige GmbH bis 31. März 2021 Standortkommunen 3 Stationäre Angebote Krankenhausbetten stationär Innere Medizin 20 Kinder- und Jugendpsychiatrie 22 Erwachsenenpsychiatrie 20 Teilstationäre Angebote Tagesklinische Plätze Kinder- und Jugendpsychiatrie 8 Sozialtherapeutisches Heim Standorte/ Plätze 5/232 Ambulanzen (Standorte) Allgemeinmedizin 3 Kinder- und Jugendpsychiatrie 1 Erwachsenenpsychiatrie 2 Physiotherapie 2 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Mitarbeiter/-innen (Personen) 573 Freiwillig Engagierte 5 Pandemieplan, Kohortenbildung, systemrelevant, CT- Werte, Inzidenzwert, Testverordnung, „Resource-Board”, Besuchsregelung, persönliche Schutzausrüstung, falsch positiv, falsch negativ, Coronaprämie, „social distancing”: Das ist nur ein Auszug aus dem 2020 dominierenden Vokabular im Aufgabenfeld Gesundheit. Hinter jedem Wort steht eine exorbitante Flut von Informationen, Organisationsanforderungen, Sensibilisierung, Wertschätzung und thematischer Auseinandersetzung auf allen Ebenen. Im März erfasste die erste Coronawelle eine Wohngruppe im Bad Cannstatter Haus St. Damiano Winterbacher Straße. Die zweite Welle forderte uns im November in unserem Therapiehof Weiler. Dazwischen gab es isolierbare einzelne Infektionen. Was eine bisher nie dagewesene Herausforderung war und ist, ist auch eine glänzende Leistung all unserer Mitarbeitenden. Allen gebührt unser größter Dank! Zutiefst dankbar sind wir auch dafür, dass die erkrankten Personen bei uns entweder asymptomatische oder milde bis mittelschwere Krankheitsverläufe hatten. Im sozialtherapeutischen Heim setzen wir auf die digitale Dokumentation mit Connext Vivendi PD, erproben und organisieren uns neu, um für die Anforderungen der Zeit und vor allem des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) gewappnet zu sein. Die Einführung eines digitalen Managementsystems für elektronische Akten und die digitale Bearbeitung des Posteingangs begleitet diesen Prozess. Im Krankenhaus konnten wir erfolgreich die Telematikinfrastruktur einführen. 39 junge Menschen haben 2020 unsere Einrichtungen ausgewählt für eine Ausbildung in der Heilerziehungspflege sowie Jugend- und Heimerziehung, die fachlich fundiert ist und ihnen eine persönliche Weiterentwicklung im multiprofessionellen Rahmen bietet. Darauf sind wir stolz und freuen uns, die Perspektiven, die unsere Auszubildenden in den Arbeitsalltag bei uns einbringen, qualitätssichernd nutzbar machen zu können. Das Jahr brachte verschiedene personelle Veränderungen: Sabine Schampel und Christoph Sabellek ergänzen seit Jahresbeginn die Leitung in den sozialtherapeutischen Heimen in Liebenau und Stuttgart. Mit ihren therapeutischen Erfahrungen in der St. Lukas Klinik sind sie eine Bereicherung im neuen Aufgabenfeld. Voraussichtlich ab 2022 werden wir Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten und psychiatrischen Diagnosen in einem neuen Arbeitsintegrationsprojekt in Stuttgart eine Tagesstruktur bieten. Für die Leitung konnten wir die Sozialwirtin Kathrin Lehmann gewinnen. 58 Unternehmen im Kurzporträt/Tochtergesellschaften der Stiftung Liebenau

Liebenau Berufsbildungswerk gemeinnützige GmbH Gesellschaft der Stiftung Liebenau von links: Christian Braun Geschäftsführer Herbert Lüdtke Geschäftsführer Standortkommunen 10 Ausbildungsangebote BBW-Ausbildung RAZ- Ausbildung Berufsvorbereitung Sonstige Ausbildungsmaßnahmen Berufe 48 Schulen Sonderberufs- und Sonderberufsfachschulen Vorqualifizierungsjahr Arbeit und Beruf (mit und ohne Deutschkenntnisse) Wohnen 52 Standorte 25 Plätze 345 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Mitarbeiter/-innen (Personen) 540 Freiwillig Engagierte 24 Das Coronavirus sorgte dafür, dass auch der Alltag in unserem Unternehmen ein komplett anderer wurde. Umso mehr freut es uns, dass wir auch in dieser Ausnahmesituation den Teilnehmenden einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss und damit gute persönliche und berufliche Perspektiven ermöglichen konnten. Auch unsere Kooperationsbetriebe der Wirtschaft blieben uns treu und halfen mit, die Ausbildungsziele und die Integration in den Arbeitsmarkt auch unter Coronabedingungen bestmöglich umzusetzen. Erfreulicherweise gab es nur wenige Infektionen bei Mitarbeitenden und Teilnehmenden, wohl auch dank der Schutzmaßnahmen, einer strenge Maskenpflicht, Abstands- und Hygieneregeln sowie Testungen. Dazu kam eine hohe Bereitschaft zur Mitwirkung auf allen Ebenen, die wir nur dankbar anerkennen können. Die erfreuliche Bilanz: Trotz schwieriger Bedingungen und des meist sehr hohen Förderbedarfs der Azubis konnten fast alle Jugend- 2 lichen des „Coronajahrganges” ihre Berufsausbildung erfolgreich abschließen. Das war im Frühjahr 2020 nicht unbedingt so abzusehen. Groß war die Sorge, dass die Jugendlichen, die aufgrund ihrer Lernbehinderung, ihrer Autismus-Spektrum-Störung oder ihrer psychischen Probleme ohnehin benachteiligt sind, zu den Verlierern der Krise würden. Würde das Virus die jungen Frauen und Männer auf der Zielgeraden ihrer Ausbildung ausbremsen? Wochenlang mussten sie von zuhause aus lernen, Praktika und Bewerbungsgespräche platzten. Ausgerechnet in der heißen Phase der Prüfungsvorbereitung fiel das gewohnte Umfeld plötzlich weg. Schon für Schülerinnen und Schüler ohne Beeinträchtigungen eine schwierige Umstellung, traf es die Jugendlichen im Berufsbildungswerk (BBW) umso härter. Gerade für die zahlreichen Menschen mit Autismus sind ja klare Strukturen und Alltagsroutinen so wichtig. Und die Azubis mit psychischen Störungen benötigen eine intensive, persönliche Begleitung durch Fachdienste. Ein weiteres Problem: Der in vielen Berufen besonders im Mittelpunkt stehende praktische Teil der Ausbildung fiel zeitweise ganz weg. Doch auch im Lockdown stand das BBW niemals still. Im Eiltempo wurden Heimlernkonzepte entwickelt und umgesetzt, dabei individuelle Lösungen für Teilnehmende mit besonders hohem Erkrankungsrisiko gefunden. Die Mitarbeitenden engagierten sich noch mehr als sonst, um die Teilnehmenden bestmöglich zu begleiten. Die wirtschaftliche Situation war herausfordernd. In Teilen mussten wir Kurzarbeit umsetzen. Dank guter Kostensteuerung und erfreulicher Neubelegung erzielten wir dennoch ein ausgeglichenes Ergebnis. Unternehmen im Kurzporträt/Tochtergesellschaften der Stiftung Liebenau 59

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