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Jahresbericht 2015 der Stiftung Liebenau

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Der Jahresbericht 2015 der Stiftung Liebenau informiert über die Aufgabenfelder, die Organisation und Unternehmenskennzahlen.

Bildung: Brücken zum

Bildung: Brücken zum Regelschulsystem Um Teilhabe und Inklusion geht es auch im Aufgabenfeld Bildung. Im vergangenen Jahr wurde das Tätigkeitsspektrum erneut erweitert. So hat das Berufsbildungswerk Adolf Aich zusätzlich zu den bisherigen Zielgruppen auch für die Gruppe der unbegleiteten minderjährigen Ausländer neue Bildungswege erschlossen. Zudem wurden die Verbindungen zum Regelschulsystem ausgebaut: Im Juni 2015 wurde die Trägergesellschaft für das Katholische Freie Sozialwissenschaftliche Gymnasium St. Martin gegründet. Gesellschafter sind neben der Stiftung Liebenau die Bodensee-Schule St. Martin und die Sießener Schulen mit ihrer Realschule St. Elisabeth. Bereits zum Schuljahr 2014/2015 waren die ersten Schüler aufgenommen worden, die an diesem beruflichen Gymnasium in drei Schuljahren das Abitur erwerben können. Die Stiftung Liebenau möchte mit diesem Engagement Ausgangsbedingungen schaffen, um ausgehend vom christlichen Menschenbild beispielhaft Modelle inklusiven Lernens zu entwickeln, zu erproben und zu leben. Kooperationen im Quartier Für unsere Arbeit gewinnt die Kooperation mit anderen Akteuren im Quartier zunehmend an Bedeutung. Das betrifft die Weiterentwicklung unserer Hilfen für ältere Menschen ebenso wie die für Menschen mit Behinderung – eine Herausforderung nicht nur für die fachliche, sondern auch für die strukturelle Entwicklung innerhalb der Stiftung Liebenau. Zu beobachten ist das beispielsweise in der württembergischen Gemeinde Oberteuringen. Hier wurden 2015 wesentliche Entscheidungen getroffen für die Gestaltung eines „Lebensraum-Campus“, in dem verschiedenste soziale Einrichtungen in unterschiedlichen Trägerschaften ein neuartiges Zusammenleben ermöglichen sollen. Elemente sind die „Lebensräume für Jung und Alt“, ein Kinderhaus, ein Familientreff, ein Bildungs-, Begegnungsund Förderzentrum für Menschen mit Behinderung, ein Haus der Pflege für ältere Menschen und ein Wohnhaus für Menschen mit Behinderung. Hinzu kommen Räume für Begegnung, eine Mediathek und ein Café. Das Projekt „Inklusives Oberteuringen“ findet regionale und überregionale Beachtung. Impulse für das Gemeinwesen Wesentliche Impulse für die Quartiersarbeit waren bereits vor 20 Jahren mit der Eröffnung der ersten generationenübergreifenden „Lebensräume für Jung und Alt“ gesetzt worden. Bei der Jubiläumsfeier im Juli 2015 wurde dann auch von vielen Seiten bestätigt, dass die in den Lebensräumen entwickelte „Beteiligungskultur“ wiederum Sozial- kapital bildet, also eigene Kräfte entwickelt, die wiederum dem Gemeinwesen zur Verfügung stehen. Ein weiteres Beispiel quartiersorientierter Innovationen ist die Wohnanlage Blumenegg in Bregenz. Hier wurde in Kooperation mit mehreren lokalen Akteuren ein neues Wohnangebot für ältere Menschen errichtet, das passgenaue, individuelle Unterstützung bietet. Soziale Zukunft Wohnquartier In solchen Partnerschaften mit Kommunen bringt die Stiftung Liebenau ihr fachliches Know-how und ihre langjährige Erfahrung sinnvoll ein, wenn es darum geht, neue soziale Konzepte für die Daseinsvorsorge zu entwickeln – Konzepte, die angesichts der demografischen Entwicklungen dringend benötigt werden. Mit der Rolle der wohnortund quartiersnahen Versorgung hilfebedürftiger Menschen in einer älter werdenden, inklusionsorientierten Gesellschaft beschäftigte sich ein Fachgespräch in Ulm, zu dem die Stiftung Liebenau gemeinsam mit weiteren Partnern in Baden-Württemberg eingeladen hatte. Nach innovativen Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels sucht auch das „Netzwerk: Soziales neu gestalten“ (SONG), in dem sich die Stiftung Liebenau bereits 2006 mit Akteuren aus der deutschen Sozialwirtschaft zusammengeschlossen hat. SONG hat mit seinen Ansätzen für Sozialraum- und Quartierskonzepte wegweisende Impulse gegeben. Konzepte für neue Wohnformen im Alter gehören ebenso dazu wie die Idee eines lokalen Hilfenetzes von Bürgern, professionellen Dienstleistern und technischen Assistenzangeboten im Wohnquartier. Mit der Gründung eines eingetragenen Vereins mit Sitz in Meckenbeuren wurde 2015 der Grundstein gelegt für die weitere Entwicklung des Netzwerks. Ortsentwicklung in Liebenau, Hegenberg und Rosenharz Auch unsere Stammorte Liebenau, Hegenberg und Rosenharz betrachten wir unter Quartiersaspekten. An allen drei Orten wurden in den vergangenen Jahren Entwicklungsprozesse eingeleitet, zum einen mit dem Ziel der Dezentralisierung, zum anderen, um fachliche Kompetenzzentren einzurichten, die die Angebote verschiedener Fachdisziplinen vernetzen. In der Ortschaft Rosenharz findet ein umfassender Umbau statt, erste Teilziele sind bereits erreicht. Zwei neue Wohnhäuser sind fertiggestellt. Im November 2015 wurde an Stelle des früheren Förderbereichs ein neues Bildungs-, Begegnungs- und Förderzentrum (BBF) eröffnet. Die Ortsentwicklung Hegenberg befindet sich derzeit noch in der Planungsphase. Das ehemalige Kinder- und Jugenddorf soll konzeptionell und baulich modernisiert und zu einem Heilpädagogischen Zentrum entwickelt werden. In Liebenau wurde 2015 die Gut belegt Die Ausbildung und Berufsvorbereitung im Berufsbildungswerk Adolf Aich erfreut sich einer hohen Nachfrage. Dialogisches Lernen Fester Bestandteil des Marchtaler Plans am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium ist das Lernen im Gespräch. Doppeljubiläum Gemeindepflegehaus und die „Lebensräume für Jung und Alt“ in Dußlingen feiern ihr 10-jähriges Bestehen. 10 vorstand stiftung Liebenau vorstand stiftung Liebenau 11

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