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Jahresbericht 2019 der Stiftung Liebenau

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Liebenau Lebenswert Alter gemeinnützige GmbH Liebenau Leben im Alter gemeinnützige GmbH Gesellschaften der Stiftung Liebenau von links: Stefanie Locher Geschäftsführerin Dr. Alexander Lahl Geschäftsführer Standortkommunen 40 Stationäre Angebote Häuser der Pflege 33 Dauer-, Kurzzeit-, Schwerstpflegeplätze 1785 Hospiz (Plätze) 9 Teilstationäre Angebote Tagespflege (Plätze) 60 Ambulante Angebote Sozialstationen (Standorte) 3 Wohnangebote Heimgebundene Wohnungen 240 Service-Wohnen (Wohnungen) 10 Lebensräume für Jung und Alt (Standorte/Wohnungen) 29/881 Leben am See (Standorte/Wohnungen) 2/73 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Mitarbeiter/-innen (Personen) 1884 Freiwillig Engagierte 1645 Die demografische Entwicklung fordert Politik und Altenhilfeträger. Dies zeigt sich mitunter an der hohen Dichte an Gesetzesänderungen sowie an einer zunehmenden Digitalisierung in der Pflege. Die Unternehmen im Aufgabenfeld Stiftung Liebenau Pflege und Lebensräume nehmen diese Herausforderungen an und gestalten die Zukunft der Pflege in Deutschland mit. Mit dem Angebot „ServiceWohnen – Geborgen und Sicher” finden seit Juli 2019 Seniorinnen und Senioren, die ihren Alltag weiterhin selbstbestimmt gestalten möchten, aber ein gewisses Maß an Hilfen benötigen, Geborgenheit und Gemeinschaft. Neben den Leistungen und der Zuwendung der Fachkräfte tragen technische Assistenzsysteme zur individuellen Unterstützung und zur Sicherheit bei. Seit Oktober 2019 ist die Website mitpflegeleben.de online. Die Website bietet Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen einen umfassenden Überblick an ambulanten und stationären Dienstleistungen im Bereich der Pflege. Alle unsere Angebote sind auf dieser Website zu finden. Das Projekt „Buurtzorg” ist ein weiteres wichtiges Thema im Bereich Pflege. Buurtzorg (zu Deutsch: Nachbarschaftshilfe) heißt der größte ambulante Pflegeanbieter in den Niederlanden. Das Konzept reduziert Verwaltung und Bürokratie im Pflegealltag und konzentriert sich auf eine ganzheitliche Pflege im Quartier. Wir arbeiten daran, Elemente von Buurtzorg in die Arbeit der Sozialstationen aufzunehmen. Ein Fachtag und erste Gespräche mit möglichen Partnern sind abgeschlossen. Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland setzt sich für Menschen ein, die sich aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sehen. Mit unsen Unterschriften im März 2019 verpflichten wir uns, mit unseren Unternehmen die Ziele der Charta zu verfolgen und umzusetzen. Nach wie vor hoch ist der Bedarf an 24-Stunden-Betreuungen und alternativen Wohnformen für das Alter. Um hier entsprechende Leistungen bieten zu können, haben wir im Jahr 2019 zwei neue Häuser eröffnet: im März das Haus der Pflege Dr. Albert Moll in Tettnang und im Oktober das Olgaund-Josef-Kögel-Haus in Ulm-Wiblingen. Fertiggestellt wurde bis zum Winter das Haus der Pflege St. Nikolaus in Owingen, das zum 1. April 2020 an den Start ging. Mit verschiedensten Personalmarketing- und -akquisemaßnahmen wurde das für die neuen Häuser der Pflege benötigte Personal gesucht und gefunden. In Königsmoos, einer Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, gingen im Februar die Lebensräume für Jung und Alt an den Start. Grund zum Feiern bestand in dem seit zehn Jahren erfolgreichen Haus der Pflege St. Hildegard in Böblingen. 56 Unternehmen im Kurzporträt/Tochtergesellschaften der Stiftung Liebenau

