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Auf Kurs 01/2015

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Berufe im BBW Neue

Berufe im BBW Neue Ausbildungsberufe im BBW: Fachinformatiker/-in und Industrieelektriker/-in Elektrotechnik: Immer am Puls der Zeit Über 50 unterschiedliche Ausbildungsberufe hat das BBW in seinem Angebot. Neu dazugekommen sind die Berufe Fachinformatiker/- in und Industrieelektriker/-in. Zum einen ist die Nachfrage nach solchen Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt hoch, zum anderen gibt es unter den Jugendlichen im BBW immer mehr, die dafür besondere Begabungen mitbringen. „Einige unserer Jugendlichen, unter anderem mit Autismus-Spektrum- Störung, bringen eine große Begeisterung und Begabung für den Bereich IT und Elektrik mit“, sagt Madeleine Haubner, Betriebsleiterin für den Bereich Elektrotechnik im BBW. „Es interessiert sie, wie ein PC in seiner Hard- und Software funktioniert. Sie beschäftigen sich intensiv mit Vernetzung von Systemen und probieren gerne Neues aus. Dieses Interesse ist sowohl im Beruf des Fachinformatikers als auch des Industrieelektrikers gefragt.“ In beiden Berufen wird, ähnlich wie in allen anderen Betrieben des BBWs, im ersten Lehrjahr der Fokus auf das Vermitteln von Grundkenntnissen, oft schon im Rahmen realer Aufträge, gesetzt. Im zweiten und dritten Lehrjahr verlagert sich dieser verstärkt auf die betriebliche Realität mit längeren betrieblichen Phasen in verschiedenen Kooperationsbetrieben. „So schnuppern sie Betriebsnähe und können Weichen für die Zukunft stellen“, sagt Haubner. Sowohl intern als auch extern und während ihrer gesamten Ausbildungszeit werden sie von den Fachdiensten des BBW unterstützt und begleitet. Installieren und vernetzen Fünf junge Männer haben die neu angebotene Ausbildung zum Fachinformatiker mit den Fachrichtungen Systemintegration oder Anwendungs- Durchblick im Kabelsalat: BBW-Ausbilder Daniel Scheffold (links) erklärt dem angehenden Fachinformatiker Manuel Schneider das Innenleben eines Schaltschranks. Foto: Klaus entwicklung bereits begonnen. Fachkundig ausgebildet werden sie von Daniel Scheffold, der über langjährige Berufserfahrung im IT-Bereich großer Wirtschaftsunternehmen verfügt. „In den ersten beiden Jahren lernen sie unter anderem, wie PCs und Server installiert und miteinander vernetzt werden“, erklärt Scheffold, „danach alles, was zum Erstellen eines Programms nötig ist. Im dritten Lehrjahr vertiefen die Anwendungsentwickler das Programmieren und die Fachleute für Systemintegration die Vernetzung und Fehlersuche.“ In der Praxis betreuen die jungen Männer die Webseiten des BBW, dessen Intranet-Seite sowie das hauseigene Netzwerk der Schule und nehmen externe Aufträge an. Nach der Ausbildung betreuen Fachinformatiker EDV-Anlagen größerer Betriebe oder werden von externen Systemhäusern zu Kunden geschickt, um Hardware bereitzustellen oder zu reparieren. Auch öffentliche Dienste wie Landratsamt und Stadtverwaltung suchen und stellen Fachinformatiker ein. „Die Chancen auf einen Arbeitsplatz nach der Ausbildung sind gut. Waren bis vor kurzem noch viele Quereinsteiger in diesem Bereich beschäftigt, so wünschen sich die Firmen zunehmend ausgebildete Fachkräfte“, berichtet Madeleine Haubner. Montieren, verbinden, prüfen „Ähnlich gut sieht es für den Beruf des Industrieelektrikers mit der Fachrichtung Betriebstechnik aus“, sagt sie. In diesem Beruf werden seit September 2014 zwei junge Männer ausgebildet. Später finden sie vorrangig in Betrieben mit eigener Betriebstechnik oder in der Automobilindustrie, im Anlagenbau oder in Energieversorgungsunternehmen einen Arbeitsplatz. Unter Anleitung ihres Ausbilders Stefan Wucher, Industriemeister und langjähriger Mitarbeiter in der hauseigenen Betriebstechnik, lernen sie, mechanische Komponenten und elektrische Betriebsmittel zu bearbeiten, zu montieren und zu verbinden. Sie installieren elektrische Systeme und Anlagen, reparieren Geräte und Maschinen. Gemeinsam mit den Kollegen aus dem Bereich Betriebstechnik halten sie so das BBW am Laufen. Elke Benicke 18 | Auf Kurs 1-2015

