Mediathek der Stiftung Liebenau
Aufrufe
vor 3 Jahren

Bildungsprogramm 2020 - Akademie Schloss Liebenau

  • Text
  • Arbeit
  • Fachbereich
  • Kursnummer
  • Zeit
  • Akademie
  • Schloss
  • Leitung
  • Anmeldung
  • Menschen
  • Liebenau

Fachbereich

Fachbereich Sozialraumorientierung Sozialraumorientierte Assistenz 2020/2021 Die sukzessive Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes führt in den kommenden Jahren zu einer Neuausrichtung des Systems Eingliederungshilfe. Einrichtungen zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung haben künftig für personenzentrierte und auf den Sozialraum ausgerichtete Dienstleistungen zu sorgen. Um passgenaue Leistungen zu erbringen und sozialräumliche Hilfestrukturen und Netzwerke aufzubauen, sind Unterstützungsbedarfe mit der ICF sowie nutzbare natürliche Ressourcen im sozialen Umfeld der Betroffenen zu ermitteln. Die ICF (als künftige Grundlage der Bedarfsermittlung) markiert ebenfalls einen Paradigmenwechsel weg von einer diagnose- und defizitorientierten Sicht hin zu einer umfassenden Betrachtung des ganzen Menschen in seiner Lebenswelt. Die ICF begreift Behinderung als Teilhabeeinschränkung, die das negative Ergebnis der Wechselwirkung zwischen einer Person mit einem Gesundheitsproblem und ihren Kontextfaktoren (Lebenswelt) darstellt. Das Fachkonzept der Sozialraumorientierung richtet den Blick auf wesentliche Aspekte gelingender Inklusion: Die konsequente Orientierung an den Interessen und am Willen der unterstützten Person sowie die Unterstützung von Eigeninitiative und Selbsthilfe im lokalen Lebensumfeld. Damit wird die Lebensqualität der begleitenden Menschen gestärkt. Die Teilnehmenden lernen das Fachkonzept der Sozialraumorientierung kennen und erfahren, was unter fallunspezifischer und fallspezifischer Arbeit zu verstehen ist. Sie erlernen Strategien zur Sozialraumerkundung und Netzwerkarbeit und entdecken die Möglichkeiten bürgerschaftlichen Engagements. Sie können Methoden zur Erkundung von Ressourcen erproben und am konkreten Beispiel erfahren, wie personenzentrierte Hilfeplanung stattfinden kann. Die Teilnehmenden üben sich in einer respektvollen Haltung vor der Vielfalt der Lebensentwürfe und lernen vernetzt und ressourcenorientiert zu denken und zu handeln. Informationstag Inhalt • Kennenlernen • Konzeptvorstellung • Erwartungsklärung Sozialraumorientierung Inhalt • Einführung in die Sozialraumorientierung: Haltungen und Handlungsprinzipien einüben • Sozialraum einer Gemeinde: Ressourcen in der Lebenswelt entdecken • Inklusion als Leitidee: Zukunftsbild, Ressourcen und Herausforderungen im eigenen Handlungsfeld 152

Sozialraumorientierung Fachbereich Personenorientierte Hilfen entwickeln – Ressourcen in der Lebenswelt der Betroffenen erkunden Inhalt • Orientierung an den persönlichen Interessen und Bedürfnissen • Ressourcenorientierte Sichtweise und Arbeit mit den Stärken • Personen mit ihren natürlichen Ressourcen im Umfeld erfassen • Integrierte Teilhabeplanung auf der Basis der ICF • Individuellen Hilfe-Mix gestalten: Individuelle, sozialräumliche und professionelle Ressourcen zusammenführen Kooperation im Wohn- und Nahraum gestalten Inhalt • Netzwerke im Kontext von Inklusion, Teilhabe und Lebensqualität • Netzwerkarbeit im Unterschied zur Arbeit in der Organisation • Netzwerkarbeit: Was ist das und wie funktioniert sie? • Ansatzpunkte, Netzwerke für Adressaten in ihrem Sozialraum aufbauen Sozialraum erkunden und mit lokalen Akteuren kooperieren Inhalt • Die Lebenswelt mit den Menschen mit Behinderung erkunden • Mit der Gemeinde kooperieren: Gespräch mit dem Bürgermeister und Behindertenbeauftragten • Lokale Akteure (Vereine, Soziale Dienste, Wirtschaftsunternehmen, Kirchengemeinde) gewinnen und mit ihnen sammenarbeiten Zwischen den vier Modulen finden drei eintägige Praxisberatungstreffen in Kleingruppen statt. Diese sind selbst organisiert, finden an den Praxisorten der Teilnehmenden statt und werden von einer Beraterin oder einem Berater begleitet. Grundlage sind die Transferaufgabe pro Modul und die Fallbeispiele der Teilnehmenden. Arbeitsform Theoretische Impulse und die Vorstellungen von Methoden werden verknüpft mit Übungen, die eine Selbsterfahrung der Methoden ermöglichen. Über Transferaufgaben, Fallarbeit und Selbstreflexion wird das eigene Rollenverständnis und die Umsetzung in das jeweilige Arbeitsfeld thematisiert. mehr Informationen auf der nächsten Seite > 153

Hier finden Sie Impulse für den Alltag

Anstifter

Stiftung Liebenau Österreich