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Jahresbericht 2011 der Stiftung Liebenau

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Der Jahresbericht 2011 der Stiftung Liebenau informiert über die Aufgabenfelder, die Organisation und Unternehmenskennzahlen.

Fondazione S. Elisabetta

Fondazione S. Elisabetta – Stiftung St. Elisabeth – Fundaziun S. Elisabetta Die Fondazione S. Elisabetta mit Sitz in Bozen, Südtirol, wurde von der Caritas Diözese Bozen-Brixen und der Stiftung Liebenau im November 2009 gegründet. Sie ist ausgerichtet auf die Pflege und Betreuung von Menschen, die auf Grund ihres Alters, ihrer Erkrankung, ihrer Behinderung oder einer anderen physischen oder psychischen Beeinträchtigung Unterstützung brauchen. Außerdem widmet sich die Stiftung der Aus- und Weiterbildung im Erwachsenenbereich, unter besonderer Berücksichtigung des pflegerischen und sozialen Bereiches. Zu Beginn des Jahres 2010 hat die Fondazione S. Elisabetta das Bildungshaus Lichtenburg in der Südtiroler Gemeinde Nals von der lokalen Diözese übernommen. Das Bildungsangebot des Hauses zielt sowohl auf die Weiterentwicklung beruflicher Kompetenzen als auch auf die Entwicklung persönlicher und sozialer Fähigkeiten der Kursteilnehmer und Gäste aus dem In- und Ausland. Kulturelle Veranstaltungen im Haus und in dessen Umgebung sowie die Möglichkeit eines Bildungsaufenthalts in Verbindung mit dem Besuch von Sehenswürdigkeiten des Landes runden das Angebot ab. Im Verlauf des Jahres 2011 hat sich das Bildungshaus Lichtenburg gemäß den Zielsetzungen der Fondazione S. Elisabetta zunehmend zu einer Netzwerkplattform für Soziales weiterentwickelt. Im vergangenen Jahr begann ein Austausch mit Ordensgemeinschaften, die in Südtirol tätig oder ansässig sind. Manche Gemeinschaften sorgen sich in Anbetracht der rückläufigen Zahl der Ordensmitglieder um die Weiterführung ihrer bisherigen sozialen Aktivitäten und Dienste. Auf der Basis einer gemeinsamen inhaltlichen Ausrichtung wurden deshalb Gespräche über mögliche Formen der Zusammenarbeit geführt. Hier wird sich zukünftig weiterer Entwicklungsspielraum für die Fondazione S. Elisabetta eröffnen. Fondazione S. Elisabetta – Bildungshaus Lichtenburg 2010 2011 Übernachtungen im Bildungshaus 7 273 7 153 Teilnehmertage bei Eigenveranstaltungen 4 458 5 561 Teilnehmertage bei Gastveranstaltungen 12 954 14 918 Mitarbeiterzahlen Mitarbeiter/-innen (Kopfzahlen) 19 22 Dr. Christian Klotzner Stiftungspräsident Neues Projekt für Senioren Ein Tätigkeitsschwerpunkt 2011 war die Entwicklung des Projekts „Grieserhof – Leben im Alter“. Die ehemalige Privatklinik im Bozener Stadtteil Gries bietet nach umfangreichen Um- und Neubauarbeiten ein Seniorenzentrum mit stationärer Pflege nach dem Modell der Hausgemeinschaften, Heimgebundene und betreute Seniorenwohnungen, eine Senioren- und Kindertagesstätte und weitere stationäre und ambulante Dienstleistungen. Der Baubeginn ist für 2012 vorgesehen. Ganzheitliche Bildung Im Bildungshaus Lichtenburg wurde eine Reihe von neuen Bildungsangeboten ausgearbeitet. Dabei wurden neue Inhalte und Themen aufgegriffen und Rahmenbedingungen für Weiterbildungen neu gestaltet. Ein Beispiel dafür ist das „Lichtenburger Bildungscafé“, das vielfältige Bildungsveranstaltungen in gemütlichem Ambiente und entspannter Atmosphäre bietet. 78 Stiftungen und sonstige Tätigkeiten

