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Jahresbericht 2020 der Stiftung Liebenau

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Liebenau Lebenswert Alter gemeinnützige GmbH Liebenau Leben im Alter gemeinnützige GmbH Gesellschaften der Stiftung Liebenau von links: Stefanie Locher Geschäftsführerin Dr. Alexander Lahl Geschäftsführer Standortkommunen 42 Stationäre Angebote Häuser der Pflege 35 Dauer-, Kurzzeit-, Schwerstpflegeplätze 1831 Hospiz (Plätze) 9 Teilstationäre Angebote Tagespflege (Plätze) 60 Ambulante Angebote Sozialstationen (Standorte) 4 Wohnangebote Heimgebundene Wohnungen 240 Service-Wohnen (Wohnungen) 10 Lebensräume für Jung und Alt (Standorte/Wohnungen) 29/881 Leben am See (Standorte/Wohnungen) 2/73 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Mitarbeiter/-innen (Personen) 1992 Freiwillig Engagierte 1583 Ursprünglich stand das Jahr 2020 unter einem sehr guten Stern: Nicht nur 150 Jahre Stiftung Liebenau, sondern auch 30 Jahre Altenhilfe der Stiftung Liebenau wollten gefeiert werden. Dazu planten wir eine große Festveranstaltung zum Thema „Demenz und Musik” in der Oper Stuttgart. Dann kam das Coronavirus. Am 13. März 2020 mussten unsere Häuser der Pflege und Quartierstreffs in den Lebensräumen für Jung und Alt schließen. Wir mussten das hohe Gut des Rechts auf Teilhabe massiv einschränken. Ein schmerzlicher Einschnitt, der allem widersprach, was uns wichtig ist. Parallel zur Pandemie ging ein gewaltiger Digitalisierungsschub durch unsere Häuser der Pflege. Technik gewann in dieser Zeit an Bedeutung, wurde zu einer großen Hilfe. Die Angehörigen schickten Videos. Unsere Mitarbeitenden haben Videotelefonate organisiert. So erlaubte Digitalisierung auch eine Form der Teilhabe. Gleichzeitig wurde noch einmal mehr die enorme Notwendigkeit des direkten Kontakts mit Menschen deutlich: Denn Menschen benötigen ein Miteinander für eine gute Lebensqualität. Digitalisierung und Technik haben bei uns auf vielen Ebenen Raum gegriffen. Wir sind auf dem Weg, die Pflegedokumentation komplett zu digitalisieren, um Pflegekräfte zu entlasten und den Fokus wieder vermehrt auf die tatsächliche Pflege am Menschen legen zu können. Mit dem Pilotprojekt „Real Lab” im Haus der Pflege St. Konrad in Kressbronn testen wir intelligente technische Assistenzsysteme. Diese melden zum Beispiel, wenn jemand nachts etwa nach einem Gang ins Bad nicht wieder ins Bett zurückkehrt. Das digitale Pflegebett verfügt zudem über eine digitale Waage und eine Sensormatte zur Erkennung von Feuchtigkeit. Der humanoide Roboter Pepper ist gerade in der Erprobung als Assistent bei der Morgengymnastik. Wir stehen in Kooperation mit zwei großen Plattformen: „nebenan.de” und „mitpflegeleben.de”. Und damit wären nur einige der aktuellen Projekte genannt. Wir sind sehr dankbar für den großen Einsatz unserer Mitarbeitenden in diesem Pandemiejahr. Vor ihnen ziehen wir den Hut! Sie haben dafür gesorgt – und tragen immer noch Sorge –, dass unsere Bewohnerinnen und Bewohner, unsere Kundinnen und Kunden zugewandt durch diese Zeit begleitet wurden und jeden Tag werden. Die Krise hat eine unglaubliche Solidarität innerhalb der Mitarbeitenden und unseres ganzen Teams geschaffen. Trotz Pandemie konnten wir im Jahr 2020 die Häuser der Pflege St. Katharina in Weidenbach und St. Nikolaus in Owingen eröffnen, den Spatenstich der Lebensräume für Jung und Alt in Ottobeuren und Owingen begehen und im kleinen Rahmen das 25-jährige Bestehen der Sozialstation Hohentengen-Mengen-Scheer feiern. 56 Unternehmen im Kurzporträt/Tochtergesellschaften der Stiftung Liebenau

