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Auf Kurs 01/2015

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Inhalt Unsere Autoren in

Inhalt Unsere Autoren in diesem Heft: Christof Klaus Freier Mitarbeiter Stiftung Liebenau Abteilung Kommunikation Claudia Wörner Freie Mitarbeiterin Stiftung Liebenau Abteilung Kommunikation Elke Benicke Freie Mitarbeiterin Stiftung Liebenau Abteilung Kommunikation Lisa Brunner Praktikantin Stiftung Liebenau Abteilung Kommunikation Inhalt Titel: Ein Sprungbrett in den Job: Teilzeitausbildung für Erwachsene im BBW (Foto: Klaus) Standpunkt 3 Titelthema: Bildungsgeschichten Markus S. – als Asperger-Autist zum Wunschberuf 4 Timo Fendt – alle Schicksalsschläge überwunden 6 Absolventen 2014: Die meisten haben einen Job 7 Ein „Sprungbrett“ in den Job 8 Jugendliche im BBW: Der Förderbedarf steigt 10 Clarissa M. – Stabilität gefunden 11 Josef-Wilhelm-Schule: Mit individueller Unterstützung zum Ziel 12 BBW im Überblick Inklusion – eine Positionsbestimmung 13 Zahlreiche Besucher beim „BBW Open“ 13 BBW blickt positiv in die Zukunft 14 ZF-Chef übernimmt Schirmherrschaft 16 Aktuelles aus dem BBW 17 Serie: Ausbildungsberufe im BBW Elektrotechnik: zwei neue Berufe stehen zur Wahl 18 Einen Augenblick bitte… Karin Zwisler und Eric Geffroy 19 Schillerstraße 15 Ulm Lea Scholz – auf dem Weg in den Job 20 Service Das Ausbildungsangebot im BBW 22 Übersicht: Ihre Ansprechpartner 23 Infos aus dem BBW – noch aktueller Neben der Auf Kurs informieren wir Sie über die interessantesten Neuigkeiten auch per E-Mail – zeitnah kurz und bündig mit dem BBW-Newsletter. Auf www.bbwrv.de/newsletter können Sie den Newsletter schnell und einfach abonnieren – selbstverständlich kostenlos und nur so lange Sie möchten. Impressum Auf Kurs Magazin der Berufsbildungswerk Adolf Aich gGmbH Herausgeber: Berufsbildungswerk Adolf Aich gGmbH www.bbw-rv.de Redaktion: Stiftung Liebenau Abteilung Kommunikation Helga Raible (verantwortlich), Christof Klaus Siggenweilerstraße 11 88074 Meckenbeuren Tel.: 07542/10-1181 Fax: 07542/10-1117 E-Mail: helga.raible@stiftung-liebenau.de Auflage: 4000 Erscheinungsweise: 2 Ausgaben pro Jahr Druck: Druckhaus Müller, Langenargen 2 | Auf Kurs 1-2015

