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Jahresbericht 2017 der Stiftung Liebenau

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Stiftung Liebenau Bericht des Vorstandes Entsprechend hoch war die Summe der Investitionen in Neubau- und Sanierungsvorhaben mit rund 58,8 Mio. Euro. Am Standort Liebenau wurde ein neues Verwaltungsgebäude mit Büro- und Technikräumen fertiggestellt. Bis zum Frühjahr 2018 zogen sich die Bauarbeiten für das neue Empfangsgebäude, mit großzügigem Raum für Besucher, für den Vorstandsbereich, Büros und Archive. Ende 2017 war die Stiftung Liebenau mit 324 sozialen Einrichtungen und Diensten in sechs europäischen Ländern – Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Slowakei und Bulgarien – in 99 Standortkommunen vertreten. Davon befanden sich 211 Einrichtungen und Dienste der Tochterunternehmen in 67 Kommunen. In Trägerschaft von Beteiligungsunternehmen und sonstigen Rechtsträgern waren 113 Einrichtungen und Dienste in 37 Kommunen. Richtfest für ein innovatives Projekt: Im kup. in Ravensburg entsteht ein Haus für innovative Unternehmen mit integriertem Förderbereich für Menschen mit Behinderungen. Inklusion Der Weg zur Inklusion erfordert neben neuen dezentralen Unterstützungsangeboten auch Beiträge für einen Bewusstseinswandel. Mit Fachveranstaltungen, zum Beispiel zum Thema Sexualität von Menschen mit Behinderung, und gemeindeorientierten Projekten, zum Beispiel der Ausbildung von Bürgermentoren zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements, möchten wir zum Wandel beitragen. In Liebenau bietet eine neuartige inklusive Konzertreihe auch Menschen mit Behinderungen Teilhabe an Kultur. Innovation Neue fachliche Herausforderungen verlangen nach neuen, kreativen Wegen zur Entwicklung wirksamer und nachhaltiger Dienstleistungen. Dazu brauchen wir Menschen, die innovative Planungs- und Arbeitsmethoden kennengelernt haben, sowie innovationsfördernde Prozesse und Strukturen im Unternehmen. In einem stiftungsweiten Innovationsprozess beschäftigen sich Vorstand und Geschäftsführungen mit diesen Fragen. Mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich in externen Fortbildungen mit modernen Instrumenten zur Entwicklung neuer Ideen und Konzepte befasst. Auch setzen wir für innovative Vorhaben verstärkt auf Kooperationen, etwa zur Erprobung von Zukunftstechnologien. Auch die drängende Frage nach Wohnraum für unsere Klientinnen und Klienten verlangt innovative Lösungen. Kommunale und städtische Wohnbaugesellschaften oder Wohnbaugenossenschaften sind dafür ideale Partner, mit denen wir zukunftsweisende Modelle entwickeln können. Führung Wachstum und Differenzierung im Stiftungsverbund erfordern ein verändertes Kooperations- und Führungsverhalten. Viele Akteure sind in Entscheidungen einzubeziehen, Unternehmensstrategien müssen verständlich kommuniziert werden, Abwägungsprozesse erfordern Zeit. In allen Bereichen sind zurzeit gravierende Veränderungen umzusetzen – aufgrund fachlicher Paradigmenwechsel, räumlicher Neustrukturierungen, leistungsrechtlicher Veränderungen 16 Stiftung Liebenau

längerem enge fachliche Kontakte bestehen, bietet seit über 30 Jahren eine rehabilitative Versorgung für Menschen mit neurologischen Erkrankungen, zum Beispiel Schlaganfalloder Parkinson-Patienten. Für die Stiftung Liebenau öffnet sich mit dieser Partnerschaft ein neues Tätigkeitsfeld. Kennenlernen und Austausch: Neue Führungskräfte aus allen Bereichen der Stiftung Liebenau treffen sich einmal jährlich mit dem Vorstand. oder neuer Technologien. Entsprechend wichtig ist es, Mitarbeitende an diesen Prozessen zu beteiligen, Unternehmensstrategien verständlich und sichtbar zu machen, junge Menschen für die Übernahme von Verantwortung zu begeistern. Bereichsübergreifende Kooperationen sind zunehmend gefragt: In den Quartiersprojekten arbeiten die Verantwortlichen aus Pflege und Teilhabe zusammen, erste Projekte zur Personalgewinnung entstehen in Zusammenarbeit von Pflege und Bildung. Diese Prozesse in guten Bahnen zu lenken, ist vorrangige Aufgabe aller Führungskräfte. Strukturen 20 Tochtergesellschaften, 12 Beteiligungsunternehmen und 6 weitere zugeordnete Rechtsträger gehörten im Jahr 2017 zur Stiftung Liebenau. Außerdem ist die Stiftung an fünf Bürgerstiftungen beteiligt. Kurz vor Jahresende wurde eine neue Unternehmenspartner- schaft für Vorarlberg besiegelt. Die Stiftung Liebenau beteiligt sich zu 50 Prozent an der SMO Reha GmbH und an der SMO Gesundheitsmanagement GmbH. Die SMO, zu der seit Zurückgezogen haben wir uns aus der Trägerschaft für das Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach. Alleiniger Träger der St. Nikolaus – Süddeutsches Kinderhospiz gemeinnützige GmbH wird die Süddeutsche Kinderhospiz-Stiftung. Hier sahen wir die Aufgabe der Stiftung Liebenau als „Starthelfer” nach mehr als zehn Betriebsjahren erfüllt. Das Kinderhospiz ist stark nachgefragt und hat einen exzellenten Ruf in der Fachwelt und bei den betroffenen Familien. Zum Ende des Berichtsjahres gab es eine Veränderung in der Geschäftsführung der Liebenau Objektservice GmbH, kurz LOS. Frank Moscherosch ist seit Januar 2018 alleiniger Geschäftsführer, Stefanie Locher konzentriert sich gemeinsam mit Dr. Alexander Lahl auf die Geschäftsführung der Unternehmen im Aufgabenfeld Stiftung Liebenau Pflege und Lebensräume. Marke Zum Jahresbeginn 2017 führten alle gemeinnützigen Tochtergesellschaften den einheitlichen Markenauftritt der Stiftung Liebenau ein – ein aufwändiger Umstellungsprozess, der von den Beteiligten mit hoher Flexibilität und Kooperationsbereitschaft gemeistert wurde. Der Zuschnitt der Aufgabenfelder wurde mit der Zusammenlegung der beiden Felder Pflege und Lebensräume nochmals verändert. Seit Januar 2018 haben auch die Dienstleistungs- und Servicegesellschaften den neuen Markenauftritt umgesetzt. Im Zuge des Markenprozesses wurde die Abteilung fortbilden & entwickeln unter dem Namen „Akademie Schloss Liebenau” neu aufgestellt. Die Markenanalyse hatte verdeutlicht, dass hier mit fachlicher Fort- und Weiterbildung, Beratung und Coaching von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Stiftung Liebenau 17

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