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Jahresbericht 2020 der Stiftung Liebenau

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Stiftung Hospital zum Heiligen Geist Bericht des Aufsichtsrates und Vorstandes Gründung, Historie und jüngere Entwicklungen Im Jahr 1575 gründen Hans Ulrich von Schellenberg und seine Frau Anna die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist mit dem neu erbauten Spital in Kißlegg. Mit dem Tod von Franz Christoph von Schellenberg im Jahr 1708 geht die Vogtei des Spitals an seine Tochter Maria Anna und deren Gatten, den Grafen Ferdinand Ludwig von Waldburg zu Wolfegg, über. In der Obhut des Fürstenhauses Waldburg verbleibt die Stiftung fast drei Jahrhunderte lang. Im Jahr 1999 geht die Kuratur für die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist an die Stiftung Liebenau über. Im Jahr 2010 genehmigt das Regierungspräsidium Tübingen die Satzung der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist mit eigenen Organen. Bis zu diesem Zeitpunkt arbeitete die Stiftung noch auf Basis der Rechtsgrundlage des Stifterbriefs aus dem Jahr 1575. Im Jahr 2002 wird mit der Heilig Geist – Leben im Alter die erste gemeinnützige Gesellschaft zusammen mit der Deutschen Provinz der Salvatorianer gegründet. Im Jahr 2015 übernimmt die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist die RheinMainBildung mit Sitz in Frankfurt am Main. Im gleichen Jahr wird die Stiftung Trägerin des Betreuungsdienstes Zuhause in Ravensburg. Heute ist die Stiftung als unabhängiges Sozial-, Gesundheits- und Bildungsunternehmen in den Bereichen Pflege und Betreuung, Erziehung, Bildung sowie Teilhabe tätig. Die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist in der Coronakrise Die Pandemie hat trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, Hygiene- konzepte und der Anstrengungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch Einrichtungen der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist getroffen. Im Jahr 2020 hatten sich insgesamt 22 Menschen infiziert, Anfang 2021 kam es dann zu zahlreichen weiteren Infektionen. Bis 31. Mai 2021 haben sich insgesamt 93 Menschen mit dem Virus infiziert. 16 betreute Menschen sind mit oder an dem Virus verstorben. Den Angehörigen der Verstorbenen bekunden wir auch im Namen des gesamten Aufsichtsrates und des Vorstands unser herzliches Beileid. In den zahlreichen Treffen des Krisen- Gut gepflegt zuhause leben die Kundinnen und Kunden der Sozialstation Heilig Geist. stabes konnten wir wahrnehmen, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alles in ihrer Macht Stehende getan haben, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Ihnen danken wir für den außerordentlichen Einsatz und die ausdauernden Kraftanstrengungen während der Coronapandemie. Das Jahr 2020 in Zahlen Die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist war im Berichtsjahr in sechs Städten und Gemeinden vertreten. Insgesamt 290 Hauptamtliche und 33 Ehrenamtliche, berücksichtigt nach der jeweiligen Beteiligungsquote, arbeiteten in neun sozi- alen Einrichtungen und Diensten. 885 Menschen nahmen ihre Leistungen im vergangenen Jahr in Anspruch. Unsere Tätigkeitsbereiche Die Heilig Geist – Leben im Alter beschäftigt 234 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und setzt sich mit ihren Diensten und Einrichtungen dafür ein, dass Menschen im Alter in Würde und so selbstbestimmt wie möglich am gesellschaft- 20 Stiftung Hospital zum Heiligen Geist

lichen Leben teilhaben können. Die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist hält 80 Prozent der Heilig Geist – Leben im Alter, die Deutsche Provinz der Salvatorianer ist mit 20 Prozent beteiligt. Die Gesellschaft betreibt ein Pflegeheim sowie Heimgebundene Wohnungen in Bad Wurzach, ein Domizil für Menschen mit Demenz in Wolfegg sowie verschiedene Wohn- und Pflegeangebote im Kißlegger Ulrichspark. Darüber hinaus bietet die Heilig Geist – Leben im Alter ambulante Pflegedienste. Die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist ist zu 100 Prozent an der RheinMainBildung beteiligt, die als gemeinnütziges Bildungs- und Sozialunternehmen in Frankfurt und Offenbach tätig ist. Die RheinMainBildung beschäftigt 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in den Bereichen Erziehungshilfe, Eingliederungshilfe, Schulintegration und Suchthilfe aktiv. Zudem betreibt sie mit der Marianne-Frostig- Schule eine Ganztagsschule. Darüber hinaus bietet sie Familien, in denen ein Kind mit Behinderung lebt, mit dem Programm „Geschwisterzeit Rhein-Main” ein Angebot, das die Bedürfnisse und Alltagserfahrungen der Geschwister ohne Beeinträchtigung im Blick hat. Der Betreuungsdienst Zuhause ermöglicht es hilfebedürftigen Menschen, so lange und so selbstbestimmt wie möglich im gewohnten Umfeld zu leben. Der Betreuungsdienst entstand durch ein Modellprojekt, bei dem auf Bundesebene insgesamt nur rund 40 Projekte gefördert wurden. Die 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbringen vielfältige Leistungen der häuslichen Betreuung und der hauswirtschaftlichen Versorgung. Auch jüngere Menschen mit Behinderungen oder schweren Erkrankungen nehmen den Betreuungsdienst Zuhause zunehmend in Anspruch. Nachruf Der plötzliche Tod von Christoph Gräf hat große Betroffenheit und tiefe Trauer ausgelöst. Christoph Gräf hatte die Leitung der RheinMainBildung in Frankfurt im Jahr 2014 zunächst als Prokurist, später als Geschäftsführer übernommen. Im Jahr 2018 kehrte Christoph Gräf auf eigenen Wunsch in seine Heimatregion am Bodensee zurück. Mit der „Geschwisterzeit” und zwei Stadtteil-Familientreffs hat Christoph Gräf neue Unterstützungsangebote für Familien geschaffen. Auch die Sucht- und die Eingliederungshilfe profitierte von seinem Wirken, ebenso wie die Marianne- Frostig-Schule. Personalia Paul Locherer wurde zum Vorsitzenden und Dr. Gabriele Nußbaumer zur stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsratsausschusses Soziale Dienste gewählt. Zudem wurde Sr. M. Birgit Reutemann in den Ausschuss Soziale Dienste bestellt. Dank Im Namen des gesamten Aufsichtsrates und des Vorstands bedanken wir uns herzlich bei allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist für den außerordentlichen Einsatz in der Coronapandemie und für die darüber hinaus erbrachten Leistungen, mit denen im Jahr 2020 vielen jungen und älteren sowie benachteiligten und kranken Menschen geholfen werden konnte. S.D. Johannes Fürst von Waldburg-Wolfegg-Waldsee Vorsitzender des Aufsichtsrates Die Stiftung Hospital zum Heiligen Geist ist außerdem Trägerin des Kulturdenkmals Schloss Bad Wurzach, das heute ein Ort der Bildung und der Begegnung ist. Der Vorstand Prälat Michael H. F. Brock Dr. Berthold Broll Dr. Markus Nachbaur Stiftung Hospital zum Heiligen Geist 21

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