Liebenau Teilhabe gemeinnützige GmbH Liebenau Dienste für Menschen gemeinnützige GmbH Gesellschaften der Stiftung Liebenau Jörg Munk Geschäftsführer Standortkommunen 26 Stationäre Angebote Wohnhäuser Liebenau, Hegenberg, Rosenharz 5 Gemeindeintegrierte Wohnhäuser/Wohngemeinschaften 29 Teilstationäre Angebote Betriebsstätten der WfbM 8 Förderstätten 9 Schulen (inkl. Außenklassen) 8 Ambulante Angebote Beratungs- und Unterstützungsdienste 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Mitarbeiter/-innen (Personen) 1667 Freiwillig Engagierte 270 Das Jahr 2020 begann mit Edelmetall: Neun Medaillen gewannen die Athletinnen und Athleten aus unserem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum Don-Bosco-Schule (SBBZ) bei den Nationalen Winterspielen der Special Olympics in Berchtesgaden. Das war dann jedoch auch die letzte Veranstaltung, die in gewohnter Form stattfinden konnte. Schlag auf Schlag wurden Besuchsverbote in den Häusern ausgesprochen, Werkstätten geschlossen, Freizeitangebote der Ambulanten Dienste eingestellt, Quarantäneverordnungen umgesetzt. Von der Politik vorgegeben, beschnitten diese Entscheidungen das Selbstbestimmungsrecht der Menschen in der Liebenau Teilhabe erheblich – eine hohe Belastung für die betreuten Menschen, ihre Angehörigen und für alle Mitarbeitenden. logie hat und damit auch umzugehen weiß, kann an gesellschaftlichen Prozessen teilnehmen. Entsprechend gilt es digitale Kompetenzen zu fördern. Das Kurs-Angebot „Netzchecker” zum Beispiel befähigt Menschen mit Handicap, soziale Medien zu nutzen. Mit dem Instagram-Account „Ideenveschper” wurden Jugendliche und Erwachsene mit Teilhabeeinschränkungen zu Influencern in eigener Sache. Anfang des Jahres zogen zwei Wohngruppen mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen vom Hegenberg in das neue St. Anna-Quartier in Tettnang. Auch mitten in Amtzell entstanden heimatnahe Wohn- und Förderangebote. Parallel wurde unter hohem politischem Druck an der inhaltlichen Ausgestaltung des Landesrahmenvertrages zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) weitergearbeitet. Auf dieser Basis kann die Fachleistungssystematik konkret weiterentwickelt werden. Auch betriebswirtschaftlich wurde das Jahr 2020 von den Auswirkungen der Pandemie überlagert. Mindererlöse, ungeplante Mehrausgaben für erforderliche Schutzausrüstung und für zusätzliche Personalkosten mussten verkraftet werden. Eine Refinanzierung dieser Mehraufwendungen erfolgte bisher nur im Verantwortungsbereich der Pflegekassen. Von der Eingliederungshilfe in Baden- Württemberg gab es, im Unterschied zu anderen Bundesländern, bisher keine Erstattung. Demgemäß ist ein hoher wirtschaftlicher Verlust zu verzeichnen. Die Pandemie forderte die Liebenau Teilhabe heraus, neue Wege zu gehen. Im März wurde der Corona-Beraterstab auf Leitungsebene eingerichtet. Besprechungen fanden nur noch online statt. Die Einrichtungen wurden mit Tablets ausgestattet. So konnten Angehörigen während der Besuchseinschränkungen Kontakt halten. Die Coronapandemie zeigte, dass soziale und digitale Teilhabe zunehmend miteinander verschmelzen: Nur wer Zugang zu Techno- Unternehmen im Kurzporträt/Tochtergesellschaften der Stiftung Liebenau 57

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