Bulgarisch-Deutsches Sozialwerk St. Andreas e.V. (BDS) Stiftung St. Franziskus Heiligenbronn, Stiftung Liebenau, Metropolie von Varna und Veliki Preslav Das Bulgarisch-Deutsche Sozialwerk St. Andreas (BDS) hat im Berichtsjahr konstante finanzielle Beiträge der beiden deutschen Stiftungen erhalten, außerdem zunehmende Unterstützung anderer Institutionen. Im 13. Jahr seines Bestehens kann das BDS daher seine sozialen Hilfen in gewohntem Umfang fortsetzen und ausbauen. Die staatliche Unterstützung, insbesondere für 15 Kindergartenund Schulkinder, wurde auch im Jahr 2011 zuverlässig in voller Höhe gewährt. Um mehr Roma-stämmigen Schulkindern einen Schulabschluss zu ermöglichen, hat die Stadt Varna finanzielle Mitverantwortung übernommen. Auch die mobile Jugendarbeit im Roma- Ghetto „Maksuda“ wird voraussichtlich von der Stadt unterstützt. Die Leitungen der Kinderhäuser in Varna und Burgas (Roncalli Haus) haben erste gemeinsame Fortbildungen und Strategie-Entwicklungen unternommen. Die seit 13 Jahren engagierte Leiterin des Kinderhauses in Kitschevo, Margarita Dragneva, ist nun auch für die Koordination der anderen Tätigkeitsfelder des Sozialwerks verantwortlich. Am 31. Oktober 2011 haben zehn Nichtregierungsorganisationen (NGO) in der Deutschen Botschaft in Sofia einen Dachverband gegründet. Unterstützt wurde die Verbandsgründung von der Konrad- Adenauer-Stiftung, der deutschen Botschaft in Sofia und dem Rechtsanwaltsbüro Tascheva und Partner aus Sofia. Die Hilfen für die benachteiligten Personen in Bulgarien wären nicht möglich ohne die Zuschüsse des Freundeskreises für das Bulgarisch- Deutsche Sozialwerk, die Aktion Mensch, Renovabis, die EU, die Agnes-Philippine-Walter-Stiftung der Canisius-Schwestern aus Schwäbisch Gmünd und die vielen privaten Freunde und Förderer. Nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe kann so effizient erbracht werden. Bulgarisch-Deutsches Sozialwerk St. Andreas e.V. (BDS) 2010 2011 Betreute Menschen Varna Kinder und Jugendliche 93 120 Sozialstation 76 70 Suchthilfe 10 10 Suppenküche 400 400 Kitschevo Kinder 70 76 Einrichtungen Kinderhaus Kitschevo mit Kindertagesstätte, Wochenkinderheim, Kinderheim Sozialstation Mitarbeiterzahlen Mitarbeiter/-innen (Kopfzahlen) 24 25 Honorarkräfte 15 21 Ehrenamtliche 5 40 Christoph Sedlmeier Vorstand Marchtaler Plan in Kitschevo Im Dorf Kitschevo bei Varna betreibt das BDS ein Kinderhaus. Die Kinder aus Kitschevo nutzen den Kindergarten als Tagesstätte, für die meisten Kinder der weiteren Umgebung, vor allem aus den Roma- Dörfern, ist es ein Wochen-Kinderheim. Roma-Kinder und bulgarische Kinder leben und lernen hier unter gleichen Bedingungen. Hausbesuch bei einer Patientin Mit Essensversorgung allein ist es oft nicht getan. Ein Teil der bedürftigen Personen nimmt von den Mitarbeitern der „Sozialen Patronage“ bei Bedarf auch einfache pflegerische Leistungen und soziale Dienstleistungen in Anspruch: Hilfen im Haushalt, Begleit- und Fahrdienste, Ämtergänge oder Kontakte zu Ärzten. Stiftungen und sonstige Tätigkeiten 79

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