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Jahresbericht 2013 der Stiftung Liebenau

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Der Jahresbericht der Stiftung Liebenau, der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist und der Stiftung Helios – Leben im Alter. Die drei Stiftungen sind mit insgesamt 6 000 Mitarbeitern an 90 Standorten in Deutschland, Österreich, Italien, Bulgarien und der Schweiz tätig, hauptsächlich in den Aufgabenfeldern Altenhilfe, Hilfe für Menschen mit Behinderung, Gesundheit, Bildung und Hilfen für Kinder und Jugendliche.

fortbilden und

fortbilden und entwickeln (f&e) Die Abteilung fortbilden & entwickeln bietet Fort- und Weiterbildung für Führungskräfte, Mitarbeiter, bürgerschaftlich Engagierte und Menschen mit Behinderung. Willibald Hafner-Laux Abteilungsleiter Bildung für Selbstbestimmung und Teilhabe Die Leitidee von Selbstbestimmung und Teilhabe prägt seit Jahren die konzeptionelle Ausrichtung und die praktische professionelle Arbeit mit Menschen mit Handicap. Dabei geht es auch um das grundlegende Spannungsfeld zwischen einem respektvollen Umgang mit Autonomiebedürfnissen und dem Betreuungs- und Assistenzauftrag. Diesen Prozess begleitete f&e auch im Jahr 2013 mit vielfältigen Angeboten. thematisiert. Dazu zählten die Kurse zum Umgang mit dementen Menschen („Da wird man doch verrückt! Verbale Kommunikation mit Demenzkranken“, „Integrative Validation“, „Nonverbale Kommunikation mit Vielfältige Angebote Fortbildungen zu Themen wie „Unterstützende Kommunikation“, „Strukturierung und Visualisierung“ oder „Leichte Sprache“ luden dazu ein, das persönliche Kommunikationsverhalten mit Menschen mit Behinderung zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Dies ist eine wesentliche Grundlage, um mit diesen Menschen verhandeln zu können und herauszufinden, welche Bedürfnisse sie haben und was ihrem Willen entspricht. Gerade in der Pflege gilt es, personen- und situationsbezogen ein Gleichgewicht zwischen Selbstbestimmung und Fürsorge zu finden. Was dieser Balanceakt für das Verhalten und die Haltung der Pflegeprofis gegenüber alten Menschen bedeutet, wurde in vielen Fortbildungen fortbilden & entwickeln (f&e) 2012 2013 Leistungen Zahl der Fortbildungen 151 137 Zahl der Weiterbildungen 11 11 Teilnehmer/-innen an Fortbildungen 2 164 1 812 Teilnehmer/-innen an Weiterbildungen 306 278 Mitarbeiterzahlen Mitarbeiter/-innen (Kopfzahlen) 3 3 Dozenten/-innen 191 149 demenzkranken Menschen“) und zur Sozialen Betreuung („Die MAKS®-Therapie – eine multimodale nichtmedikamentöse Therapie bei Demenz“, “Bewusste Wahrnehmung – achtsame Berührung“, „Erinnerungspflege als Aktivierung im Pflegeheim“, „Mit Musik in Schwung kommen“). Ganz neu im Angebot von f&e war das aus den Niederlanden stammende Fachkonzept „SEO – Schema der sozioemotionalen Entwicklung“. Es wird in der St. Lukas- Klinik der Stiftung Liebenau erfolgreich eingesetzt und an die Erfordernisse der Klienten angepasst, um ein bedürfnisorientiertes Arbeiten im Arbeitsalltag zu verstärken. 50 BILDUNG

Institut für Soziale Berufe gemeinützige GmbH (IfSB) Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz Allensbach-Hegne (25 % Beteiligung), Kongregation der Franziskanerinnen von Sießen e. V. (25 % Beteiligung), St. Elisabeth-Stiftung Bad Waldsee (25 % Beteiligung), Stiftung Liebenau (25 % Beteiligung) Das Institut für Soziale Berufe (IfSB) mit seinen Unterrichtsstandorten Ravensburg, Wangen und Bad Wurzach bildet Fachkräfte in verschiedenen sozialpädagogischen und -pflegerischen Arbeitsfeldern aus. Ergänzt wird das Angebot durch Fachweiterbildungen und Zusatzqualifikationen. Kurt Brust Geschäftsführer Philip Kling Geschäftsführer Bildungsangebote Das Ausbildungs-, Fort- und Weiterbildungsangebot des IfSB wurde 2013 weiter ausgebaut, wodurch sich die Fachschülerzahlen im Schuljahr 2013/14 erhöhten. In der Fachschule für Sozialpädagogik wurden erstmals zwei Klassen in der neuen praxisintegrierten Ausbildungsform angeboten. Landesweit einmalig bietet das IfSB damit die Erzieher/-innen-Ausbildung in drei Formen an: Vollzeitausbildung mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die Europaklasse mit ihrem multikulturellen Angebot und die praxisintegrierte Ausbildung. Für Hauptschüler eröffnet insbesondere der neue Ausbildungsberuf Heilerziehungsassistent/-in die Möglichkeit, parallel zur Ausbildung die Mittlere Reife zu erlangen. Ein Kurs für Präsenzkräfte in der Pflege, ein zeitlich gestrecktes Angebot zur Altenpflegehilfe-Ausbildung, die Weiterqualifizierung von Heilerziehungspflegern zur Pflegefachkraft nach Institut für Soziale Berufe (IfsB) 2012 2013 Fachschule für Sozialpädagogik Fachrichtung Erzieherinnen 230 252 zzgl. Berufskolleg 75 75 Fachrichtung Jugend- und Heimerziehung 142 148 Fachrichtung Heilerziehungspflege 282 276 Fachschule für Altenpflege (inkl. HEP-AP-Kurs) 264 244 Fachschule für Organisation und Führung 69 75 Heilpädagogik 47 65 Anerkennungsjahr 126 151 Fortbildungen 517 666 Berufsfachschule BFQ 42 42 Mitarbeiterzahlen Mitarbeiter/-innen (Kopfzahlen) 87 86 Nebenamtliche Dozenten/-innen 100 100 SGB XI und zusätzliche Weiterbildungen (Leitung einer Kindertagesstätte, Komplementäre Pflege) runden das vielfältige Bildungsangebot ab. Kooperation mit Hochschulen Ausgeweitet wurde die Zusammenarbeit mit den Hochschulen. So wird der Studiengang Elementarpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Weingarten durch das IfSB mit unterschiedlichen Wahl- und Pflichtmodulen begleitet. Gute Kontakte gibt es auch zur Katholischen Hochschule in Freiburg. Durch diese Kooperationen bekommen IfSB-Schüler für ihre Ausbildung jeweils zwei Semester für ein Bachelorstudium angerechnet, was die Attraktivität der Fachschulausbildungen steigert. Neu ist die Zusammenarbeit mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften München (Fakultät 11). Sie ermöglicht unseren Auszubildenden die Anerkennung von drei Semestern im Studiengang „Bildung und Erziehung im Kindesalter“. Vernetzung und Qualität Das IfSB ist durch die enge Zusammenarbeit mit rund 900 Praxisstellen sehr gut vernetzt. Die gute Qualität der Ausbildung ist ein wichtiger Faktor für die zukünftige Entwicklung und Konkurrenzfähigkeit des Instituts. BILDUNG 51

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