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Jahresbericht 2017 der Stiftung Liebenau

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Liebenau Lebenswert Alter gemeinnützige GmbH Liebenau Leben im Alter gemeinnützige GmbH Gesellschaften der Stiftung Liebenau von links: Stefanie Locher Geschäftsführerin Dr. Alexander Lahl Geschäftsführer Standortkommunen 38 Stationäre Angebote Häuser der Pflege 31 Dauer-, Kurzzeit-, Schwerstpflegeplätze 1 660 Schwerstpflege 26 Hospiz (Plätze) 9 Teilstationäre Angebote Tagespflege (Plätze) 60 Ambulante Angebote Sozialstationen (Standorte) 3 Wohnangebote 2 Standorte Heimgebundene Wohnungen/ 19/248 Zahl der Wohnungen Wohnanlagen„Lebensräume für Jung und Alt”/ Zahl der Wohnungen 28/852 Wohnungen Wohnanlagen „Leben am See”/ Zahl der Wohnungen 2/73 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Mitarbeiter/-innen (Kopfzahlen) 1 814 Ehrenamtliche 1 551 Fast drei Millionen Menschen brauchen laut Geschäftsstatistik der Pflegekassen in Deutschland Unterstützung und Pflege im Alltag, Tendenz steigend. Welche institutionellen Rahmenbedingungen sind nötig, damit Pflegebedürftige nicht nur heute, sondern auch künftig in Würde, Autonomie und Teilhabe leben können? Und: Was brauchen Mitarbeiter und Ehrenamtliche, um den älteren Menschen ein solches Leben zu ermöglichen? Die Pflegeversicherung hat auf die aktuellen Herausforderungen mit einer grundlegenden Reform reagiert, die das Jahr 2017 prägte. Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff rückt die Ressourcen und Kompetenzen der Pflegebedürftigen noch mehr in den Mittelpunkt. Deshalb haben wir im Berichtsjahr begonnen, die Strukturierte Informationssammlung (SIS) zu implementieren, die einer noch stärker bewohnerorientierten Pflegeplanung und -dokumentation dient. Um den steigenden pflegerischen und hygienischen Anforderungen besser gerecht zu werden, haben wir außerdem zusätzlich insgesamt 33 Vollzeitkräfte als Qualitätsbeauftragte in unseren Häusern der Pflege in Baden-Württemberg eingesetzt. Zukunftsweisende und präventive Akzente in der Pflege älterer Menschen setzen wir bereits mit den generationenübergreifenden Lebensräumen für Jung und Alt um. Dafür haben die Bewohner der Lebensräume für Jung und Alt Ravensburg Gänsbühl mehrere Auszeichnungen für außergewöhnliches nachbarschaftliches Engagement entgegengenommen. Für die Quartiersarbeit im Ravensburger Stadtteil Galgenhalde erhielten wir den Deutschen Pflegeinnovationspreis der Sparkassen-Finanzgruppe. Mit einem veranstalteten Fachkongress „Pflege kommunal gestalten – Neues Miteinander im Quartier” in Maikammer (Rheinland- Pfalz) brachten wir uns in den politischen Diskurs ein. Damit ältere Menschen in Würde, Autonomie und Teilhabe leben können, brauchen wir ausreichend Fachkräfte. Um das nötige Personal zu gewinnen und zu binden, befassten wir uns mit Diversity-Management (siehe auch S. 52), konzipierten neue Fortbildungen und starteten Aktivitäten zur Gewinnung von ausländischen Fachkräften und Auszubildenden, auch in Kooperation mit dem Liebenau Berufsbildungswerk. Mit hohem personellen und finanziellen Aufwand prüften wir die vorgegebenen Kriterien in der Landesheimbauverordnung in Baden-Württemberg sowie der Verordnung zur Ausführung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes in Bayern für unsere Häuser der Pflege. Umfangreiche Baumaßnahmen stehen in den meisten Einrichtungen an. 58 Unternehmen im Kurzporträt/Tochtergesellschaften der Stiftung Liebenau