Liebenau Teilhabe gemeinnützige GmbH Liebenau Dienste für Menschen gemeinnützige GmbH Gesellschaften der Stiftung Liebenau Jörg Munk Geschäftsführer Standortkommunen 25 Stationäre Angebote Wohnhäuser Liebenau, Hegenberg, Rosenharz 16 Gemeindeintegrierte Wohnhäuser/Wohngemeinschaften 27 Teilstationäre Angebote Betriebsstätten der WfbM 8 Förderstätten 8 Schulen (inkl. Außenklassen) 8 Ambulante Angebote Beratungs- und Unterstützungsdienste 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Mitarbeiter/-innen (Personen) 1616 Freiwillig Engagierte 411 Die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) hat die Liebenau Teilhabe auch in 2019 in mehrfacher Hinsicht geprägt: auf politischer und fachlicher Ebene, in wirtschaftlicher Hinsicht, bei Mitarbeitenden und Angehörigen und bei den Klienten selbst. In verschiedenen Gremien auf Landesund Bundesebene hat sich die Stiftung Liebenau zusammen mit anderen Trägern der Behindertenhilfe politisch engagiert für Rahmenbedingungen, die gerade auch für Menschen mit einer schweren geistigen oder mehrfachen Behinderung zu einer Verbesserung ihrer Lebenssituation führen sollen. Fachlich stellte das BTHG ebenfalls hohe Anforderungen an die Mitarbeitenden. In verschiedenen Arbeitsgruppen wurden sie intensiv bearbeitet, und Mitarbeitende entwickelten neue Kompetenzen, sodass wir uns für die zukünftigen Herausforderungen gewappnet sehen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Information von Angehörigen und Mitarbeitenden, wie sich das BTHG konkret für sie auswirken wird. Verunsicherungen bei den rechtlichen Betreuern konnten wir mit Veranstaltungen und schriftlichen Informationen abbauen. Wirtschaftlich im Fokus stand die Vorbereitung der im BTHG vorgesehenen Trennung von existenzsichernden Leistungen und Fachleistungen zum Jahresbeginn 2020. Daneben galt es die Betriebseinheiten gut zu steuern und die Weiterentwicklung der Unternehmen betriebswirtschaftlich zu unterstützen. Im Jahresergebnis konnten wir trotz großer Herausforderungen eine schwarze Null erreichen. Menschen mit Unterstützungsbedarf sind selbst politisch aktiv geworden, sei es bei einer Protestaktion vor dem Stuttgarter Landtag, wo mehrere hundert Menschen aus verschiedenen Sozialeinrichtungen für eine zügige und ernsthafte Umsetzung des BTHG und Klarheit über die Übernahme der Umsetzungskosten demonstrierten. Durch Informationsveranstaltungen für und mit Menschen mit Behinderungen unterstützen wir Menschen bei der politischen Willensbildung und gesellschaftlicher und politischer Partizipation. Auf die Frage, wie und wo Menschen mit Behinderungen leben wollen, gibt es vielfältige individuelle Antworten. Das führt zu einer weiteren Regionalisierung unserer Angebote, die mehr Heimatnähe ermöglichen. In Singen haben wir ein Wohnhaus mit 28 Plätzen für Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen eröffnet, mit angeschlossenem Förder- und Betreuungsbereich. In Spaichingen ist ein Dienstleistungszentrum zur Teilhabe am Arbeitsleben für bis zu 48 Menschen entstanden. Sie werden für den allgemeinen Arbeitsmarkt qualifiziert und auf betriebsintegrierte Arbeitsplätze im Unternehmen vermittelt. Auf diese Weise entstehen vermehrt wohnortnahe Beschäftigungsangebote. Unternehmen im Kurzporträt/Tochtergesellschaften der Stiftung Liebenau 57

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