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Jahresbericht 2019 der Stiftung Liebenau

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Stiftung Liebenau Bericht des Vorstandes Fördermittel und Spenden Investitions- und Projektkostenzuschüsse trugen auch 2019 wesentlich zur Finanzierung unserer Arbeit bei. Insgesamt haben wir 2019 rund 4,8 Mio. Euro an Fördermittel für verschiedene Bauvorhaben erhalten (Abb. 1). Hinzu kamen weitere 2,9 Mio. Euro Projektkostenzuschüsse, die für verschiedene Projekte an die Stiftung Liebenau, deren gemeinnützige Tochtergesellschaften und an Beteiligungen flossen. Auch Privatpersonen, Service-Clubs, Stiftungen und Unternehmen haben die Arbeit der Stiftung Liebenau mit Spenden, Erbschaften und Schenkungen unterstützt. Ebenso wurden ihr Geldauflagen zugewiesen. Rund 1,7 Mio. Euro kamen so zusammen (Abb. 2). Für diese großartige Unterstützung gilt allen Zuschussgebern sowie Spenderinnen und Spendern unser ausdrücklicher Dank! (Sämtliche Zahlen berücksichtigen die jeweiligen Beteiligungsquoten.) Weitere 9 % 61 % Öffentliche Träger Soziallotterien 29 % 100 % Abb. 1 Abb. 2 Schenkungen/ Erbschaften 7 % 5 % Geldauflagen 100 % 88 % Spenden Digitale Medien wie Tablets werden selbstverständlich in die Kommunikation integriert. Management von Innovationen Eine sich wandelnde Gesellschaft, veränderte Arbeitswelten, die technologische Entwicklung: Alles das fordert eine fortwährende Weiterentwicklung auch der Stiftung Liebenau. Die Notwendigkeit neuer Denkansätze zieht sich durch alle Ebenen des Stiftungshandelns. Wir schaffen die Voraussetzungen für eine stärkere Digitalisierung, technisch, strukturell und kulturell. Von elektronischen Anwendungen, Kommunikationsplattformen und weiteren digitalen Angeboten und Dienstleistungen profitieren alle Bereiche der Stiftung Liebenau – von der Verwaltung bis hin zu den Pflegekräften vor Ort, zum Beispiel in der Altenhilfe. Gleichzeitig verändern sich damit die Arbeitsformen, die in der Organisationsstruktur abgebildet werden müssen. Einen Weg, kreative Ideen für die Lösung sozialer Probleme weiterzuentwickeln, zu testen und in Umsetzung zu bringen, erproben wir im INTRA Lab, einer Initiative der Mission Leben, ein freier Denk- und Methodenraum und Gelegenheit zum trägerübergreifenden Austausch. Nachhaltigkeit geht vor Nachhaltigkeit, ein ressourcenschonendes und umweltbewusstes Verhalten ist uns nach wie vor ein dringendes Anliegen. Für das Jahr 2020 steht für die Stiftung Liebenau 18 Stiftung Liebenau

die Wiederholung des Energie-Audits nach dem Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) an. Es umfasst den Energieverbrauch aller Unternehmensbereiche und zielt auf Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung der Energiekosten. Zusätzlich wurden 2019 Vorbereitungen für ein Umweltmanagementsystem getroffen. Gemeinsam und zuversichtlich durch die Krise 2020 jährt sich das Bestehen der Stiftung Liebenau zum 150. Mal. Das wollten wir feiern, mit einem ganzen Jubiläumsjahr mit Ausstellungen, Fachtagen, Workshops, Konzerten und Festen an vielen unserer Standorte. Möglichst viele Menschen sollten – so unsere Idee – Anteil haben an dem Jubiläum, mit uns die Geschichte reflektieren und die Zukunft planen können. Schon Ende März war klar, dass das nicht funktioniert. Wir haben zahlreiche Veranstaltungen abgesagt, darunter auch das zentrale Festwochenende im Juli. Leicht ist uns diese Entscheidung nicht gefallen. Doch Feiern passt nicht in eine Zeit, die von Sorge um die Menschen, von Vorsicht und Zurückhaltung geprägt ist, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weit mehr als sonst leisten müssen, um Pflege und Betreuung sicherzustellen. Wir konzentrieren jetzt alle Kraft darauf, die Menschen, die bei uns arbeiten, und diejenigen, die an den vielen Standorten gepflegt, betreut, begleitet werden, zu schützen und gesund zu erhalten. Das hat Vorrang vor allem anderen. Umso mehr ist auch dieser Jahresbericht Grund, Danke zu sagen. Danke an alle, die im Moment – aber auch in früherer Zeit – Verantwortung übernommen haben, dass die Stiftung ihrem Anspruch nachkommen konnte, Autonomie und Teilhabe für alle Menschen zu ermöglichen. Das sind zu allererst die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Führungskräfte und die Mitglieder des Aufsichtsrates, die unsere Arbeit konstruktiv begleitet haben. Wir sind dankbar, dass überall dort Menschen in Verantwortung handeln, die einander vertrauen und sich gegenseitig unterstützen, beraten und ergänzen. Wie wichtig das ist, zeigt gerade diese Krisenzeit. Dank sagen wir auch den Vertreterinnen und Vertretern von Aufsichtsbehörden, Kostenträgern, Verwaltung, den Partnern in fachlichen Netzwerken und Verbänden und denen, die mit ihren Spenden unsere sozialen Projekte unterstützen. Vor allem danken wir den vielen Menschen, die der Stiftung Liebenau vertraut und ihre Leistungen in Anspruch genommen haben. Wenn Sie diesen Jahresbericht lesen, ist die Corona-Pandemie hoffentlich schon etwas besser beherrschbar. Das hoffen und wünschen wir sehr. Wie sie sich langfristig auswirkt, kann heute noch niemand sagen. Doch das Wissen um besonnene, entscheidungsstarke und kompetente Menschen an unserer Seite gibt auch uns die nötige Kraft, diese Zeit durchzustehen. Und auch das hat uns die Geschichte gelehrt: Aus Krisen können Chancen wachsen. Wir vertrauen auf die Zukunft der Stiftung Liebenau. Eine Zukunft, in der wir Identität und Zusammenhalt stärken können, auch mit Diversifizierung, Internationalisierung und Digitalisierung, orientiert an unserem Leitsatz: In unserer Mitte – Der Mensch. Der Vorstand Startschuss für das Jubiläumsjahr war die Eröffnung einer Ausstellung zur Geschichte der Stiftung Liebenau im Liebenauer Schloss. Prälat Michael H. F. Brock Dr. Berthold Broll Dr. Markus Nachbaur Stiftung Liebenau 19

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