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Jahresbericht 2013 der Stiftung Liebenau

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Der Jahresbericht der Stiftung Liebenau, der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist und der Stiftung Helios – Leben im Alter. Die drei Stiftungen sind mit insgesamt 6 000 Mitarbeitern an 90 Standorten in Deutschland, Österreich, Italien, Bulgarien und der Schweiz tätig, hauptsächlich in den Aufgabenfeldern Altenhilfe, Hilfe für Menschen mit Behinderung, Gesundheit, Bildung und Hilfen für Kinder und Jugendliche.

St. Lukas-Klinik

St. Lukas-Klinik gemeinnützige GmbH Liebenau Kliniken gemeinnützige GmbH Dr. Edgar Kessler Geschäftsführer Die St. Lukas-Klinik im Verbund mit den Liebenau Kliniken ist eine Fachklinik und ein sozialtherapeutisches Zentrum für Menschen mit Behinderungen, die körperlich oder psychisch erkrankt sind. Unsere Klinik verfügt über Abteilungen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, für Erwachsenenpsychiatrie und Innere Medizin. Eng verbunden mit dem klinischen Bereich sind die sozialtherapeutischen Wohngruppen unseres Heimbereiches. Unsere Ambulanzen bieten allgemeinmedizinische, kinder- und jugendpsychiatrische, neurologische, erwachsenenpsychiatrische und gerontopsychiatrische Behandlungen. Sämtliche Angebote haben einen regionalen Bezug, wegen unseres Charakters als Spezialklinik und Kompetenzzentrum sind wir auch überregional tätig. Wolfgang Oppolzer Geschäftsführer Unvermindert hohe Nachfrage Wie in den Vorjahren hat die St. Lukas-Klinik auch im Berichtsjahr eine gute Entwicklung genommen: Insbesondere in den beiden psychiatrischen Abteilungen war die Nachfrage nach Behandlungsplätzen unvermindert hoch, sodass es zu Voll- und Überbelegungen über das ganze Jahr hinweg kam. Auch die Nachfrage nach Aufenthalten in unserer Internistischen Station hat wieder zugenommen. Viele anfragende Patienten konnten nicht zeitnah oder gar nicht aufgenommen und behandelt werden. Die hohe Nachfrage hat damit auch eine Kehrseite: Das Notfallmanagement ist sehr aufwändig und die Behandlungskapazität der Klinik müsste eigentlich viel größer sein. St. Lukas-Klinik Liebenau Kliniken 2012 2013 Betreute Menschen stationär im Krankenhaus Innere Medizin 476 535 Kinder- und Jugendpsychiatrie 198 194 Erwachsenenpsychiatrie 139 162 im sozialtherapeutischen Heim 206 207 ambulant behandelt (Behandlungsfälle) Allgemeinmedizinische Ambulanz 3 659 3 677 Kinder- und Jugendpsychiatrische Ambulanz 453 416 Erwachsenenpsychiatrische Ambulanz 1 347 1 447 Physiotherapie 2 100 2 100 Einrichtungen/Platzzahlen Krankenhausbetten Innere Medizin 20 20 Kinder- und Jugendpsychiatrie 22 22 Erwachsenenpsychiatrie 20 20 Mitarbeiterzahlen Mitarbeiter/-innen (Kopfzahlen) 446 450 Augenmerk auf chronisch Erkrankte Gleiches gilt für das Sozialtherapeutische Heim. Hier ist der Aufnahmedruck groß und die Kapazität zu gering. Bemühungen, die klinischen wie auch die sozialtherapeutischen Angebote zu erweitern, haben auch das Berichtsjahr bestimmt, waren aber noch nicht erfolgreich. Wir nehmen wahr, dass die aktuelle politische Ausrichtung hin zu mehr Teilhabe und Inklusion gerade von Menschen mit Behinderungen neben allen ihren positiven Effekten auch dazu führt, dass besonders schwer betroffene Menschen mit chronischen psychischen Störungen aus dem Blick geraten. Gleichzeitig steigt der Anteil der Menschen, die mit 44 G ESU NDHEIT

