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Dominiks Geschichte in der Station für Allgemeinmedizin und Pflege

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Dominiks Geschichte Vier Wochen bangten Dominiks Eltern um seinen Zustand, als ihr Sohn wegen einer akuten Lungenentzündung mit Komplikationen intensivmedizinisch versorgt werden musste. Endlich über dem Berg – und zur Weiterbehandlung in die St. Lukas-Klinik zurückverlegt, staunten Dominiks Eltern über die ganzheitliche Behandlung in der Station für Allgemeinmedizin und Pflege: „Hier ist die Versorgung für einen Menschen wie Dominik deutlich besser als auf der Normalstation einer herkömmlichen Klinik. Das Team geht viel gezielter auf Dominiks Bedürfnisse ein und wir finden toll, wie jede und jeder einzelne mit unserem Sohn umgeht!“ Dominik Schädler ist 32 Jahre alt. Für seine Eltern ist es das Größte, ihren Sohn wieder bei sich zu Hause zu haben. Nach der intensivmedizinischen Behandlung einer Lungenentzündung mit Komplikationen kam Dominik zur Weiterbehandlung in die St. Lukas-Klinik. Während seines dreiwöchigen stationären Aufenthalts in der Station für Allgemeinmedizin und Pflege wurde Dominik wieder viel kräftiger und mobiler. Dominiks Eltern, Frau und Herr Schädler, mit ihrem Sohn „Bis vor einem Jahr war Dominik während der Woche in einer Tagesbetreuung untergebracht. Doch plötzlich fing er an, sich massiv zu verletzen. Da er ja nicht sagen kann was ihm fehlt, und wir das auch nicht feststellen konnten, hat uns sehr erleichtert, Dominik zur medizinischen Abklärung auf die Station für Allgemeinmedizin und Pflege in die St. Lukas-Klinik bringen zu können. Hier hat das ÄrztInnen-Team eine in letzter Zeit durchgemachte Lungenentzündung festgestellt. Danach wurde Dominik in die psychiatrische Abteilung verlegt, wo man der Ursache für sein autoaggressives Verhalten auf die Schliche kommen wollte. Als sich nach einigen Wochen der Gesundheitszustand unseres Sohnes schlagartig wieder sehr verschlechterte, wurde eine erneute Lungenentzündung diagnostiziert und Dominik musste auf die Intensivstation der Klinik Tettnang verlegt werden. Dominiks Zustand war lange Zeit sehr kritisch. Er musste beatmet werden und war insgesamt vier Wochen auf der Intensivstation. Das war eine schwierige Zeit für uns Eltern: Wir haben gehofft und gebetet. Das Klingeln des Telefons ließ uns jedes Mal aufschrecken —wir hatten große Angst um unseren Sohn. Und wir empfanden es wie ein Wunder, als Dominik schließlich über dem Berg war und wieder in die St. Lukas-Klinik verlegt werden konnte. In der Station für Allgemeinmedizin und Pflege ist die Versorgung für einen Menschen wie Dominik deutlich besser möglich als auf der Normalstation einer herkömmlichen Klinik. Das Team stellt sich viel gezielter auf Dominiks Bedürfnisse ein und wir finden toll, wie jede und jeder Einzelne mit ihm umgeht! Wir hatten den Eindruck, dass Dominik dem Pflegepersonal und den ÄrztInnen wirklich am Herzen liegt. Nach drei Wochen stationärem Aufenthalt konnte Dominik wieder mit uns nach Hause. Wir sind sehr dankbar für die tolle Behandlung, die das Team gemeinsam geleistet hat—alle haben sich sehr um Dominik bemüht. Und nicht nur um ihn—auch um uns Eltern: Wir waren jeden Tag zu Besuch und wurden kompetent und vor allem herzlich betreut und beraten. Und auch die Begegnungen mit anderen PatientInnen und ihren Angehörigen waren sehr freundlich. Beisammen zu sitzen, gemeinsam zu essen oder fernzusehen fühlte sich richtig familiär an. Das haben wir als etwas Besonderes empfunden, das es so vielleicht nur in der St. Lukas-Klinik gibt.“

Sein Mickey ist Dominik sehr wichtig—treuer Begleiter, Tröster und immer da, wenn Kuschelbedarf besteht. „Als Dominik nach seinem langen Aufenthalt auf der Intensivstation wieder zu uns in die St. Lukas- Klinik kam, habe ich ihn kaum wiedererkannt. Er war durch den schweren Krankheitsverlauf gezeichnet, vollkommen immobil und kaum in der Lage zu schlucken. Dr. Dorothea Ehrmann, Fachärztin für Allgemeinmedizin und Leitende Oberärztin Menschen wie Dominik sind aufgrund ihrer Behinderungen auf der Normalstation eines regulären Krankenhauses schwer zu behandeln. Oder nur mit ganz viel Aufwand, der oft nicht ohne Weiteres erbracht werden kann, da häufig die Fachkkompetenz und die Ressourcen fehlen. Dank unserer Kenntnisse und Erfahrungen mit diesen Menschen, können wir ihnen ganz individuell gerecht werden und helfen. Für uns ist in solchen Fällen die Herausforderung, Symptome frühzeitig zu erkennen und einzuordnen. Das setzt viel Erfahrung und eine genaue Beobachtung voraus —und dass die sehr individuelle und intensive pflegerische Betreuung Hand in Hand geht mit der medizinischen Versorgung! Die enge Vernetzung zwischen Pflege und Medizin ist das Besondere an unserer Station. Nehmen Sie unsere Visiten: Wir tauschen uns ausführlich mit den Pflegekräften aus, die im Alltag näher an den PatientInnen dran sind. Wir sprechen intensiv über das Verhalten und Befinden der Menschen und können anhand der Befunde und des Austauschs Rückschlüsse ziehen. Oft kommt auch vor, dass wir vermeintlich einfache medizinische Eingriffe oder Untersuchungen, wie etwa ein Röntgenbild, gar nicht ohne Weiteres durchführen können. Wir müssen erst mal eine vertrauensvolle Beziehung zu den PatientInnen aufbauen. Dann können wir beispielsweise eine belastende Sedierung umgehen, was wegen drohender Nebenwirkungen wie Schluckstörungen und erhöhter Sturzgefahr vorzuziehen ist. Dominik hat eine enorme Genesung und Rehabilitation hinter sich. Seine positive Entwicklung ist sehr erfreulich. Es ist einfach wunderbar für die Familie, dass Dominik nun wieder bei ihr sein kann! Ich wünsche ihm weiterhin alles Gute und hoffe, dass er bald seine Tagesbetreuung wieder besuchen kann, denn das fehlt ihm sicher sehr.“ Weil sich unsere PatientInnen meist selbst nicht äußern können, spielt die Beobachtung durch unser Stationsteam eine bedeutsame Rolle. Wir müssen ihr Verhalten interpretieren und auf ihre Einschränkungen reagieren. Das war auch in Dominiks Fall sehr essenziell.

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