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Auf Kurs 01/2017

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BBW im Überblick Das

BBW im Überblick Das BBW – ein vielfältiger Arbeitsplatz für Ärzte, die etwas bewegen wollen Keine Weißkittel-Medizin Nicht nur Lehrer, Sozialpädagogen, Ausbilder, Erzieher und Psychologen arbeiten im BBW Hand in Hand bei der Förderung und Begleitung von Menschen mit besonderem Teilhabebedarf. Auch Medizinern bietet die Ravensburger Bildungseinrichtung einen überaus spannenden Arbeitsplatz mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten. Kollege gesucht! Die Arbeit von Dr. Stefan Thelemann, in Personalunion Leiter des Fachdienstes Diagnostik und Entwicklung sowie Betriebsarzt, stapelt sich: „Wir brauchen Verstärkung.“ Seit der Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Traumatherapie und Suchtmedizin Ende der 1990er Jahre mit dem Aufbau einer medizinischpsychologischen Abteilung im BBW begonnen hat, ist diese immer bedeutender geworden und hat auch überregionales Renommee erlangt. Mit Berufsvorbereitung, Ausbildung und Qualifizierungen unterstützt das BBW vornehmlich junge Menschen mit besonderem Teilhabebedarf auf ihrem Weg in den Beruf. Zu den Azubis und Schülern mit einer klassischen Lernbehinderung kamen im Laufe der Jahre aber immer mehr Personen mit psychischen Störungen und anderen Benachteiligungen hinzu. Heute gehören Menschen mit Posttraumatischen Belastungsstörungen, ADHS oder Autismus längst zur „normalen“ BBW-Klientel dazu. „Hier begegnet einem das gesamte psychiatrische Spektrum“, erklärt Dr. Thelemann. So sei gemäß der ICD-10-Klassifikationsliste der Krankheiten im Bereich der Verhaltensund psychischen Störungen alles vertreten – „von Drogen- und Alkoholmissbrauch (F1) bis hin zu emotionalen Störungen (F98)“. Spannendes Arbeitsfeld Mediziner mit vielfältigen Aufgaben: Dr. Stefan Thelemann, Leiter des Fachdienstes Diagnostik und Entwicklung im BBW. Foto: Kästle Nicht zuletzt wegen dieser Vielfalt an Herausforderungen bietet das Berufsbildungswerk für Dr. Thelemann auch aus medizinischer Sicht ein überaus spannendes Arbeitsfeld. Hier – so der Fachdienstleiter – könne man tatsächlich etwas bewirken und mitgestalten. Deshalb würde er sich freuen, auch andere Mediziner für diese Arbeit begeistern zu können. „Wir suchen Ärzte mit Erfahrung in (Kinder- und Jugend-)Psychiatrie, mit Spaß an der Arbeit mit Menschen, die intellektuelle oder psychische Einschränkungen haben, und mit Interesse an einem Job, der über die normale Weißkittel-Arbeit weit hinausgeht.“ Allgemeinärztliche Beratung, Betriebsmedizin, arbeitsmedizinische sowie (kinder- und jugend-)psychiatrische Diagnostik und Begleitung – das sei nur ein Teil der vielfältigen Aufgaben. So gehe es in dem Job als BBW-Mediziner auch um die Mitarbeit in Gremien, um Netzwerkarbeit und Forschung. Und um die Erarbeitung und Weiterentwicklung von Konzeptionen – wie die BBW-eigenen in Sachen ADHS und Autismus zum Beispiel. Gerade was den Asperger-Autismus angeht, spielt Dr. Thelemanns Einrichtung eine führende Rolle. Rund 100 junge Menschen mit dieser Diagnose im Alter zwischen 16 und 25 Jahren werden derzeit dort begleitet, zudem richtet man jährlich einen gut besuchten Fachtag mit bundesweiter Beteiligung in Ravensburg aus. Auch altersmäßig ist das Teilnehmerfeld im BBW mittlerweile breit gefächert: vom 16-Jährigen in der Berufsvorbereitung bis hin zum 60-Jährigen, der ein Coaching oder eine ProFiL-Maßnahme durchläuft. Ein weiteres Thema ist die Arbeit mit geflüchteten Menschen, die im BBW beschult werden oder einen Wohnheimplatz haben. Arbeit im Netzwerk Die Medizinerstelle im BBW – so Dr. Stefan Thelemann (Kontakt siehe Seite 23) – habe also einiges zu bieten – sehr gute Weiterbildungsmöglichkeiten inklusive, dazu geregelte Arbeitszeiten und mit der Stiftung Liebenau ein großes Sozialunternehmen im Rücken. Auch als Arzt sitzt man im BBW an der Schnittstelle der verschiedensten Akteure. Kooperiert wird zum Beispiel mit Rehakliniken, Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungsträgern, der Bundesagentur für Arbeit oder den Jobcentern der Landratsämter. Darüber hinaus gibt es natürlich auch eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten. Kurzum: „Es geht in dieser Position darum zu vernetzen, Brücken zu bauen – und natürlich für unsere Teilnehmer da zu sein.“ Christof Klaus 12 | Auf Kurs Dezember 2016

„BBW Open 2016“: Impressionen vom Tag der offenen Tür Entdecken, genießen, mitmachen Traumhaftes Wetter, zahlreiche Besucher und ein buntes Programm beim „BBW Open 2016“: Mehr als 1400 Besucher nutzten die Gelegenheit, beim Tag der offenen Tür einen spannenden Blick hinter die Kulissen des Berufsbildungswerks zu werfen, sich vor Ort zu informieren – oder auch selbst aktiv zu werden. Zum Beispiel beim Spendenlauf, bei dem 2.680 Euro für die Anschaffung neuer Sportgeräte und die Ausstattung der BBW-Turnhalle sowie mehrere Sachspenden zusammenkamen. Unter Teilnehmern: der mehrfache Nordic-Walking-Weltmeister Michael Epp. Guck mal! Eine von zahlreichen Mitmachaktionen beim BBW Open: Im Schreinerzentrum konnten die Besucher mit Hilfe der Azubis ein Geschicklichkeitsspiel aus Holz herstellen und mit nach Hause nehmen. „Wie fühlt man sich als Weltmeister? Wie oft trainieren Sie? Was ist das Schöne an Ihrem Sport?“ Nordic-Walking-Weltmeister Michael Epp musste im Interview mit den BBW-Azubis viele Fragen beantworten. Dampfende Grills beim kulinarischen Wettstreit im BBW-Innenhof: Mit dabei war auch Nico Brombeis, Geschäftsführer der Franz Lohr GmbH (Mitte), der hier an der Seite von BBW-Küchenchef Dirk Eberhard (rechts) den Hauptgang auf die Teller bringt: Rinderroulade mit pikanter Soße und Kartoffelschaum. Großes Interesse am BBW: Oliver Schweizer, Leiter der Abteilung Bildungsbegleitung, führte die Besuchergruppen durch die Bildungseinrichtung. Ein Hingucker: Mitarbeiter des BBW hatten zur Oldtimer-Ausstellung ihre historischen Fahrzeuge aus der Garage geholt. Fotos: Klaus Mister Spock beim BBW Open: Für die Ausstellung „50 Jahre Raumschiff Enterprise“ im Dornier-Museum Friedrichshafen bauten die Azubis aus dem BBW-Schreinerzentrum die Kulissen. Auf Kurs Dezember 2016 | 13

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