Standpunkt Bildungsgeschichten Sie stehen in keinem Zeugnis und auf keinem Gesellenbrief: die kleinen und großen Geschichten hinter einer erfolgreichen Ausbildung im Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW). Und doch können die Ausbilder, Lehrer, Erzieher, Bildungsbegleiter und Psychologen im BBW von Dutzenden, ja Hunderten von ganz besonderen Fällen erzählen, die ihnen fest im Gedächtnis geblieben sind. Von absoluten Wackelkandidaten, die dann aber am Ende ihre Ausbildung als Kammerbeste abschlossen. Von Jugendlichen aus völlig zerrütteten Familienverhältnissen, die im BBW den nötigen Halt fanden und heute ein selbstständiges und geordnetes Leben führen. Oder von jungen Menschen mit erheblichen Gewaltund Drogenproblemen, die unter dem Dach des BBW- Wohnheims wieder in die Spur fanden. Schicksale, die zeigen, welch entscheidende Rolle das BBW in den Lebensläufen dieser Menschen gespielt hat. Und welche zum Teil nicht für möglich geglaubte Wendung aus so manch einem schwierigen Fall eine Erfolgsgeschichte werden ließ. Schon vor einigen Jahren hatten sich Mitarbeiter des BBW aus den unterschiedlichsten Abteilungen die Mühe gemacht, solche „Geschichten gelungener Bildung“ zu sammeln und aufzuschreiben. Heraus kam seinerzeit ein buntes Mosaik an Kurzbiografien, Erfolgsnotizen und Einblicken in die tägliche Arbeit im BBW. Und es gibt immer mehr Stoff für solche Geschichten – wie Sie in dieser Ausgabe der Auf Kurs nachlesen können. Denn immer mehr junge Menschen kommen mit immer schwierigeren und vielschichtigeren Problemen ins BBW. Benachteiligungen, die über eine reine Lernbehinderung weit hinausgehen. Posttraumatische Belastungsstörungen, Autismus, komplexe soziale und psychische Probleme sind für die BBW-Mitarbeiter längst zu den alltäglichen Herausforderungen geworden. Ein Wunder, dass die Prüfungsergebnisse trotzdem stimmen und die Vermittlungsquoten Jahr für Jahr erstaunlich hoch sind. Ein Wunder? Nein. Das Ergebnis der guten Arbeit im BBW, getragen von den hoch qualifizierten und engagierten Mitarbeitern eines Bildungsunternehmens mit mehr als 30-jährigen Erfahrung. In diesem bekommen Menschen mit besonderem Teilhabebedarf ein Hilfspaket, das hundertprozentig zu ihnen passt und das in derart vernetzter Form nur eine Komplexeinrichtung wie das BBW schnüren kann. Prominente Fürsprecher für diese wichtige Arbeit kann es nicht genug geben. Umso erfreulicher ist es, dass sich jetzt ein ganz wichtiger Vertreter aus der Wirtschaft zum BBW bekannt hat. Dr. Stefan Sommer, Vorstandsvorsitzender der ZF Friedrichshafen AG, hat die Schirmherrschaft über die berufliche Bildung in der Stiftung Liebenau – und damit insbesondere auch über das BBW – übernommen (siehe auch Seite 16). Ein starker neuer Partner für das Ravensburger Berufsbildungswerk, das schon lange die Nähe zur Wirtschaft pflegt und sich als wichtiger Fachkräftelieferant für die Unternehmen in der Region Bodensee-Oberschwaben begreift. Mit mehreren hundert Partnerbetrieben arbeitet das BBW zusammen. Azubis machen dort Praktika, absolvieren Teile ihrer praktischen Ausbildung – und oft werden sie auch von den Firmen übernommen und bewähren sich dort als zuverlässige, treue Mitarbeiter. Doch auch in die andere Richtung tut sich einiges. So nutzen namhafte Unternehmen aus der Region das Know-how des BBW in der Ausbildung, indem sie ihre eigenen Azubis zu einzelnen Kursen oder auch für längere Ausbildungsphasen ins Berufsbildungswerk schicken. Auch das ist ein Beispiel, wie breit mittlerweile das Spektrum im BBW ist. Dort lernt die alleinerziehende Ex-Gymnasiastin neben dem Autisten, die traumatisierte Jugendliche neben dem lernbehinderten Förderschulabgänger. Auf ihren Ausbildungsverträgen stehen die unterschiedlichsten Maßnahmen. Die einen brauchen „nur“ das fachliche Knowhow des BBW, die meisten aber brauchen das Setting einer Komplexeinrichtung samt intensiver psychologischer Begleitung und (sozial)pädagogischer Betreuung. Doch alle wollen am Ende das eine: mit einem gutes Abschlusszeugnis und einem festen Job auf eigenen Beinen stehen. Das wäre dann das Happy End für jede Bildungsgeschichte. Christof Klaus Auf Kurs 1-2015 | 3

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