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Die Stiftung Liebenau – eine Lebens- und Wesensäußerung von Kirche

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Heutige Position und Erwartungen eines kirchlich-karitativen Aufgabenträgers Hrsg. Aufsichtsrat der Stiftung Liebenau, 2013

B. Die

B. Die Kirchlichkeit der Stiftung Liebenau ihre heutige Beschreibung ein individuelles, erfülltes menschliches Leben und Sterben. Dabei macht es keinen Unterschied, ob ein Mensch behindert, gesund oder krank, alt oder jung, geboren oder ungeboren ist. Der Auftrag der Christen zur Selbst- und Nächstenliebe ist Grundlage für das Handeln der Stiftung Liebenau. In der persönlichen Zuwendung zum behinderten, alten und kranken Menschen und im bewussten partnerschaftlichen Umgang miteinander versuchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen der Stiftung Liebenau, den christlichen Glauben zu leben und Gottes Anwesenheit in der Welt erkennbar zu machen. Die Stiftung Liebenau bekennt sich seit jeher zu diesem karitativen Auftrag. Da ihr heute feststehend über die institutionelle Verbindung zur Kirche eine Beteiligung an einer kirchlichen Grundfunktion zugeschrieben wird, bekennt sich die Stiftung auch zu Folgendem: Die Stiftung Liebenau erfüllt einen Teil des kirchlichen Sendungsauftrags. V. Zusammenfassung Die Einrichtungen und Dienste, deren Organisation und Abläufe werden Die Stiftung Liebenau hat ihre Kirchlichkeit heute in einer erweiterten im Sinne dieses christlichen Menschenbilds stets an den Bedürfnissen Form zu definieren und als erweiterte Identität zu begreifen. Ihre Kirchlichkeit der Hilfesuchenden ausgerichtet. Hierzu zählen auch das Erkennen von beschreibt sich nicht nur in dem Auftrag, dauerhaft einem reli- Bedürfnissen und Notsituationen und die Entwicklung bedarfsgerechter giös motivierten, von Nächstenliebe geprägten Stifterwillen zu folgen. Einrichtungen und Dienste. Im Sinne der Gründer beobachten die Vielmehr ist das Sein und Handeln der Stiftung den Ergebnissen des Verantwortlichen der Stiftung Liebenau seit jeher und in Zukunft aufmerksam jüngsten Klärungsprozesses folgend dazuhin als ein „Stück Auftrag die Entwicklungen im Umfeld und sind darüber hinaus stets der Kirche“ zu verstehen. Sie ist deshalb aus einer verfassungsrecht- bereit, neue Herausforderungen anzunehmen. Als Beispiel sind die besonderen lichen Betrachtungsweise heraus der Amtskirche in bestimmter Form Einrichtungen für verhaltensauffällige Menschen mit Behin- „zugeordnet“. Da die katholische Kirche das Handeln der Stiftung nicht derung oder auch für Apalliker zu nennen. Allein der Umfang der unterschiedlichen nur als Fortführung der sozialen Arbeit der Stiftungsgründer ansieht, Dienste und Einrichtungen der Stiftung Liebenau belegt die sondern auch als ihre eigene „Lebens- und Wesensäußerung“ versteht, stetige Weiterentwicklung und Differenzierung nach den Bedürfnissen ist die Stiftung heute als eine Einrichtung der karitativen Diakonie zu der Hilfesuchenden. Die Stiftung Liebenau leistet aber nicht nur physische behandeln, die eine wesentliche Grundfunktion der katholischen Kirche Versorgung, sondern bietet dem ganzheitlichen Ansatz karita- und damit einen Teil des kirchlichen Sendungsauftrags wahrnimmt. tiver Arbeit folgend auch sinnstiftende Beschäftigungen an. Hierzu Durch diese Verortung findet sie sich heute, nach Abschluss des Statusfeststellungsverfahrens, zählen insbesondere Erziehungs- und Ausbildungseinrichtungen sowie im Geltungsbereich der kirchlichen Selbstver- die Unterhaltung eines pastoralen und seelsorgerischen Dienstes. waltung im Sinne des Art. 140 GG i.V.m. Art 137 Abs. 3 Weimarer Reichs- 26 27

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