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Hausblaettle Tschermakgarten 01/2018

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12 Lesenswertes Rund um Fasching Wie Fasching gefeiert wird dürfte uns in einer Faschingshochburg wie Bregenz wohl allen vertraut sein. Wir wollten jedoch herausfinden, woher der Brauch kommt, den wir jedes Jahr begehen. In Mesopotamien wurde bereits vor 5000 ein Vorläufer des Karnevals gefeiert, auch später im alten Babylon, davon gibt es eine Inschrift, die ein nach Neujahr stattfindendes 7-Tägiges Fest beschreibt Die Inschrift besagt: „Kein Getreide wird an diesen Tagen gemahlen. Die Sklavin ist der Herrin gleichgestellt und der Sklave an seines Herrn Seite. Der Mächtige und der Niedere sind gleichgeachtet.“ Die Inschrift ist ein Zeugnis darüber, dass auch schon im alten Babylon Feste gefeiert worden sind, bei denen die hierarchische Stellung während der Feier keine Rolle spielte. Ein Grundzug des heutigen Faschings. Auch im alten Ägypten und Griechenland wurden ähnliche Feste zu Ehren der Götter gefeiert. Der direkte Vorläufer unseres Faschingsfestes, sind wohl die sogenannten Saturnalien, ein mehrtägiges Fest, das zu Ehren des Gottes Saturnus gefeiert wurde. Es gab öffentliche Gelage, bei dem jedermann eingeladen war, Hinrichtungen wurden verschoben und zeitweise tauschten Herren und Sklaven die Rollen. Man saß gemütlich zusammen mit Myrthenkränzen in den Haaren und man konnte unverblümt seine Meinung äußern. Auch überschütteten sie sich mit kleinen Rosen, vielleicht hat sich daraus das Konfetti entwickelt – wer weiß? Es gibt jedoch auch Historiker, die die Herkunft in alten keltischen und germanischen Bräuchen sehen. Die Farbenpracht und der Tumult sollten nach dem alten Volksglauben den Winter vertreiben.

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