Augenblick bitte Einen AUGENBLICK bitte... Herr Geffroy, seit wann sind Sie im BBW? Seit etwa 34 Jahren – und seit dem 1.7.2014 nach Erreichen der Altersgrenze in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis. Ihr Arbeitsplatz? Bildungsbegleiter im Bereich Farbe. Was finden Sie interessant an Ihrer Arbeit mit Jugendlichen? Interessant finde ich, neben den facettenreichen Aufgabenstellungen und der Vielschichtigkeit der Kontakte sowohl mit internen als auch mit externen Stellen in der vernetztem Zusammenarbeit (Institutionen, Unternehmer, Handwerkerbetriebe), auch die hohe Lebendigkeit dieser Tätigkeit mit ihren vielfältigen Herausforderungen und verantwortungsvollen Aufgaben. Als besonders bedeutsam empfinde ich jedoch die Möglichkeit, aufgrund der Dauer der Maßnahme eine menschliche, persönliche Beziehungsebene zu dem Azubi aufzubauen – auch wenn diese natürlich immer professionell und doch zeitlich begrenzt ist. Zentral ist für mich dabei, dem Azubi mit Respekt und gewissermaßen auf Augenhöhe zu begegnen, nicht zuletzt auch deshalb, weil diese Begegnung oft auch eine Begegnung mit sich selbst und der eigenen Arbeit ist. Das ist mit Sicherheit eine gewisse Herausforderung, die ich immer als eine Bereicherung für mich selbst empfand und weiterhin so empfinde. Bitte ergänzen Sie den Satz: Die Azubis von heute… …brauchen mehr denn je eine menschliche Begegnung, basierend auf einer möglichst hochqualifizierten professionellen Beziehungsebene, die gleichwohl eine positive, bedingungslose Annahme ihrer Persönlichkeit und ihres Werdegangs voraussetzt. Welche Schlagzeile würden Sie in der Auf Kurs gerne lesen? „Empirische Untersuchungen belegen, dass die Integrationsarbeit des BBW einen wichtigen Baustein für die Inklusion seiner Absolventen in Beruf und Gesellschaft darstellt.“ Was machen Sie in Ihrer Freizeit? Vieles, was mir und meiner Familie Freude macht – ein bisschen von allem, was Balsam für Geist, Seele und Körper sein kann. Und manchmal auch einfach gar nichts. Eric Geffroy, 65 Jahre und Karin Zwisler, 26 Jahre Foto: Klaus Frau Zwisler, seit wann sind Sie im BBW? Seit 1. Juni 2014. Ihr Arbeitsplatz? Bildungsbegleiterin im Bereich Farbe. Was finden Sie interessant an Ihrer Arbeit mit Jugendlichen? Die Arbeit mit jungen Menschen ist sehr vielseitig. Als Bildungsbegleiterin arbeite ich mit Personen aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen zusammen, sowohl intern als auch extern. Dies erfordert eine hohe Flexibilität, und so gestaltet sich der Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich. Bitte ergänzen Sie den Satz: Die Azubis von heute… …haben jede Menge Potenzial, welches individuell gefördert werden muss. Da sich der Arbeitsmarkt stetig wandelt, stehen die Azubis immer wieder vor neuen Herausforderungen. Durch eine persönliche und individuelle Begleitung hier im BBW erfahren die jungen Menschen einen stabilen Rahmen, in dem sie die ersten Erfahrungen im Arbeitsleben sammeln können. Welche Schlagzeile würden Sie in der Auf Kurs gerne lesen? „Zehnjähriges Jubiläum! Das BBW Adolf Aich erreicht seit zehn Jahren 100 Prozent bei der Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt.“ Was machen Sie in Ihrer Freizeit? In meiner Freizeit fahre ich gerne Rad oder gehe gerne Schwimmen. Auf Kurs 1-2015 | 19

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