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Anstifter 3, 2020 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Pflege und Lebensräume, Service und Produkte sowie Teilhabe.

Schwerpunkt Digitale

Schwerpunkt Digitale Technik im Einsatz RABE-Rollator kennt den Heimweg Mit Hilfe des Elektromotors unterstützt der RABE-Rollator bei längeren Strecken und bei Gefälle. Kurze Distanzen kann er autonom zurücklegen, etwa das Heranfahren ans Bett, was der Sturzprophylaxe entgegenwirken kann. Per Navigation kann er sich in der Pflegeeinrichtung und im Außenbereich orientieren. Die direkte Kommunikation zwischen Rollator und Pflegeeinrichtung ist hilfreich vor allem bei der Betreuung von demenzkranken Menschen. Tablets für Bildung und Kommunikation IdeenVeschper – Influencer in eigener Sache IdeenVeschper ist ein digitaler Begegnungsraum für Jugendliche und Erwachsene mit Teilhabeeinschränkungen. Ein Team der Liebenau Teilhabe stellt diesen Instagram-Account zur Verfügung, die Inhalte liefern Menschen mit Unterstützungsbedarf. Sie werden so zu Influencern in eigener Sache. Inzwischen wird der Account in ganz Deutschland geliked, Beiträge kommen von unterschiedlichen Einrichtungen, Einzelpersonen oder Gruppen. Das IdeenVeschper soll dazu dienen, Menschen mit Handicap eine aktive Partizipation innerhalb der digitalen Welt zu bieten. Es wird gefördert von Aktion Mensch. Das Tablet zeigt die Zahl 25588: So viele Flaggen hat die Beschäftigte des Förderbereichs der Stiftung Liebenau in weniger als drei Wochen zugeordnet. Schnell und sicher liest sie den Namen des Landes und tippt auf die ausgewählte Flagge. Apps dieser Art können von Menschen mit geistig-kognitiven Einschränkungen auch zu zweit genutzt werden. Sie ergänzen den Bildungsauftrag des Trägers. Verbindung mit der Nachbarschaft Mit Hilfe des bundesweiten Netzwerks www.nebenan.de lässt sich die eigene unmittelbare Nachbarschaft digital vernetzen. Egal ob es um eine gemeinsame Radtour mit Kindern geht, die Gründung einer Freizeitgruppe oder Informationen zum Thema Imkern: Die Plattform vereinfacht die Vernetzung und den direkten nachbarschaftlichen Austausch. Sie wird in verschiedenen Mehrgenerationenhäusern der Stiftung Liebenau genutzt. 22 anstifter 3 | 2020

Schwerpunkt Foto: Felix Kästle Ethikkomitee der Stiftung Liebenau Der Einsatz von Technik in der Pflege Ethik-Check für Pflege-Technik Ob Pflegeroboter, GPS-Sender oder Tablets – die Pflege wird digitaler. Das Ethik- komitee der Stiftung Liebenau hat sich dieses Themas angenommen und gibt den professionell Pflegenden eine Orientierung in sechs Thesen. Ein Tracking-System etwa besteht die ethische Prüfung, wenn es unter klar definierten Bedingungen eingesetzt wird. Bei den betreffenden Personen muss tatsächlich die Gefahr des Verirrens bestehen, es müssen Datenschutzbestimmungen beachtet und Vorsorge getroffen werden für den Fall, dass die Technik ausfällt. Die Person sollte über das Gerät informiert sein. Download der Broschüre unter www.stiftung-liebenau.de/pflege-technik Transparente Tourenplanung mit MediFox Stammdaten der Kunden mit den vereinbarten Aufträgen können von ambulanten Diensten in MediFox ebenso hinterlegt werden, wie die Termine und die Dauer der Besuche. Außerdem sind behandelnde Ärzte und Kontaktpersonen auf dem Endgerät zu finden. Änderungen durch die Einsatzleitung, etwa bei einer Absage des Kunden, werden zeitgleich auf den Endgeräten aktualisiert. Nachrichten per Spracheingabe sind ebenfalls sofort für Mitarbeiter zugänglich. Die Sozialstationen der Stiftung Liebenau sind für ihre Touren mit MediFox ausgestattet. Senioren entdecken Videotelefonie Die Corona-Pandemie hat alle sozialen Kontakte auf ein Minimum heruntergefahren. Mit Hilfe der Technik konnte die Liebenau Österreich rasch Videotelefonie einrichten, sodass die Bewohner ihre Liebsten nicht nur hören, sondern auch sehen können. Für viele der älteren Menschen war das eine völlig neue Erfahrung. Da es keine Alternative gibt, wird diese Art der Kommunikation gern angenommen. Netz-Checker vermitteln digitales Wissen E-Learning für Auszubildende Prüfungsvorbereitung am Smartphone, Übungsaufgaben online bearbeiten, sich mit anderen Schülern oder Ausbildern online austauschen? Für einen Teil der Azubis beim Berufsbildungswerk Adolf Aich ist das längst Alltag. Beim sogenannten „E-Learning“ gibt es virtuelle Ausbildungsmodule für verschiedene Fächer. Eine umfassende Wissens- und Lernplattform, auf die Azubis jederzeit und von überall zugreifen können, wächst stetig. Erklärvideos zu Ausbildungsinhalten stehen bereit, Berichtshefte werden elektronisch geführt – und das auch schon vor Corona. Die Veranstaltungsreihe „Netz-Checker“ vermittelt Menschen mit Handicap Inhalte zu den Themen Smartphone und Tablets, Instagram und WhatsApp. Die Einstiegskurse in Zusammenarbeit mit dem Kreismedienzentrum Bodenseekreis richten sich an all diejenigen, für die der Umgang mit diesen Medien noch neu und ungewohnt ist. Dabei werden die Teilnehmenden befähigt, soziale Medien zu nutzen, mögliche Gefahren zu erkennen und sich die notwendigen Fähigkeiten anzueignen, um sicher im Netz unterwegs zu sein. WhatsApp etwa ermöglicht auch Menschen, die nicht lesen und schreiben können, eine Kommunikation über Sprachnachrichten oder Fotos. Schwierigkeiten bereiten oft die vielen englischen Begriffe. In verständlicher Sprache werden sie erklärt und zusammen mit anderen Informationen als Arbeitsmaterialien an die Teilnehmer ausgehändigt. Das Interesse an den Netz-Checker-Kursen, die von Aktion Mensch unterstützt werden, ist groß, daher gibt es 2021 weitere Kurse. anstifter 3 | 2020 23

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