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Jahresbericht 2015 der Stiftung Liebenau

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Der Jahresbericht 2015 der Stiftung Liebenau informiert über die Aufgabenfelder, die Organisation und Unternehmenskennzahlen.

Neue Personalmodelle

Neue Personalmodelle für die Altenhilfe Vor Verabschiedung der LPersVO, die im Februar 2016 in Kraft getreten ist, hatte sich die Stiftung Liebenau in politischen Gesprächen und schriftlich wiederholt zu Wort gemeldet, um zu verhindern, dass mit den neuen Personalvorgaben zu den schon jetzt hohen Belastungen durch administrative Auflagen noch fachliche Verschlechterungen hinzukommen. Erfreulicherweise hat sich die Landesregierung hier der Sichtweise der Stiftung Liebenau angenähert und die Flexibilität in punkto Personaleinsatz nicht so stark eingeschränkt wie befürchtet. Zu starre Vorgaben würden das Führen kleiner Heime, wie sie im ländlichen Raum sinnvoll und nötig sind, erschweren. Gerade auf diesem Feld – dem Betrieb kleiner Pflegeeinrichtungen im ländlichen Bereich – hat die Altenhilfe der Stiftung Liebenau einen Schwerpunkt gesetzt (siehe auch S. 36). Ihr Konzept der Wohn- und Pflegegemeinschaft entspricht den besonderen fachlichen und wirtschaftlichen Anforderungen kleinräumiger Strukturen. In diesen Einrichtungen sind die Bereiche Hauswirtschaft, Pflege und Betreuung eng miteinander verknüpft, die Mitarbeiter arbeiten bereichsübergreifend, orientiert am gemeinsamen Ziel, dass sich die Bewohner wohl fühlen. Fachlich getrennt bleiben nur definierte Tätigkeiten, Reinigung und Hygiene einerseits, Medikamentenversorgung und Behandlungspflege andererseits. Teilhabe muss alle Bedürfnisse berücksichtigen Das Bundesteilhabegesetz wirft seine Schatten voraus. Wir beteiligen uns bereits jetzt aktiv an der politischen Diskussion mit dem Ziel, dass tatsächlich eine qualitative Weiterentwicklung zum Teilhaberecht ermöglicht wird und dabei auch die Bedürfnisse der Menschen mit komplexem Hilfebedarf angemessen berücksichtigt werden. Für diesen Personenkreis ist eine qualitativ hochwertige Betreuung nur gewährleistet, wenn Fachlichkeit und Leistungsrecht räumlich zusammengebracht werden, damit Fachzentren zur umfassenden, interdisziplinären Begleitung eingerichtet und finanziert werden können. Dialog mit der Politik Um einen Transfer von Praxiserfahrungen in die Politik zu befördern, laden wir regelmäßig politische Entscheidungsträger in die Stiftung Liebenau ein. Erfreut darüber, dass dieses Angebot auf großes Interesse stößt, konnten wir im Jahr 2015 zahlreiche Gäste an unseren Standorten begrüßen. In Liebenau informierten sich der damalige baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Alexander Bonde zusammen mit Katrin Göring-Eckardt, Vorsitzende der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, und Manfred Lucha, damals Landtagsabgeordneter, heute Minister für Soziales und Integration in Baden- Württemberg, über die Arbeit der Stiftung Liebenau. Zum Austausch über aktuelle politische Fragen waren der CDU-Landtagsabgeordnete August Schuler und der CDU-Bundestagsabgeordnete Waldemar Westermayer zu Gast. Um gesetzliche Neuregelungen in der Alten- und Behindertenhilfe ging es in Gesprächen mit dem FDP-Landtagsabgeordneten Jochen Haußmann und dem Ravensburger FDP-Kreisvorsitzenden Benjamin Strasser. Das beabsichtigte Bundesteilhabegesetz für Menschen mit Behinderungen stand im Zentrum des Besuchs von Ministerialdirigent Dr. Rolf Schmachtenberg aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Gerster informierte sich über die Tierhaltung in der Stiftung Liebenau. Und auch der Gemeinderat Meckenbeuren traf sich zu einem Vor-Ort-Besuch in Liebenau. Im Franziskuszentrum Friedrichshafen machte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Lothar Riebsamen ein Bild von der stationären Hospizarbeit. Ebenfalls im Franziskuszentrum tauschte sich die baden-württembergische Staatsrätin Gisela Erler mit Stiftungsvertretern und engagierten Bürgern über das Ehrenamt aus. Der badenwürttembergische Landtagspräsident Wilfried Klenk besuchte gemeinsam mit dem bisherigen CDU-Landtagsabgeordneten Paul Locherer und seinem Nachfolger Raimund Haser das Haus St. Katharina in Leutkirch. Über die Arbeit des Berufsbildungswerks Adolf Aich (BBW) informierte sich der baden-württembergische FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Timm Kern. Gesetzesvorhaben in Europa Politisches Engagement ist für die international tätige Stiftung Liebenau nicht auf Deutschland beschränkt. Mit großem Interesse haben wir die Veränderungen im österreichischen Stiftungsrecht verfolgt. Die Gründung einer gemeinnützigen Stiftung und die Absetzbarkeit von Spenden an Stiftungen wurde gesetzlich vereinfacht, damit wurde für die Zivilgesellschaft eine neue, hinsichtlich Nachhaltigkeit und Wirksamkeit höchst attraktive Organisationsform neben dem Vereinsrecht geschaffen. Auf europäischer Ebene haben wir vor allem die Frage der Gemeinnützigkeit im Blick und stehen dazu in regem Austausch mit anderen Stiftungen. Im Bereich des EU-Beihilferechts sind staatliche Beihilfen grundsätzlich verboten, da diese den freien Wettbewerb beeinträchtigen. Sollte das im gemeinnützigen Bereich wirksam werden, besteht die Gefahr, dass bestimmte Leistungen nicht mehr wie heute erbracht werden können. Das betrifft vor allem Dienstleistungen, die mit Hilfe von Einnahmen aus Zweckbetrieben finanziert werden. Sie können nur funktionieren, wenn diese Einnahmen nicht steuerpflichtig werden. Konzept der Zukunft Auch für die Wohn- und Pflegegemeinschaften braucht die Liebenauer Altenhilfe gutes Personal. In Bewegung Die Stiftung Liebenau lädt ein zum Einführungstag für neue Führungskräfte. Mitarbeiterfest 2015 Das illuminierte Liebenauer Schloss bildet die Kulisse für ein stimmungsvolles Fest. 14 vorstand stiftung Liebenau vorstand stiftung Liebenau 15

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