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Auf Kurs 01/2018

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BBW IM ÜBERBLICK uu

BBW IM ÜBERBLICK uu Umweltfreundlich mobil dank Spende: neue E-Bikes für das BBW Mit dem Zweirad zu den Azubis oder zum Geschäftstermin: Das Ravensburger Berufsbildungswerk stellt seinen Mitarbeitern künftig auch E-Bikes für Dienstfahrten zur Verfügung. Ermöglicht wurde die Anschaffung der beiden Pedelecs durch die Unterstützung zweier Kißlegger Unternehmen: Das Autohaus Stützenberger spendete 3.000 Euro, die Firma Zweirad Wenzler 400 Euro an das BBW. Dessen Geschäftsführer Herbert Lüdtke erhofft sich, „dass unsere Mitarbeiter nun vermehrt aufs Rad umsteigen, wenn sie in Ravensburg zu tun haben“. So können sie vom Hauptsitz in der Schwanenstraße aus die weiteren BBW-Standorte in der Stadt, zum Beispiel die Ausbildungsräume in der Bahnstadt oder die verschiedenen Außenwohnheime, ab jetzt auch umweltfreundlich und schnell per Dienst-Rad erreichen – und dabei auch gleich noch etwas für die Gesundheit tun. Das Berufsbildungswerk zu unterstützen – „das ist etwas, das uns am Herzen liegt“, begründet Josef Stützenberger die Spende. Als früherer langjähriger Leiter der Liebenauer Kfz-Ausbildungswerkstatt des BBW hatte er selbst bereits zahlreiche Jugendliche mit Benachteiligungen unter seinen Fittichen. Auch heute noch ist Stützenberger als Partnerbetrieb mit dem Berufsbildungswerk eng verbunden. Bevor die ersten Proberunden mit den neuen E- Bikes gedreht wurden, gab es vom Experten Rudolf Wenzler vom gleichnamigen Kißlegger Fahrradgeschäft noch eine kurze Einführung. Auch für Wenzler ist es ein Anliegen, die Arbeit des BBW zu fördern. Das, was hier gemacht werde, sei „eine gute Sache“. Und deshalb ist er sich sicher: „Es ist eine sinnvolle Spende.“ Über die neuen E-Bikes fürs BBW freuen sich (von links): Christof und Josef Stützenberger (Autohaus Stützenberger Kißlegg), Manfred Haas (BBW-Abteilungsleiter Bildung und Arbeit), Irina Neher (BBW-Mitarbeiterin), Herbert Lüdtke (BBW-Geschäftsführer), Katharina Hirt (BBW-Mitarbeiterin) und Rudolf Wenzler (Zweirad Wenzler Kißlegg). Foto: Klaus Unsere Projekte sind auf Spenden angewiesen. Für Rückfragen: Telefon 07542 10-1131 Spendenkonto: Stiftung Liebenau, Sparkasse Bodensee IBAN DE35 6905 0001 0020 9944 71, BIC SOLADES1KNZ 16 | Auf Kurs 1-2018

SCHILLERSTRASSE 15 ULM Kommunikatives Kunstprojekt an der Max-Gutknecht-Schule Ulm Schüler hinterlassen (Fuß-)Spuren Wie stehe ich im Leben? Welche Spuren hinterlasse ich? Wie finde ich meine eigene Spur? Mit diesen Fragen beschäftigen sich auf kreative Art und Weise derzeit Schülerinnen und Schüler der Max-Gutknecht-Schule. In Zusammenarbeit mit der Kunsttherapeutin Ursula Riemhofer entstehen Kunstwerke rund um die eigenen Fußabdrücke aus Gips. Anlass des Projektes ist das 20-jährige Bestehen ihres Bildungsstandortes in Ulm, das die Stiftung Liebenau 2018 feiert. Viele Schülerinnen und Schüler, aber auch einige Lehrkräfte, haben sich getraut, einzeln und nacheinander von Ursula Riemhofer Gipsabdrücke ihrer Füße anfertigen zu assen. Doch das ist erst der Anfang des Kunstprojektes an der Ulmer Max-Gutknecht- Schule (MGS). Sind die Abdrücke trocken, geht es darum, die ansonsten noch leeren Holzrahmen um die Gipsfüße herum kreativ zu füllen. Der Kreativität freien Lauf lassen Vorgaben gibt es keine, nur unzählige Materialien und Farben zur Auswahl: „Die Schüler dürfen reinmachen, was und wie sie wollen“, so Riemhofer. Und entsprechend vielfältig sieht das Ganze aus. Kein Werk gleicht dem anderen. Der eine gestaltet eine Sandlandschaft rund um die weißen Gipsabdrücke, die andere mag es farbenfroh, so wie die angehende Bäckerfachwerkerin Ana Filipa: „Jemand hat mein Leben bunter gemacht“, erklärt die 16-jährige Berufsschülerin ihre Gedanken hinter ihrem Kunstwerk und meint zu Ursula Riemhofer: „Man kann hier endlich mal seiner Kreativität freien Lauf lassen.“ Wenn der Rahmen von den Teilnehmern – meist sehr bunt und aufwändig – gestaltet ist, bittet die Kunsttherapeutin : „Schreib auf, wie es dir er- Farbenfrohe Spuren hinterlässt Ana Filipa mit ihrem Beitrag zum Kunstprojekt in der Max-Gutknecht-Schule Ulm. gangen ist.“ Manche bringen das Erlebte in zwei Worten auf den Punkt, andere füllen ganze Seiten mit ihren Gedanken. Das Rot drückt „meine ganz große Geschichte“ aus, fällt einem Schüler spontan als Titel für sein Werk ein, das zusammen mit den anderen zunächst in der schuleigenen „Galerie Max“ ausgestellt werden soll. Lehrerin Barbara Kinzler fasziniert besonders die Offenheit, mit der ihre Schüler sich auf das ungewöhnliche Projekt einlassen, und wie „innerhalb von ein paar Minuten eine ganz intensive Atmosphäre entstanden ist“. Viele Spuren Als Kunsttherapeutin sowie Spielund Ausdruckspädagogin hat die Ulmerin Ursula Riemhofer im Rahmen ihres Spuren-Projektes insgesamt bereits mehr als 120 Menschen begleitet – vor allem aus sozialen Einrichtungen und Schulen. „Auch wir waren gleich begeistert von ihren Ideen“, erzählt MGS-Schulleiter Roland Groner. Und so entwickelte sich aus dem Projekt auch das Motto für das ganze Jubiläumsjahr 2018: „Spuren hinterlassen...“ Denn was die Teilnehmer des Kunstprojektes gerade buchstäblich tun, haben die vielen jungen Menschen in den vergangenen zwei Jahrzehnten im übertragenen Sinne in der Ulmer Bildungseinrichtung schon gemacht: Spuren hinterlassen. Christof Klaus Die Ulmer Kunsttherapeutin Ursula Riemhofer begleitet die Aktion in der „Schillerstraße 15“. Fotos: Klaus Auf Kurs 1-2018 | 17

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