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Jahresbericht 2017 der Stiftung Liebenau

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Stiftung Liebenau Bericht des Vorstandes Führungskräften und Teams ein wesentlicher Beitrag zur internen und externen Entwicklung und Wahrnehmung der Stiftung Liebenau geleistet wird. Der neue Name soll dieser besonderen Bedeutung gerecht werden und gleichzeitig das Schloss als Bildungszentrum bekannter machen. Ressourcen Einnahmen und Ausgaben Mit dem wirtschaftlichen Ergebnis des Jahres 2017 sind wir insgesamt zufrieden. Die Erlöse in Höhe von 344,9 Mio. Euro, überwiegend aus Betreuungsleistungen, sind gegenüber dem Vorjahr um rund 6 Prozent gestiegen. Ursache dafür waren vor allem eine sehr gute Auslastung und adäquate, an die Personalkosten angeglichene Pflegesätze. Diese sind vor allem deshalb nötig, weil im Hinblick auf den derzeitigen Fachkräftemangel eine gute Bezahlung der Pflegekräfte immer bedeutsamer wird. Die Verwaltung bindet aufgrund neuer gesetzliche Regelungen, zum Beispiel im Datenschutz, zunehmend Ressourcen. Diese Entwicklung kann letztlich nur durch weiteres unternehmerisches Wachstum aufgefangen werden. Als besonders kostenintensiv schlägt die IT-Entwicklung zu Buche. Diese Kosten sind unvermeidbar, denn die Organisationsund Prozesslogik eines großen Verbundes erfordert eine gute technologische Übersetzung, die zwar nicht Personal ersetzen, aber Verwaltungsprozesse effektiver machen kann. Um auf zukünftige Kundenansprüche gut vorbereitet zu sein, entwickeln wir gemeinsam mit anderen Trägern digitale Plattformen für soziale Angebote. Gleichzeitig bedarf es besonderer Anstrengungen, auch benachteiligten Gruppen eine Teilhabe an der digitalen Kommunikation zu ermöglichen. Vermögen Die andauernde Niedrigzinspolitik lässt die Zinserträge stagnieren oder weiter sinken. Der Spielraum für zukunfts- Ein Haupt-Kostentreiber der kommenden Jahre ist die badenwürttembergische Landesheimbauverordnung. Sie zwingt alle Träger zu umfangreichen Sanierungen und Umbauten. Träger moderner Häuser und kleiner Einrichtungen werden dabei besonders belastet. Der Sanierungsaufwand wird weder in den Pflegesätzen berücksichtigt noch werden entsprechende Sonderprogramme aufgelegt. Wir müssen hier zum wiederholten Mal erleben, dass in Deutschland das Ordnungsrecht greift, bevor das Leistungsrecht angepasst wird. Probleme bereitet nach wie vor die Finanzierung der Sonderberufsschulen. Sie werden als freie Schulen nur auf der Basis regulärer Berufsschulen bezuschusst, erbringen für ihre vielfach beeinträchtigten Schülerinnen und Schüler jedoch deutlich komplexere Leistungen. Partner in der Kindernachsorge: Die Lipoid Stiftung fördert den Nachsorgedienst der Stiftung Liebenau drei Jahre lang mit jeweils 50.000 Euro. 18 Stiftung Liebenau

weisende und innovative Projekte wird damit immer schmaler. Wie bisher setzen wir in der Vermögensverwaltung auf eine breite Streuung der Anlagen. Mit einer Besonderheit: Traditionell verfügt die Stiftung Liebenau über Flächen für Land- und Forstwirtschaft. Hier sind auch weiterhin gezielte Investitionen in Grundbesitz sinnvoll. Diese in Deutschland zu erweitern, ist aus unterschiedlichen Gründen zurzeit nahezu ausgeschlossen. Daher haben wir nach sorgfältiger Prüfung und Beratung vermögensverwaltende Gesellschaften in Rumänien (Landwirtschaft) und den USA (Forstwirtschaft) gegründet. Fördermittel und Spenden Für verschiedene Bauvorhaben haben wir 2017 Fördermittel in Höhe von rund 5,5 Mio. Euro erhalten. Davon stammen rund 4,2 Mio Euro von öffentlichen Trägern, rund 687.000 Euro von Soziallotterien sowie rund 651.000 Euro von weiteren Zuschussgebern. Hinzu kamen weitere 2,9 Mio. Euro Projektkostenzuschüsse, die für verschiedene Projekte an die Stiftung Liebenau, deren gemeinnützige Tochtergesellschaften und an Beteiligungen flossen. Auch zahlreiche Privatpersonen, Service-Clubs, Stiftungen und Unternehmen haben die Arbeit der Stiftung Liebenau unterstützt. Insgesamt flossen rund 690.000 Euro aus Spenden in die Finanzierung verschiedenster sozialer Projekte. Hinzu kamen rund 49.000 Euro aus Erbschaften/Schenkungen sowie 13.750 Euro an zugewiesenen Geldauflagen. Allen Zuschussgebern, Spenderinnen und Spendern gilt unser ausdrücklicher Dank! (Die Zahlen berücksichtigen die jeweiligen Beteiligungsquoten.) Ökologie Zu unseren Zielen gehört auch der nachhaltige Umgang mit ökologischen Ressourcen. In den Liebenauer Neubauten kommen Wärmerückgewinnungsmethoden und moderne Heiz-Kühldecken zum Einsatz. In Verwaltungs-, Wohn- und Arbeitsgebäuden wird energiesparendes Verhalten gefördert. Mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge sowie einem Förderprogramm für Mitarbeiter-Fahrräder, dem so genannten JobRad, wollen wir zum Umdenken im Individualverkehr beitragen. Dank Wenn wir heute zufrieden auf ein gelungenes Jahr 2017 zurückblicken, verdanken wir das in erster Linie all den Menschen, die die Arbeit der Stiftung Liebenau tragen. Wir danken den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit ihren fachlichen und persönlichen Kompetenzen das menschliche Bild der Stiftung prägen. Dankbar sind wir dem Aufsichtsrat, der die Tätigkeit der Stiftung konstruktiv begleitet. Unerlässlich für das Gelingen ist die Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden und Kostenträgern, die auch in kritischen Diskussionen stets partnerschaftlich und fair ist, sowie die Aufmerksamkeit von Politik und Verwaltung für die Anliegen der Stiftung. Uns hilft die gute Zusammenarbeit mit anderen sozialen Unternehmen und Verbänden, mit denen wir Visionen und Ziele teilen. Unverzichtbar sind auch alle, die mit freiwilligem Engagement, mit Spenden und Zuschüssen unsere Vorhaben unterstützen. Besonders aber danken wir den Menschen, die unserer Arbeit ihr Vertrauen erweisen – als Kundinnen und Kunden, als Klientinnen und Klienten, im Krankenhaus und in der Schule, als Angehörige. In den Begegnungen mit ihnen wird lebendig, was die Stiftung Liebenau ausmacht: In unserer Mitte – Der Mensch. Der Vorstand Prälat Michael H. F. Brock Dr. Berthold Broll Dr. Markus Nachbaur Stiftung Liebenau 19

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