Gesellschaft für Entwicklungspsychiatrie und Integration gemeinnützige GmbH Liebenau Kliniken gemeinnützige GmbH (50 % Beteiligung), Mariaberger Fachkliniken gemeinnützige GmbH (50 % Beteiligung) der für sie komplexer werdenden Welt und den gestiegenen Anforderungen nicht zurechtkommen und kurzoder längerfristig schutzgebende und fachliche Hilfe benötigen. Auf diese Zusammenhänge immer wieder hinzuweisen, verlangt einen langen Atem. Angebote werden differenziert Fachlich hat sich das Angebot in der St. Lukas-Klinik weiter differenziert. In der kinder- und jugendpsychiatrischen Abteilung nimmt die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit autistischen Störungen und Traumafolgestörungen einen großen Raum ein. Aus der Arbeit in der Eltern-Kind-Station heraus hat sich eine besondere Kompetenz in der Behandlung und Begleitung von Kindern und Familien mit frühen Störungen entwickelt. In der erwachsenenpsychiatrischen Abteilung wird der Einbezug des sozioemotionalen Entwicklungsstandes in die Diagnostik bei psychisch erkrankten und intelligenzgeminderten Erwachsenen immer differenzierter ausgeformt. In der Internistischen Station werden neben den primär körperlichen Behandlungen zunehmend psychologisch-psychiatrische Aspekte stärker gewichtet und in die Behandlungsplanung einbezogen. Das Angebot unseres sozialtherapeutischen Heimes differenziert sich sowohl hinsichtlich der Betreuungssettings (vom therapeutisch ausgerichteten Bauernhof mit Selbstversorgerambitionen bis zum Pflegeheim für schwerstbehinderte und Wachkomapatienten) wie auch fachtherapeutisch mit verschiedenen Ansätzen speziell für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Dr. Edgar Kessler Geschäftsführer Dr. Martin Menzel Geschäftsführer Die Gesellschaft für Entwicklungspsychiatrie und Integration ist mit ihrer Tagesklinik Bernsteinstraße in Stuttgart ein Kooperationsunternehmen der Mariaberg Fachkliniken und der Liebenau Kliniken. In der kinder- und jugendpsychiatrischen Tagesklinik im Stuttgarter Süden behandeln wir Kinder und Jugendliche mit Intelligenzminderungen und gleichzeitig bestehenden behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankungen. Die Tagesklinik hat 20 Behandlungsplätze. Sie ist in ihrer Aufgabenstellung und Konzeption die einzige ihrer Art in Deutschland. Die Klinik hat sich in die soziale Landschaft der Region Stuttgart integriert, und auch die zur Klinik gehörende Schule ist in vielfältiger Weise mit dem Schulsystem der Region Stuttgart verknüpft. Im Berichtsjahr wurde die Arbeit fortgeführt und vor allem die ambulante und aufsuchende Arbeit konzeptionell fortentwickelt. Ungewollt fungiert die Tagesklinik auch als Ausbildungsstätte: Junge pädagogische und therapeutische Fachleute sammeln bei uns Erfahrungen und wechseln dann in andere Einrichtungen in der Metropolregion Stuttgart. Die Klinik kann auch für junge Ärzte Weiterbildungsbausteine für die Facharztweiterbildung anbieten. Vermutlich auch dadurch ist in diesem Bereich – trotz allgemeinen Ärztemangels – die Personalsituation stabil. Wirtschaftliche Situation Die wirtschaftliche Lage der Tagesklinik ist angesichts der durchgehenden Vollbelegung weiterhin stabil. Wirtschaftliche Entwicklung Entsprechend der guten Auslastung war das wirtschaftliche Ergebnis stabil. Die weitere Entwicklung im Krankenhaus wie im Sozialtherapeutischen Heim ist geprägt von sozialpolitischen Veränderungen, die auf die wirtschaftliche Entwicklung Einfluss haben können. Gesellschaft für Entwicklungspsychiatrie und Integration 2012 2013 Behandelte Kinder und Jugendliche 99 102 Tagesklinik-Plätze 20 20 Mitarbeiter/-innen (Kopfzahlen) 28 27 GESUNDHEIT 45

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