Liebenau Teilhabe gemeinnützige GmbH Liebenau Dienste für Menschen gemeinnützige GmbH Gesellschaften der Stiftung Liebenau Jörg Munk Geschäftsführer Standortkommunen 23 Stationäre Angebote Wohnhäuser Liebenau, Hegenberg und Rosenharz 16 Gemeindeintegrierte Wohnhäuser, -gemeinschaften 24 Teilstationäre Angebote Betriebsstätten der WfbM 7 Förderstätten 6 Schulen (inkl. Außenklassen) 8 Ambulante Angebote Beratungs- und Unterstützungsdienste 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Mitarbeiter/-innen (Kopfzahlen) 1 507 Ehrenamtliche 500 Das Jahr 2017 war geprägt durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG), das Anfang des Jahres in Kraft getreten ist – ein Gesetz von hoher fachlicher Modernität, das alle Akteure zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe-Leistungen auffordert. Angesichts dieser Herausforderungen haben wir uns mit anderen Eingliederungshilfe-Trägern und Spitzenverbandsvertretern der Caritas, der Diakonie und der Parität eng verbunden, um Umsetzungsfragen konstruktiv zu bearbeiten, Lösungsvorschläge und Positionierungen für die Politik und die Mitakteure zu formulieren – mit dem Ziel, faktische Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen zu erreichen. Die Regionalisierung unserer Angebote ist weiter vorangeschritten. In Uhldingen-Mühlhofen haben wir ein gemeindeintegriertes Wohnhaus und eine Bildungs-, Begegnungsund Tagesförderstätte in Betrieb genommen. Eingezogen sind jungen Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen aus der Region und Bewohner aus unseren Stammorten Hegenberg und Liebenau. In der Gemeinde Oberteuringen entstand in enger Beteiligung der Bürgerschaft ein Konzept für ein inklusives Quartier mitten im Ort. Das Projekt wurde sozialwissenschaftlich begleitet und ist Teil im bundesweiten Projekt „Kirche findet Stadt” im landesweiten Programm „Impulse Inklusion”. Gut etabliert hat sich das intensivpädagogisch betreute Wohnen für 15 Menschen mit einer seelischen Behinderung mitten in der Altstadt von Tuttlingen. Jungen geflüchteten Menschen eine erste Heimat zu geben, war Anliegen für die Teams im Kinder- und Jugendbereich Hegenberg und der Ambulanten Dienste. Hier sind in guter Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Bodenseekreises und mit der Gemeinde Meckenbeuren differenzierte und durchlässige pädagogische Angebote entstanden. Im stationär und ambulant betreuten Jugendwohnen wurden bis zu 20 junge Menschen begleitet. 12 Gastfamilien im Bodenseekreis waren bereit, den Geflüchteten eine erste Heimat und individuelle Begleitung zu geben. Das Arbeitsintegrationsprojekt (AIP) Wangen-Geiselharz hat erneut gezeigt, wie die Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderung gelingen kann. Mitarbeiter der Firma Colorus kommissionieren zusammen mit den Werkstattbeschäftigten die über Nacht eingegangenen Aufträge für den Versand. In Liebenau hat sich ein arbeitsmarktnahes Angebot des Berufsbildungsbereiches (BBB) etabliert. Unter professioneller Anleitung bereiten junge Kursteilnehmer den Mittagstisch für das Glashauscafé des Liebenauer Landlebens zu. Die wirtschaftliche Situation war im Kontext der zahlreichen Veränderungen angespannt. Neben den bekannten tariflichen und inflationsbedingten Kostensteigerungen mussten die strukturell und ordnungsrechtlich erforderlichen Entwicklungen in langwierigen Vergütungsverhandlungen erörtert werden. Unternehmen im Kurzporträt/Tochtergesellschaften der Stiftung Liebenau 59

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