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Jahresbericht 2012 der Stiftung Liebenau

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Der Jahresbericht 2012 der Stiftung Liebenau informiert über die Aufgabenfelder, die Organisation und Unternehmenskennzahlen.

1 In Nals wurde das

1 In Nals wurde das frisch renovierte Bildungshaus Lichtenburg feierlich eröffnet (v.l.n.r.): Josef Matzneller, Generalvikar der Diözese Bozen-Brixen, Reinhard Demetz, geistlicher Rektor der Lichtenburg, Landeshauptmann Luis Durnwalder, Dr. Christian Klotzner, Präsident der Fondazione S. Elisabetta, Gesundheitslandesrat Richard Theiner und Lichtenburg-Direktorin Elfi Kirmaier. 2 Zum Weihnachtskonzert in Liebenau: Domkapelle St. Eberhard aus Stuttgart mit Barockorchester La Banda aus Augsburg. 3 Innovation wird belohnt: Für die ZustifterRente wurde die Stiftung Liebenau als „Ausgewählter Ort 2012“ ausgezeichnet. Oliver Knoch von der Deutschen Bank überreichte den Preis an den Projektverantwortlichen Christoph Sedlmeier und Dr. Markus Nachbaur. 1 Die Stiftung Liebenau ist Stifter von Verantwortung und Innovation Die Einrichtungen und Dienste der Stiftung Liebenau arbeiten für mehr als 15 000 Menschen. Die Hilfe für jeden Einzelnen trägt eine hohe Verantwortung in sich und bedarf nicht nur der fortlaufenden Überprüfung und Entwicklung der bestehenden Organisation und ihrer Abläufe, sondern insbesondere auch einer ständigen Weiterentwicklung der Inhalte und Zielsetzungen der Hilfeleistungen. Hierin liegt die Aufgabe einer großen Stiftung wie der Stiftung Liebenau, im Verbund mit ihren beiden Schwesterstiftungen, der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist und der Stiftung Helios: Sie sorgt dafür, dass genau diese ständige Weiterentwicklung in allen Aufgabenbereichen konsequent erfolgt. Tatsächlich sehen die Entgelte für die sozialen Leistungen nirgendwo die Finanzierung von notwendiger Forschung und Entwicklung vor. Hier ist die Stiftung Liebenau originär mit eigenen Mitteln gefordert. Beleg dafür ist die Vielzahl unserer Forschungsprojekte und wissenschaftlichen Arbeiten sowie zahlreiche Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten, die von angehenden oder bereits beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit viel persönlichem Einsatz erstellt werden. Innovation findet aber auch in vielen Einzelfällen und kontinuierlich in den unterschiedlichen Aufgabenfeldern statt. Innovative Unternehmenskonzepte sind nicht nur zur Zukunftssicherung insgesamt nötig, sondern insbesondere auch zur Schaffung und Sicherung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung. Dies geschieht bei der Stiftung Liebenau nicht nur in gemeinnützigen Unternehmungen, sondern auch in den gewerblichen Bereichen, die sich gerade auf diesem Feld große Verdienste erwerben. So hat gerade die Liebenau Service GmbH ihre Möglichkeiten zur Integration von Menschen mit Handicaps weiter differenziert und ausgebaut. Vernetzt arbeiten – gemeinsam weiterkommen Neben den unternehmerischen Partnerschaften im In- und Ausland ist die Stiftung Liebenau Mitgründer und Mitglied verschiedener Netzwerke, die sowohl inhaltliche Weiterentwicklungen als auch deren sozialpolitische Vertretung zum Ziel haben. Hier ist insbesondere das Netzwerk: Soziales neu gestalten (SONG) zu nennen, dem neben der Stiftung Liebenau folgende Mitglieder angehören: Bank für Sozialwirtschaft AG, Köln, Bremer Heimstiftung, CBT - Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbh, Köln, Evangelisches Johanneswerk e.V., Bielefeld, KDA – Kuratorium Deutsche Altershilfe, Köln. Die Arbeit dieses Netzwerkes fand auch im Jahr 2012 12 Vorstand Stiftung Liebenau

2 3 bundesweit hohe Beachtung in der Fachwelt. Ziel ist die Verbreitung und sozialrechtliche Absicherung von Ansätzen zu Prävention und Gemeinwesenarbeit. Ein besonderer Schritt gelang den Kooperationspartnern mit dem Qualifizierungsprojekt „LoVe: Lokale Verantwortungsgemeinschaften in kleinen Lebenskreisen – Mitarbeitende in neuer Verantwortung für das Gemeinwesen“. Die erste Qualifizierung wurde erfolgreich mit 120 Teilnehmern aus den verschiedenen Kooperationsunternehmen abgeschlossen. Die Teilnehmer haben ihre Kompetenzen im Bereich der Gemeinwesen- und Quartiersarbeit auf einer wissenschaftlich fundierten Basis erweitert und damit die Grundlage für eine entsprechende fachliche Arbeit gelegt. Eine Fortsetzung ist vereinbart. Sozialpolitische Entwicklungen Im Bereich der Pflegefinanzierung und der Eingliederungshilfe zeichnen sich neue Entwicklungen ab. Im Laufe des Jahres 2012 wurde auf Bundesebene das Pflege-Neuausrichtungsgesetz (PNG) beraten und verabschiedet. Es zielt vor allem auf eine Stärkung des ambulanten Versorgungssettings und beinhaltet unter anderem Leistungsverbesserungen für demenziell erkrankte Menschen im ambulanten Regelsystem, eine Flexibilisierung des ambulanten Pflegesachleistungsanspruchs sowie eine Anschubfinanzierung zur Gründung ambulant betreuter Wohngemeinschaften. Im deutschen Bundesrat wurde ein Entschließungsantrag zur Reform der Eingliederungshilfe und zur Verabschiedung eines Bundesleistungsgesetzes verabschiedet. Es soll inklusive Strukturen stärken durch eine Abkehr von der Konzentration auf Personen und eine Orientierung hin zum Sozialraum. Aber auch die individuellen Bedarfe und das Selbstbestimmungsrecht von Menschen mit Behinderung sollen stärker berücksichtigt werden. Dieses Großprojekt von Bund und Ländern wird, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Inklusionsdebatte, spätestens nach der nächsten Bundestagswahl im Herbst 2013 an Fahrt aufnehmen. Die Landesregierung von Baden-Württemberg verabschiedete im Sommer 2012 die Eckpunkte für ein neues Heimgesetz (Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz – WTP). Vorgesehen ist unter anderem die Bildung neuer und innovativer Wohn- und Betreuungsformen für hilfe- und unterstützungsbedürftige Menschen. Das Ausschreibungsverfahren der Bundesagentur für Arbeit zur Finanzierung von Maßnahmen der beruflichen Bildung war Thema im Ethikkomitee der Stiftung Liebenau. Das Komitee kritisiert das Verfahren aus ethischer Sicht und hat mit seiner Stellungnahmen eine Debatte über deren Sinnhaftigkeit angestoßen. Vorstand Stiftung Liebenau 13

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