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Jahresbericht 2011 der Stiftung Liebenau

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Der Jahresbericht 2011 der Stiftung Liebenau informiert über die Aufgabenfelder, die Organisation und Unternehmenskennzahlen.

Anfang September haben

Anfang September haben 113 Auszubildende bei der Stiftung Liebenau und ihren Gesellschaften mit ihrer Berufsausbildung begonnen. Insgesamt bildet das Sozialunternehmen zurzeit rund 400 junge Menschen in sozialen Berufen und einem breiten Spektrum anderer Ausbildungsberufe aus. Brüsseler Kreis positioniert sich Der Brüsseler Kreis, der im Jahr 2000 unter anderem von der Stiftung Liebenau gegründet wurde, erarbeitete verschiedene Stellungnahmen, zum Beispiel zum Gesetzesentwurf zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt, die ausführlich beantwortet wurden. Bei seinem Parlamentarischen Abend mit dem Titel „Wichtig ist, was hinten rauskommt – Von der Qualitätskontrolle zur Lebensqualität für Menschen mit Assistenz- und Pflegebedarf“ begrüßte der Brüsseler Kreis wie in den Vorjahren zahlreiche Vertreter aus Politik, Verwaltung und Verbandswesen und positionierte sich als Ansprechpartner in Fragen der Sozialwirtschaft. Auch bei der Messe ConSozial in Nürnberg bot der Brüsseler Kreis eine gut genutzte Plattform für Fachgespräche und Informationsaustausch. Die Stiftung Liebenau versteht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Mitdenker und Mitverantwortliche für die Entwicklung des Unternehmens Im Verbund der Stiftung Liebenau, der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist und der Stiftung Helios – Leben im Alter hat sich die Gesamtzahl der hauptamtlichen Mitarbeitenden im Jahr 2011 von 6 040 auf 6 204 erhöht. Gleichzeitig haben alle drei Stiftungen weiter intensiv sowohl in die berufliche Erstausbildung als auch in die laufende berufliche Weiterqualifizierung investiert. Beides, Aus- und Weiterbildung, sind fortlaufende und grundlegende Aufgaben, die in den nächsten Jahren Priorität haben werden. Die Notwendigkeit, eigene Mitarbeiter durch Investition in Ausbildung zu gewinnen und zu binden, ist nötiger denn je angesichts der Herausforderungen des Arbeitsmarktes in allen Ländern, in denen wir tätig sind. Und angesichts der enormen fachlichen Herausforderungen in allen Aufgabenbereichen bedarf es ständiger Anstrengungen zur fortlaufenden Qualifizierung der Mitarbeitenden. Entsprechende Bildungsangebote hält die Stiftung Liebenau im Übrigen auch für ihre rund 2 700 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor. Auf der Grundlage der Mitarbeiterbefragung 2010 wurden mit Geschäftsführungen und Mitarbeitervertretungen der Tochterunternehmen Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements vereinbart. In der Stiftung Liebenau ist gelebtes Christsein erfahrbar Ausgehend vom Inklusionsgedanken ist ein wichtiges Thema derzeit die Verankerung der Pastoral für die von uns betreuten Menschen in der gemeindlichen Seelsorgestruktur. Dies ist bisher erst für Teilbereiche etwa in der Altenhilfe erfolgt. 14 enau

700 Ehrenamtliche der Liebenauer Altenhilfe kamen zum Dankeschöntag nach Liebenau. Das Seelsorgeteam der Stiftung Liebenau präsentierte ein Seelsorgekonzept: (v.l.) Dr. Hans-Martin Brüll (Abteilung fortbilden & entwickeln), Maria Schuster (Seelsorgeverantwortliche der Liebenauer Altenhilfe), Prälat Michael H. F. Brock, Ulrich Gebert (Pastoraler Dienst St. Gallus-Hilfe und St. Lukas-Klinik), Dr. Maria Fuchsloch (Schulseelsorgerin in der Josef-Wilhelm-Schule im Berufsbildungswerk Adolf Aich), Wolfgang Ilg (Pastoraler Dienst St. Gallus-Hilfe und St. Lukas-Klinik), Brigitte Tauscher-Bährle (Seelsorgerin im Stationären Hospiz Friedrichshafen). Die Einrichtungen und Dienste der Stiftung Liebenau arbeiten für Menschen aller Konfessionen. Deshalb trägt sie neben einem eigenen profilierten katholischen Seelsorgeangebot dafür Sorge, dass Menschen nach Möglichkeit die ihrer Konfession entsprechende seelsorgerliche Begleitung erhalten. Zu diesem Zweck arbeiten wir vor Ort mit anderen Glaubensgemeinschaften zusammen. Glaubwürdig und dem Menschen zugewandt Entscheidend für die Stiftung Liebenau in ihrem Selbstanspruch bleibt, dass sie in ihrem Handeln glaubwürdig und dem Menschen zugewandt ist und auch schwierige und mit Konflikt versehene Themen aus christlichem Geist heraus behandelt. An diesem Anspruch, den sie in ihren Aktivitäten jeden Tag neu unter Beweis stellen muss, will sich die Stiftung Liebenau messen lassen. Die Stiftung Liebenau wirtschaftet solide Im Berichtsjahr 2011 haben sich in etlichen Aufgabenfeldern deutliche wirtschaftliche Verschlechterungen gegenüber dem Vorjahr ergeben. Hauptursache waren die tariflichen Entwicklungen in Deutschland und gleichzeitig die begrenzten Möglichkeiten, die steigenden Personalund Sachkosten, zum Beispiel für Energie, durch höhere Einnahmen auszugleichen. Für die Jahre 2012 und 2013 gehen wir davon aus, dass sich diese Entwicklung noch fortsetzt – ein Anlass, sich weiter engagiert in die tariflichen Diskussionen, aber auch die Diskussionen über Entgelte und Finanzierungssystematiken auf allen Ebenen einzubringen. Die Stiftung sieht dabei auch die Politik in der Verantwortung für die Gestaltung der Rahmenbedingungen. Sozialwirtschaft leistet Beitrag zur Stabilität Sehr aufmerksam verfolgt die Stiftung Liebenau die Entwicklungen im europäischen Finanz- und Wirtschaftsraum. Uns ist bewusst, dass die wirtschaftliche Stabilität eine grundlegende Voraussetzung für die öffentliche und private Finanzierung im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich ist. Gleichzeitig trägt die Sozialwirtschaft und nicht unerheblich auch die Stiftung Liebenau mit ihren Gesellschaften gerade zu einer Verstetigung des wirtschaftlichen Lebens bei. Sie sichert Arbeitsplätze, nicht zuletzt im ländlichen Raum, mit vielen familienfreundlichen Teilzeitangeboten und an vielen verschiedenen Standorten. Damit verbunden sind entsprechende Steuerund Sozialversicherungsabgaben der Mitarbeitenden. Außerdem hat die Stiftung Liebenau im vergangenen Jahr Investitionen von rund 23,5 Mio. Euro getätigt, die dem Wirtschaftskreislauf zugutekamen. Die öffentlichen Investitionskostenzuschüsse betrugen mit 2,31 Mio Euro lediglich zehn Prozent der Bauinvestitionen. Stiftung Liebenau 15

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