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Broschüre - Das Schloss Liebenau

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17. bis 18. Jahrhundert

17. bis 18. Jahrhundert Mönche im Schloss Im 30jährigen Krieg wird Liebenau zwischen 1625 und 1643 dreimal geplündert. „Kaiserliche, Churbayerische und Lothringische Völker“ schleppen „an Ross, Vieh, Mobiliar, alles was in der Eile nicht salviert (gerettet) werden konnte,“ weg. 1666 nach dem Tode Balthasar II. von Laymann gehen Schloss und Herrschaft Liebenau – dazu gehören das Dorf Liebenau mit Weilern, Gütern und Höfen in 15 verschiedenen Orten – in den Besitz der Reichsabtei Weingarten über. Mit der Verwaltung ist ein Ammann (der Klostervogt oder auch Leiter der Verwaltung) betraut, der seinen Sitz in Liebenau hatte. Es gibt für den Ertrag der Weinberge im Ort einen eigenen Torkel. Erträge des Weines werden auch zum Bau der neuen Basilika in Weingarten verwendet. 10

Das Schloss wird als Ort der Erholung für die Mönche genutzt (Chateau du Plaisir de Weingarten), später zunehmend als Sitz der Verwaltung. Es wird jedoch immer baufälliger, so dass es 1695 unter Abt Willibald Koch völlig renoviert werden muss. Nach langen und vor allem kostspieligen Verhandlungen, die sich von 1764 bis 1772 hinziehen, erhält das Kloster von den Montforter Grafen die „Hohen Criminal-, Forst- und Territorial-Hoheitsrechte“, so dass die Reichsabtei nun uneingeschränkter Territorialherr der Herrschaft Liebenau ist. Diese Rechte kosten die Reichsabtei Weingarten circa 60.000 Gulden. Daran erfreuen kann sich Weingarten allerdings nur 30 Jahre lang bis zur Säkularisation 1802/03. 11

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