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Jahresbericht 2012 der Stiftung Liebenau

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Der Jahresbericht 2012 der Stiftung Liebenau informiert über die Aufgabenfelder, die Organisation und Unternehmenskennzahlen.

Christliches Sozialwerk

Christliches Sozialwerk gemeinnützige GmbH (CSW) St. Josefskongregation Ursberg (50 % Beteiligung), Stiftung Liebenau (50 % Beteiligung) Das Christliche Sozialwerk (CSW) bietet im Bistum Dresden-Meißen soziale Dienstleistungen in den Bereichen Alten-, Kranken- und Behindertenhilfe sowie Kinder- und Jugendhilfe. Die fachlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen des Jahres 2012 wurden trotz hoher Nachfrage gebremst durch Auseinandersetzungen um die Refinanzierung der Leistungen. Trotz positiver Leistungsentwicklung ergab sich eine deutliche Verschlechterung des Gesamtergebnisses. Grund dafür war die fehlende Refinanzierung der tarifbedingt deutlich gestiegenen Personalkosten. Die Angebote des ambulant betreuten Wohnens sowie der Betreuung in Außenwohngruppen konnten nicht weiter ausgebaut werden, da wir über die Finanzierung ebenfalls keine Einigung mit dem Kostenträger erzielen konnten. Ungeklärt blieb weiterhin die Personalbemessung für die „interne Tagesstruktur“ in Wohneinrichtungen der Eingliederungshilfe sowie die Umsetzung der Hilfebedarfsermittlung nach dem Metzler-Verfahren. In diesem Zusammenhang sind mittlerweile zahlreiche Verfahren vor sächsischen Verwaltungs- und Sozialgerichten anhängig. Als interdisziplinär arbeitendes Krisen-Interventions-Team hat sich der im Jahr 2011 neu geschaffene „Fachdienst“ fest in der Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Diensten des CSW etabliert. Intensive einzelfallbezogene Hilfen sichern den Verbleib von Personen mit akut besonders hohem Unterstützungsbedarf in der Regeleinrichtung (Kita, Schule, Heim, Werkstatt etc.). Die extern erbrachten Leistungen im Auftrag verschiedener Kommunen sollen weiter ausgebaut werden. Die Steigerung der Betreuungsleistungen in allen Geschäftsbereichen führte dennoch zu einem Anstieg der Erlöse aus Betreuung. Die Nachfrage nach Plätzen in unseren Kindertagesstätten bleibt hoch, ebenso wie der Bedarf an frühen Hilfen im Rahmen der Interdisziplinären Frühförderung. Mit einem Volumen von 3,2 Mio. Euro lag der Gesamtinvestitionsaufwand des Christlichen Sozialwerks gut sechs Prozent über dem des Vorjahres. Für das erste Halbjahr 2013 ist der Baubeginn für den Ersatzneubau der WfbM in Wermsdorf geplant. Zur Beratung gehören mindestens zwei Beraten ist ein Dienstleistungsangebot, interaktiv und personenorientiert, das sich in allen Formen der Einrichtungen und Dienste des CSW wiederfindet. In der Interdisziplinären Frühförder- und -beratungsstelle bieten wir darüber hinaus ein erweitertes Beratungsangebot, das in besonderem Maß auf Bedürfnisse und Notwendigkeiten bei Kindern im Vorschulalter und ihren Eltern eingeht. Christliches Sozialwerk (CSW) 2011 2012 Lebensbereich Wohnen y Bewohner/-innen 674 680 y Wohnheime 10 10 y Betreute Wohngruppen 16 17 y Ambulant Betreutes Wohnen 125 131 Lebensbereich Arbeiten y Mitarbeiter/-innen WfbM 1 198 1 200 y Werkstätten 5 5 Lernen y Kinder und Schüler 670 673 y Kindertagesstätten 2 2 y Förderschule 1 1 Standorte in Sachsen 10 10 Mitarbeiterzahlen y Mitarbeiter/-innen (Kopfzahlen) 806 829 Peter Leuwer Geschäftsführer Für das Wirtschaftsjahr 2013 gehen wir unverändert von einer stabilen Auftragslage auf hohem Niveau aus. 42 Hilfe für Menschen mit Behinderung

Gute Ergebnisse der Werkstätten Nach der bereits im Vorjahr sehr erfreulichen Auftragsentwicklung konnte der Rohgewinn unserer Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) erneut gesteigert werden. Wegen der bereits gegebenen Vollauslastung (mit genehmigter Überbelegung) wird die Zahl der WfbM- Beschäftigten nicht weiter ansteigen. Für die von den Werkstätten erbrachten Dienstleistungen und gefertigten Produkte erwarten wir eine Nachfrage, die in etwa der des Vorjahres entspricht. Das einrichtungsübergreifende Qualitätsmanagement für unseren Werkstätten-Verbund soll in der ersten Jahreshälfte 2013 zertifiziert werden. Bildung ohne Barrieren Zu einer „inklusiven Schule“ im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention soll das Förderschulzentrum St. Franziskus fortentwickelt werden. Es richtet sich derzeit an Kinder und Jugendliche, die im Lernen und in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind und deshalb lang andauernder Hilfe und Unterstützung bedürfen. Zum besonderen Profil gehört die Förderung von Schülern im Förderschwerpunkt „Autismus“. Neu eröffnet wurde im Herbst 2012 das Kompetenzzentrum für Autismus in Dresden. Schrittweise wird es sich auch externen Klienten öffnen. Wohnen heißt zu Hause sein Auch Menschen, die einer Begleitung und Unterstützung bei der Bewältigung ihres Alltages bedürfen, sollten in jedem Falle die Möglichkeit haben, individuelle Ansprüche an die Gestaltung ihrer Wohnung und die Wahl ihres Lebensumfeldes zu realisieren. Die Entwicklung alternativer Wohn- und Betreuungsformen neben der vollstationären Heimunterbringung hängt allerdings derzeit davon ab, ob und wann die Leistungsträger wirtschaftlich auskömmliche Bedingungen dafür gewähren. Hilfe für Menschen mit Behinderung 43

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