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Jahresbericht 2020 der Stiftung Liebenau

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Von A bis Z Das war

Von A bis Z Das war 2020 Aktionswoche Generalistik: Auf die große Vielfalt des Pflegeberufs haben während der Aktionswoche der Pflege rund 20 Einrichtungen der Stiftung Liebenau zwischen Bodensee, Oberschwaben und Großraum Stuttgart aufmerksam gemacht. Im Mittelpunkt stand die neue generalistische Ausbildung. Sie führt die bisherigen Ausbildungsgänge im Bereich der Alten-, Krankenund Kinderkrankenpflege zu einer breit aufgestellten Ausbildung zusammen, die im europaweit anerkannten Abschluss Pflegefachfrau oder Pflegefachmann mündet. Bildungspakete: Ab März wurden alle Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) geschlossen. Zur Bewältigung und sinnvollen Strukturierung des Alltags erhielten Beschäftigte der WfbM Lern- und Arbeits- pakete. Bebilderte Anweisungen in Leichter Sprache erklärten die Aufgaben. Ausgestattet wurden Menschen in den Wohngruppen genauso wie Menschen in gemeindeintegrierten Wohnungen. Coronamaßnamen: Jedes Aufgabenfeld hat eigene Herausforderungen. Deshalb hat jede Gesellschaft seit Beginn der Coronamaßnahmen einen Krisen- oder auch Beraterstab, ergänzt durch einen übergeordneten Krisenstab. Es gilt, die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Gestärkt werden soll auch die Professio- nalität in Pflege und Begleitung. Dienstreisen: Gehören zum Alltag eines international tätigen Unternehmens, entfielen 2020 fast völlig. Interne Besprechungen fanden per Videokonferenz statt. Die Mitarbeitenden in den Verwaltungsbereichen waren zum Teil im mobilen Arbeiten, viele Fort- und Weiterbildungsveran- staltungen fielen aus oder wurden durch digitale Formate ersetzt. Erfolg: 120 junge Menschen mit besonderem Teilhabebedarf haben im Ravensburger Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) den Abschluss ihrer Ausbildung gefeiert – und damit in besonders schwierigen Zeiten einen Riesenschritt auf dem Weg ins Arbeitsleben gemacht. Im Ulmer Regionalen Ausbildungszentrum (RAZ) haben dieses Ziel 26 junge Frauen und Männer erreicht. 24 2020 von A bis Z

Fachtag Herausforderndes Verhalten: Die Begleitung von Menschen mit herausfordernden Verhaltensweisen ist eine anspruchsvolle Aufgabe – fachlich und persönlich. Bei einem Fachtag haben die Stiftung Liebenau und die Zieglerschen dazu Konzepte und Methoden vorgestellt. Hygiene: Vorbeugende Gesundheitspflege und durchgängige Sauberkeit sind wichtige Anliegen in sozialen Einrichtungen. Durch das Auftreten des Coronavirus hat Hygiene aber noch einmal einen besonderen Stellenwert erfahren. Die AHA+L-Regeln stehen für Abstand, Händewaschen und -desinfektion sowie Alltagsmaske und Lüf- ten und leisten einen wichtigen Beitrag, Infektionen mit Covid-19 zu verringern. Sowohl die Betreuten als auch die Mitarbeitenden leisten mit der Einhaltung einen wichtigen solidarischen Beitrag. Gedenken: Es gibt Momente, so ergreifend, dass Worte fehlen. Spür- Was haben sie gedacht, empfunden oder abtransportiert und ermordet wurden. bar waren sie bei der Lesung von vielleicht noch sagen wollen? Die Autorin Monika Taubitz anlässlich des jährlichen hat Gespräche mit Zeitzeugen zu einer Gedenkens an die Liebenauer Opfer der dokumentarischen Erzählung verarbeitet, Euthanasie. Die rund 120 Gäste waren die 1984 erschienen ist. Bei der Lesung mucksmäuschenstill, als die Meersburger verlieh die inzwischen 82-jährige Autorin Autorin bewegende Episoden aus ihrem erneut jenen Menschen eine Stimme, die Werk „Dort geht Katharina oder Gesang im selbst nicht mehr sprechen können. Die Feuerofen” vortrug. Von 505 Menschen vielen Details machten das Unvorstellbare weiß man sicher, dass sie von Liebenau spürbar. Impfen: Als erste und zugleich älteste Bewohnerin des Hauses der Pflege St. Verena in Straßberg erhielt die 97-jährige Gertrud Ruf am 30. Dezember 2020 ihre Impfung. 24 der 30 Bewohnerinnen und Bewohner sowie sechs Mitarbeitende wurden gegen das Coronavirus geimpft. Im Einsatz waren zwei mobile Teams des Zentralen Impfzentrums in Tübingen (ZIZ). Für die Stiftung Liebenau war es das erste von 34 Häusern der Pflege in Deutschland, in dem geimpft wurde. Inzwischen sind die Impfungen abgeschlossen. Jubiläumsgäste: Auf den Spuren der Geschichte wandelten Ordensschwestern aus dem Kloster Reute. Ihre Vorgängerinnen hatten die Entwicklung der Stiftung Liebenau von Beginn an wesentlich mitgetragen. Nicht nur auf dem Gründungsgemälde, sondern auch in der Dauerausstellung zur Geschichte der Stiftung Liebenau ist ihre Arbeit dokumentiert. Anlass ihres Besuches war die Gedenkveranstaltung für die Liebenauer Opfer der Euthanasie. Im Anschluss an die Lesung der Schriftstellerin Monika Taubitz besichtigten die Besucherinnen die Jubiläumsausstellung in den Räumen des Liebenauer Schlosses, in denen ihre Vorgängerinnen gewirkt hatten. 2020 von A bis Z 25

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