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Broschüre - Das Schloss Liebenau

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13. bis 15. Jahrhundert

13. bis 15. Jahrhundert Die ersten Besitzer Errichtet wurde die Burg von den Vögten von Summerau, die im Argental ihre Sitze hatten (urkundlich erwähnt 1152). Warum die Summerauer ihren Wohnsitz für die Zeit von rund 100 Jahren in die Gegend zwischen Tettnang und Ravensburg verlegten und eine neue Burg bauten, die wesentlich kleiner und unbequemer als ihre Burgen im Argental waren, ist nicht bekannt. Ausschlaggebend war vielleicht die größere Nähe zu ihren Lehnherren – die Summerauer waren bedeutende Gefolgsleute der Welfen und später der Staufer – oder die Möglichkeit, die wichtige Straße vom Bodensee über Tettnang nach Ravensburg zu kontrollieren. Möglicherweise hegten sie auch die Hoffnung, ihr Territorium zu erweitern und ihre Hausmacht zu vergrößern. 6

Tatsache ist, dass vor allem in der Zeit zwischen 1264 und 1280 immer wieder besonders Albert III. von Liebenau – „von Liebenau“ nannte sich zumindest eine Linie der Summerauer seit 1264 – als Unterzeichner von Urkunden auftritt. 1287 siegelt er noch als Albert von Liebenau, 1305 befindet sich dann die Burg im Besitz der Grafen von Montfort. Von den folgenden 250 Jahren in Liebenau wissen wir sehr wenig. Auf der Burg saß ein Montforter Vogt, der die Aufgabe hatte, den Zoll sowie den Zehnt und sonstige Abgaben der hörigen Bauern der Umgebung einzuziehen und die Rechte der Grafen wahrzunehmen. Da die Anlage keine fortifikatorischen Aufgaben (mehr) hatte – selbst aus der Zeit der Bauernkriege schweigen die geschichtlichen Quellen – verfiel sie zunehmend, wohl noch begünstigt durch finanzielle Schwierigkeiten der Montforter. 7

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