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Dokumentation zum 2. Fachgespräch "Soziale Zukunft Wohnquartier"

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Moderiertes

Moderiertes Podiumsgespräch Aktuelle Entwicklungen und politische Handlungsempfehlungen Eva-Maria Armbruster, Vorsitzende der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg Abkehr von Segmentierung notwendig; IAV-Stellen waren eine erste Antwort auf die Segmentierung Vernetzer im Gemeinwesen wichtig: professionelle Ansprechpartner, auch für Ehrenamtliche, lösen Konflikte Träger sind heute in Baden-Württemberg schon vergleichsweise stark am Nahraum orientiert und halten kleinräumige Einrichtungen der Altenpflege vor Wohlfahrtsträger müssen aus Zwangsjacke befreit werden, um noch stärker lokale Versorgungsangebote, Gemeinwesen- und Vernetzungsarbeit realisieren zu können Wichtig ist, dass nicht gegen, sondern mit den vorhandenen Akteuren/Trägern vor Ort gearbeitet wird: lokale Pflegekonferenzen als Instrument Kommunen als Vernetzer können helfen, dass trotz Konkurrenz sozialer Anbieter verstärkt kooperiert wird Über Altenhilfe hinaus denken, auch andere Bereiche einbeziehen Manfred Lucha, MdL, stellvertr. Vorsitzender der Enquetekommission Pflege Grundfrage: Liegt künftigen Entwicklungen hospitaler Gedanke oder Quartiersorientierung zugrunde? Herausforderung für traditionelle Anbieter/große Institutionen, sich sozialraumorientiert weiterzuentwickeln (aufgrund Mitarbeiter-, Immobilienverantwortung) Sektorales Sozialleistungssystem verhindert Vernetzung; über Durchführungsverordnungen auf Landesebene sollten Hürden gesenkt werden Quartiersentwicklung soll wichtiger Teil im Bericht der Pflege-Enquetekommission des Landtags werden, war ein „Highlight“ in den Präsentation und Diskussionen im Landtag Die verschiedenen Ansätze und Förderprogramme müssen geordnet werden Grüne wollen Anschubfinanzierungen für Quartiersentwicklung/Quartiersarbeit Soziale Wohnungspolitik und Stadtentwicklungsprozesse müssen verstärkt werden Ordnungs- und Leistungsrecht müssen weiterentwickelt werden; Grundsatz der Trennung zwischen Wohnort und Leistungsanspruch wichtig WTPG muss weiterentwickelt werden Paul Locherer, MdL, ehem. Bürgermeister Amtzell, Aufsichtsratsmitglied Stiftung Liebenau Kommunen müssen sich in der Daseinsvorsorge genauso um die „weichen“ wie um die „harten“ Standortfaktoren kümmern Wir brauchen dauerhafte Finanzierungen und nicht nur Start-Förderungen Investitionsförderungen müssen übersektorale Strukturentwicklungen ermöglichen Im Rahmen des Finanzausgleichs sollte ein Demographieaufschlag für Kommunen mit besonderen Herausforderungen sowie eine dauerhafte Finanzierung von Netzwerk- /Quartiersarbeit überlegt werden Enquete schafft Aufbruchstimmung, inzwischen machen sich deutlich mehr Bürgermeister auf den Weg Richtung Quartiersentwicklung 42

Frank Wößner, Vorstand der Samariterstiftung „Immer mehr vom Alten“ darf nicht die Perspektive sein Selbstheilungskräfte der sozialen Strukturen müssen verstärkt aktiviert werden Weiterentwicklung muss an Strukturen ansetzen, die schon vorhanden sind Ansätze müssen in die kommunale Wirklichkeit gebracht werden Es braucht klare Strukturierungen zur Verbreitung des Quartiersansatzes, aber auch das Zulassen von Vielfalt vor Ort Quartier muss als gemeinsames Thema vor Ort betrachtet werden Gründung eines informellen Bündnisses „Soziale Zukunft Wohnquartier“ in Baden-Württemberg – Erwartungen an eine weitere Zusammenarbeit und Absprachen Andreas Schlegel, Samariterstiftung und Ulrich Kuhn, Stiftung Liebenau Nach einem kurzen Hinweis auf die bisherigen Aktivitäten der Initiativgruppe (1. Fachgespräch, Positionspapier „Soziale Zukunft Wohnquartier“) erläuterten Herr Schlegel und Herr Kuhn die Überlegungen für eine weitere Vernetzung. Es gehe nicht um ein formelles Bündnis, sondern um die Fortführung und schrittweise Weiterentwicklung der informellen Vernetzung. Die diesbezügliche Abfrage der Interessen der Teilnehmer/-innen über einen kurzen Fragenbogen ergab folgendes Ergebnis: Ausgefüllte Fragebögen: 35 Interesse an - Informationen 33 - Austausch/Fachtagen 34 - Mitwirkung an politischer Positionierung 17 In der Diskussion wurde darüber hinaus auf die notwendige Beachtung der Aktivitäten der Verbände und der Liga der freien Wohlfahrtspflege sowie die Möglichkeit von Austausch und Kooperation mit der LAG Soziale Stadtentwicklung und Gemeinwesenarbeit hingewiesen. Zusammenfassung und Ausblick Gerhard Schiele, Stiftung Liebenau In einem kurzen Resümee fasste Herr Schiele die wesentlichen Aspekte des Fachtages zusammen. Er betonte die Notwendigkeit der Weiterentwicklung der fachlichen Konzepte, der besseren politischen Rahmenbedingungen und der Fortführung des fachlichen Austausches. Abschließend dankte er allen Mitwirkenden sowie dem Vorbereitungsteam für die Gestaltung des Fachtages. 43

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