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Jahresbericht 2015 der Stiftung Liebenau

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Der Jahresbericht 2015 der Stiftung Liebenau informiert über die Aufgabenfelder, die Organisation und Unternehmenskennzahlen.

Religionsunterricht,

Religionsunterricht, Gottesdienst. An fast allen unserer Standorte finden wöchentliche Gottesdienste statt, Kapellen und Andachtsräume gehören zur baulichen Ausstattung aller neu erbauten Wohn- und Pflegeeinrichtungen. Jede festliche Veranstaltung wird mit einem Gottesdienst eröffnet, hinzu kommen Gedenkfeiern und Kirchenkonzerte. Förderung durch die Diözese Diese bedeutende Aufgabe ist im vergangenen Jahr von der Diözese Rottenburg-Stuttgart anerkannt und in ein diözesanes Förderprogramm aufgenommen worden. Zusammen mit anderen Trägern hatte sich die Stiftung Liebenau schon seit längerem für eine solche Förderung aus Kirchensteuermitteln stark gemacht, ausgehend von der Auffassung, dass soziale Einrichtungen im Bereich der Kirche ebenso Träger von Seelsorge sind wie beispielsweise Kirchengemeinden. Wie andere soziale Einrichtungen im Bereich der Diözese wird die Stiftung für das Jahr 2015 nach einem festen Verteilungsschlüssel gefördert. Bezuschusst werden seelsorgliche Angebote in umfassendem Sinne, deren Gestaltung nach wie vor in unserer Verantwortung liegt. Obdach für geflüchtete Menschen Aus christlicher Verantwortung heraus haben wir uns im Herbst 2015 entschieden, in Liebenau Menschen aufzunehmen, die vor Krieg und Verfolgung geflüchtet sind. Für 13 Familien aus Syrien und dem Irak hat der Bodenseekreis eine Flüchtlingsunterkunft im Gallussaal und in der Kirche St. Maria eingerichtet. Zwei erfahrene Mitarbeiter wurden mit der Flüchtlingssozialarbeit beauftragt, eine weitere Mitarbeiterin hat den Aufbau und die Koordination eines Ehrenamtnetzwerks übernommen. Die Gottesdienste der Stiftung finden in der Schlosskapelle statt. Auch in anderen Bereichen der Stiftung gibt es Hilfsangebote für geflüchtete Menschen. In Hegenberg und im Berufsbildungswerk Adolf Aich wohnen unbegleitete Minderjährige. Das Berufsbildungswerk hat außerdem vielfältige Bildungsmaßnahmen eingerichtet. In Rosenharz werden ebenfalls Räume für Flüchtlingsfamilien angeboten. Arbeitsmöglichkeiten für geflüchtete Menschen bieten die Liebenau Service und die Liebenauer Altenhilfe. Die Hilfe für Menschen in Not ist Daseinszweck der Stiftung Liebenau seit ihrer Gründung. Sie unterscheidet nicht nach Nationalität und Religion. Dass wir unsere fachlichen und räumlichen Möglichkeiten nutzen, um in dieser Notsituation Hilfe zu leisten, ist für uns eine Selbstverständlichkeit – eine Überzeugung, die auch die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen teilen, die sich für die Flüchtlinge engagieren. Wirtschaftlich handeln Jahresergebnis abhängig von Leistungsentgelten Die fachliche Weiterentwicklung, die regionale Ausweitung und die Veränderung leistungsrechtlicher und politischer Rahmenbedingungen der Stiftungstätigkeit finden sich auch im Jahresergebnis wieder. Die Erlöse der Stiftung Liebenau und ihrer Tochter- und Beteiligungsunternehmen (konsolidiert) betrugen 310.363 TEUR, rund vier Prozent mehr als 2014. Diese Steigerung entspricht in etwa der Steigerung von Leistungsentgelten sowie der Ausweitung von Angeboten. In Deutschland wurden rund 85,4 Prozent der Erlöse erzielt, 13,3 Prozent entfallen auf Österreich, 1,1 Prozent auf die Schweiz, 0,2 Prozent auf sonstige Länder. Die Erlöse stammen zu etwa 77 Prozent aus Betreuungsleistungen. Rund 10 Prozent sind Nebenleistungen, vor allem Dienstleistungen und Produkte im Rahmen der Ausbildung und Beschäftigung in Werkstätten und Betrieben. Weitere 4 Prozent stammen aus laufenden öffentlichen Zuweisungen und Zuschüssen für laufende Ausgaben. Hinzu kommen sonstige betriebliche Erträge, Erstattungen von Versicherungen, Mieten und Spenden. Die Aufwendungen teilen sich auf in Personalaufwendungen (rund 70 Prozent), Betriebsausgaben, Materialien, laufende Instandhaltungskosten und ähnliches. Qualität muss bezahlt werden In Deutschland spielen für das Jahresergebnis drei Faktoren eine besondere Rolle: Belegungszahlen, Pflegesätze, Investitionen. Die hohe Nachfrage nach unseren Leistungen und die durchgängig sehr gute Belegung unserer Einrichtungen führt dazu, dass wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen ein noch zufriedenstellendes Ergebnis erzielt haben. Wir sehen darin eine Bestätigung für unser Bemühen um eine hohe fachliche Qualität, gewährleistet durch gut ausgebildete, tarifgerecht entlohnte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und moderne, gut ausgestattete Einrichtungen und Dienste. Diese Qualität hat natürlich ihren Preis. Um eine Berücksichtigung der tariflichen Lohnstrukturen in den Pflegesätzen haben wir viele Jahre, auch gemeinsam mit anderen Trägern, verhandelt und gestritten. Über gerichtliche Entscheidungen wurde 2015 endlich eine Refinanzierung erreicht. Nach wie vor ungeklärt ist allerdings die Refinanzierung behördlicher Vorgaben, zum Beispiel zum Brandschutz, zum Bau oder zur Dokumentation in der Pflege. Vesperkirche Menschen mit Behinderung aus der Stiftung Liebenau engagieren sich bei der Vesperkirche in Ravensburg für einen guten Zweck. Begegnung bei Bewegung Spendenwanderung mit Schauspielerin und Stiftungsbotschafterin Ursula Cantieni. Unterkunft für Flüchtlinge Die Stiftung Liebenau nimmt Flüchtlinge auf und bietet ihnen Unterstützung und Hilfe. 18 vorstand stiftung Liebenau vorstand stiftung Liebenau 19

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