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Jahresbericht 2015 der Stiftung Liebenau

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Der Jahresbericht 2015 der Stiftung Liebenau informiert über die Aufgabenfelder, die Organisation und Unternehmenskennzahlen.

Investieren im

Investieren im Spannungsfeld 33,5 Mio. Euro wurden im Verbund der Stiftung Liebenau im Jahr 2015 in den Bau und die Sanierung neuer Wohn-, Werkstatt- und Betriebsgebäude investiert. Allerdings werden auch hier die Rahmenbedingungen zunehmend enger. Momentan sehen wir das größte Spannungsfeld im Bereich der Finanzierung dezentraler, inklusiver Wohnund Pflegeheime. Solche kleineren, wohnortnahen Häuser entsprechen dem Wunsch der Menschen, in ihrer angestammten Wohnumgebung zu bleiben. Ihre Erstellung verursacht jedoch höhere Kosten, sowohl im Bau als auch im Unterhalt. Synergie-Effekte großer Standorte fehlen. Auch schlagen die hohen Grundstückskosten in Zentrumslagen zu Buche. Diese gestiegenen Kosten werden durch öffentliche Zuschüsse nur teilweise gedeckt und bilden sich auch in den verhandelten Kostensätzen nicht vollständig ab. Mit Sorge beobachten wir, dass die Kostenrichtwerte oft weit hinter den Ist-Kosten zurückbleiben. Immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen mit den Kostenträgern über die Angemessenheit von Baukosten, über Nutzungsdauer, nötige Instandhaltungsaufwendungen, Finanzierungskosten und ähnliches. Hinzu kommen die privaten Spender, Service-Clubs und Unternehmen, die teils schon seit vielen Jahren die Stiftung Liebenau unterstützen. Insgesamt flossen 2015 rund 550.000 Euro Spendenmittel in die Finanzierung sozialer Projekte. Die Stiftung Liebenau selbst erhielt rund 273.000 Euro, die zum großen Teil zur Finanzierung von Projekten des Liebenauer Netzwerks Familie verwendet wurden. Hier erreichen die Spenden eine hohe Wirksamkeit, denn sie ermöglichen flexible, niederschwellige Angebote, in denen mit viel ehrenamtlichem Einsatz Belastungssituationen aufgefangen und Krisen verhindert werden. Mit rund 264.000 Euro unterstützten Spender direkt die Tochtergesellschaften der Stiftung Liebenau. Den größten Anteil erhielt das stationäre Hospiz im Franziskuszentrum Friedrichshafen. Zudem wurden Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen ausgebaut, sei es in dem Angebot sozialer Tage für Auszubildende oder kreativ-künstlerischer Begegnungen in der Kreativwerkstatt Rosenharz. Dort war beispielsweise die HypoVereinsbank bereits mehrmals zu Gast und stellt die Werke Rosenharzer Künstler in ihren Filialen aus. Allen Zuschussgebern und Spendern sind wir in herzlicher Dankbarkeit verbunden. Ungeklärte Finanzierung der Stammorte Eine weitere Herausforderung bleibt die so genannte Konversion unserer Stammorte in Baden-Württemberg. Im Zuge der Dezentralisierung sinken hier die Platzzahlen und damit auch die Mittel, die über den Investitionskostensatz fließen. Die Gebäude werden jedoch noch genutzt, denn der Umwandlungsprozess kann nicht von heute auf morgen geschehen. Zudem sorgen die Vorgaben der Landesheimbauverordnung aktuell für Sanierungsbedarf. Ungeklärt ist ebenso, wie mit der Infrastruktur – Straßen, Kanälen, Beleuchtung, Heizsystemen – solcher Standorte künftig umzugehen ist. Auch hier stehen wir, gemeinsam mit anderen Trägern und Verbänden, bereits seit einigen Jahren in Verhandlungen. Bei Kommunen, Landkreisen und Regierungspräsidium stoßen wir auf großes Verständnis und hohe Kooperationsbereitschaft. Auf dieser regionalen Ebene ist die Finanzierung der geforderten Konversion jedoch nicht zu leisten. Eine Lösung für diesen Umwandlungsprozess kann nur auf Landesebene entwickelt werden. Personalien Ehrenzeichen der Stiftung Liebenau Mit dem Ehrenzeichen der Stiftung Liebenau wurden 2015 zwei Menschen gewürdigt, die sich in besonderem Maße für die Anliegen der Stiftung und der von ihr betreuten Menschen verdient gemacht haben: Alois Gohm, ehemaliger Bürgermeister von Bermatingen, hat 13 Jahre im Auftrag des Stiftungsvorstands vor allem im Bereich Gemeinwesenarbeit und Bürgerstiftungen gewirkt. Sr. Canisia Maurer, Generalsekretärin der St. Josefskongregation Ursberg, wurde für ihren langjährigen Einsatz für die Anliegen von Menschen mit Behinderung und ihr Engagement im Christlichen Sozialwerk (CSW) in Dresden geehrt. Förderer helfen Unverzichtbar für die bauliche Umsetzung unserer fachlichen Ziele sind die Fördermittel, die wir 2015 vom Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg, von Aktion Mensch, von der Deutschen Klassenlotterie, der Glücksspirale und von der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz erhalten haben. Zuschüsse in Höhe von rund 2,5 Mio. Euro flossen an die Stiftung Liebenau, der größte Teil in die Hilfen für Menschen mit Behinderung. Neue Führungskräfte In der Leitung der St. Lukas-Klinik hat es 2015 einen Generationenwechsel gegeben. Die beiden langjährigen Geschäftsführer Dr. Edgar Kessler und Wolfgang Oppolzer wurden in den Ruhestand verabschiedet. Ihre Nachfolger sind Irmgard Möhrle-Schmäh, langjährige Verwaltungsleiterin, und Sebastian Schlaich, bisher Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Kreativität Die Kreativwerkstatt der Liebenauer Arbeitswelten lädt Firmen zum gemeinsamen Malen ein. Netzwerker geehrt Alois Gohm wird mit dem Ehrenzeichen der Stiftung Liebenau ausgezeichnet. Brückenbauerin geehrt Sr. Canisia Maurer erhält Ehrenzeichen der Stiftung Liebenau. 20 vorstand stiftung Liebenau vorstand stiftung Liebenau 21

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