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Jahresbericht 2011 der Stiftung Liebenau

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Der Jahresbericht 2011 der Stiftung Liebenau informiert über die Aufgabenfelder, die Organisation und Unternehmenskennzahlen.

Gedenkfeier für die

Gedenkfeier für die Euthanasie-Opfer vor dem Bild mit dem Todes-Bus. 501 Menschen wurden 1940 und 1941 nach Grafeneck transportiert. Verantwortung heißt Erinnern Zum Gedenken an die Opfer der barbarischen Verbrechen, die von den Nationalsozialisten in Deutschland unter dem Namen Euthanasie begangen wurden, gab es in Liebenau zwei Veranstaltungen: einen Gottesdienst und einen Vortrag von Professor Dr. Eberhard Schockenhoff zum Thema „Unantastbarer Anspruch oder gesellschaftliche Zuweisung? Zur neueren Diskussion um die Menschenwürde und ihre Konsequenzen für die Lebensethik“. Neu beigetreten ist die Stiftung Liebenau dem DENKStättenkuratorium Oberschwaben mit dem Ziel, die Erinnerung in einer breiten Öffentlichkeit wachzuhalten. Innovatives Handeln Innovation in der Stiftung Liebenau basiert auf den Erfahrungen des täglichen Arbeitens und der laufenden Umsetzung der hieraus gewonnenen Erkenntnisse. Zur wissenschaftlichen Begleitung ist die Stiftung mit Hochschulen und wissenschaftlichen Instituten vernetzt. Mit Veranstaltungen zu wissenschaftlichen Entwicklungen möchten wir einen Beitrag leisten zur öffentlichen Diskussion, insbesondere dann, wenn solche Entwicklungen Grundfragen menschlichen Lebens berühren. Im Dezember 2011 sprach Professor Dr. Nils Birbaumer von der Universität Tübingen über Wege zur Entschlüsselung von Hirnaktivitäten. Netzwerke fördern den Dialog Der inhaltliche Austausch erfolgt nicht zuletzt in fachbezogenen Netzwerken. Das Netzwerk: Soziales neu gestalten (SONG), dem die Stiftung Liebenau als Gründungsmitglied angehört, führt über Modellprojekte der einzelnen Mitglieder und ihre Fachexpertise einen breiten gesellschaftlichen politischen Dialog, um generationsübergreifende kleinräumige Unterstützungsstrukturen vor Ort zu stärken und zugleich einen Beitrag zu gesellschaftlicher Solidarität und Subsidiarität zu leisten. In Verantwortung von SONG startete 2011 das Qualifizierungsprojekt LoVe (Lokale Verantwortungsgemeinschaften in kleinen Lebenskreisen – Mitarbeitende in neuer Verantwortung für das Gemeinwesen), ein weiterer Baustein in der Entwicklung von Wohnprojekten und -quartieren mit guten Voraussetzungen für pflege- und hilfebedürftige Menschen. Sozialpolitische Veränderungen Die Stiftung Liebenau verfolgt aufmerksam alle sozialpolitischen Entwicklungen, die Änderungen für unsere soziale Arbeit und unsere Zielgruppen mit sich bringen könnten. Wesentliche Themen im Jahr 2011 waren die Reform der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung und die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik. Nach eingehender Beratung in der Ethikkommission hat die Stiftung Liebenau ihre ablehnende Haltung zur PID in einer Stellungnahme bekräftigt. Auch auf Landesebene haben sich Änderungen ergeben. Die neue grün-rote Landesregierung plant unter anderem die Novellierung des Landesheimgesetzes. Wohnortnahe Strukturen und 12 enau

Zu Gast im Berufsbildungswerk Adolf Aich: SPD-Fraktionsvorsitzender Claus Schmiedel MdL (Mitte) mit (v.l.): Nina Grözinger (Persönliche Referentin von Claus Schmiedel), Felix Rückgauer und Christel Ulmer (beide SPD-Ortsverein Ravensburg) Prälat Michael H. F. Brock, Manuel Schütz (Kfz-Auszubildender im BBW), BBW-Geschäftsführer Herbert Lüdtke. Austausch zum Thema Inklusion in der Bildung: (v.l) Wolfgang Oppolzer (St. Lukas-Klinik), Dr. Markus Nachbaur, Ulrich Kuhn (Sozialpolitik Stiftung Liebenau), Herbert Lüdtke (Berufsbildungswerk Adolf Aich), Christoph Gräf (St. Gallus Hilfe), Albert Erb (Schulleiter Berufsbildungswerk Adolf Aich), Norbert Zeller (Ministerium für Kultus, Jugend und Sport), Dr. Berthold Broll, Ulrich Dobler (Sozialpolitik Stiftung Liebenau) und Prälat Michael H. F. Brock. Dienstleistungen sowie die Zusammenarbeit von professioneller Pflege und bürgerschaftlichem Engagement sollen gestärkt werden. Außerdem wird Inklusion zu einem vorrangigen Ziel erklärt. Mit einer Überarbeitung des Landesbehindertengleichstellungsgesetzes will die neue Landesregierung unter anderem auch einklagbare Rechte für Menschen mit Behinderung einführen. Politiker zu Gast in Liebenau Im Vorfeld der Landtagswahl in Baden-Württemberg hatten sich auf Einladung des Heim- und Werkstattrates Liebenau die Landtagskandidaten vorgestellt. Nach der Wahl begann die Stiftung Liebenau rasch mit der Kontaktaufnahme mit allen neuen politischen Experten. Auch Vertreter der Bundespolitik der Bundesministerien waren zu Gast in Liebenau. Die Stiftung Liebenau arbeitet für Menschen in Europa Im Berichtsjahr war die Stiftung Liebenau zusammen mit der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist und der Stiftung Helios – Leben im Alter außerhalb Deutschlands in Österreich, der Schweiz, Italien/Südtirol sowie Bulgarien tätig, mit eigenen Unternehmungen wie auch in Kooperation mit regionalen Partnern. Erweiterungen gab es insbesondere in Österreich und der Schweiz. So wurde in der Gemeinschaftsgesellschaft mit der Caritas der Erzdiözese Wien ein neues Seniorenzentrum im Wiener Bezirk Kagran eröffnet, in der Schweiz das Alters- und Pflegeheim Brunnadern der Gemeinde Neckertal übernommen und in Spittal an der Drau/Kärnten ein neues Projekt für Menschen mit Behinderung entwickelt. In Bulgarien hat sich ein Dachverband der Nichtregierungsorganisationen gegründet. Wissenstransfer über Landesgrenzen Mit ihrer Arbeit im europäischen Ausland leistet die Stiftung Liebenau einen wichtigen Beitrag zum Wissenstransfer und zum sozialen Miteinander in Europa. Gerade im sozialen Bereich können die Menschen in den europäischen Staaten vieles voneinander lernen. Für die Einrichtungen und Dienste der Stiftung Liebenau hat sich der große Erfahrungsschatz aus ihrer internationalen Tätigkeit als ein Segen zur Qualitätsentwicklung erwiesen. Kontakte weltweit Über Europa hinaus besteht fachlicher Austausch mit der Türkei, Korea, Australien und Nordamerika. Immer wieder kommen Besucher, um sich über die sozialen Leistungen der Stiftung Liebenau zu informieren. Mit einem Vortrag präsentierte sich die Stiftung auf der Jahrestagung der International Association of Homes and Services for the Ageing (IAHSA) in Washington DC. IAHSA ist ein weltweiter Zusammenschluss von Dienstleistern im Bereich der Altenhilfe. Vorstand Stiftung Liebenau 13

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