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Anstifter 3, 2020 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Pflege und Lebensräume, Service und Produkte sowie Teilhabe.

Stiftung Liebenau 185 neue Azubis und DH-Studenten Neu erschienen: „Über Wasser gehen“ So viele neue Auszubildende und Studierende der Dualen Hochschule (DH) wie nie zuvor haben in diesem Herbst bei der Stiftung Liebenau angefangen: 185 junge Männer und Frauen starteten in ihr Berufsleben. Das sind 15 mehr als im Vorjahr. Die meisten Auszubildenden (77) haben in der Altenpflege begonnen. Es ist der erste Jahrgang in der so genannten generalistischen Ausbildung, die die bisherigen Ausbildungsgänge Altenpflege, Kinderkrankenpflege und Krankenpflege miteinander vereint. In der Liebenau Teilhabe sind es 56 Schülerinnen und Schüler, die dieses Jahr ihre Ausbildung als Heilerziehungspfleger, Altenpfleger, Altenpflegehelfer, Arbeitserzieher oder Jugend- und Heimerzieher angefangen haben. In den Liebenau Kliniken haben 16 junge Frauen und Männer begonnen, wo sie zum größten Teil einen Beruf in der Heilerziehungspflege oder Jugend- und Heimerziehung erlernen. Sie erwartet eine Ausbildung an der Schnittstelle von Therapie und Medizin. Auch das Berufsbildungswerk Adolf Aich hat 12 neue Auszubildende, als Jugend- und Heimerzieher im Wohnbereich oder als Arbeitserzieher, außerdem wurde eine DH-Studentin der Sozialen Arbeit eingestellt. Unter den Neuen sind auch Azubis aus den Dienstleistungsbereichen der Stiftung Liebenau, vier Elektroniker für Betriebstechnik und in den Technischen Diensten, und je ein Hauswirtschafter, eine Fachfrau für Systemgastronomie und eine Gebäudereinigerin in der Liebenau Service. 17 „Neue“ sind in der Holding der Stiftung Liebenau gestartet. Hier werden traditionell Bürokaufleute und DH-Studierende der Fachrichtungen „BWL-Gesundheitsmanagement“ und „BWL-Industrie“ ausgebildet, aber auch Gärtnerberufe, Forstund Landwirte. Über Wasser gehen zu können wie Jesus – ein Gedanke, der Menschen seit über 2000 Jahren fasziniert. Was es mit diesem Bild auf sich hat, warum diese biblische Erzählung solche Kraft entfaltet, ist ein Thema im neuen Buch von Michael H. F. Brock. Wie in den vergangenen Jahren hat er sich auf die Suche nach Begegnungen mit Jesus gemacht. Ort der Suche ist diesmal das Heilige Land. Gemeinsam mit anderen hat Michael H. F. Brock dort dem Leben Jesu nachgeforscht, hat mit Hilfe von Exegese und Archäologie versucht, ein Bild des Menschen Jesus wiederzufinden, das durch Tradition verschüttet war. Wie hat Jesus von Nazaret gelebt? Welche Fragen haben ihn und die Menschen seiner Zeit beschäftigt? Welche Antworten gab seine Tradition? Welche Antworten gab er, nachdem er den Himmel geöffnet sah? Welchen Weg ging er nach seiner Vision: der Vision vom Menschen und von Gott als gemeinsame Beziehungsgeschichte zwischen Himmel und Erde ohne Gewalt und Gericht? In einfühlsamen Dialogen hat der Autor Mosaiksteine der Welt vor 2000 Jahren zusammengesetzt. Sie zeigen Jesus von Nazaret als einen Menschen, dem zu folgen sich auch heute lohnt. Das Buch ist erhältlich im Liebenauer Landleben und im Buchhandel. ISBN 978-3-8436-1270-8 Lesen Sie auch das Interview mit Michael H. F. Brock unter www.verlagsgruppe-patmos.de/lebe-gut/alle-beitraege/ auf-der-suche-nach-antworten-zur-krise-des-glaubens Termine Über neue Termine halten wir Sie weiterhin auf dem Laufenden unter: www.stiftung-liebenau.de/aktuelles/termine 12 anstifter 3 | 2020

Stiftung Liebenau Leben in der Corona-Pandemie Maskenpflicht sogar für Adolf Aich: Mit solchen Plakaten wird in Liebenau an den notwendigen Ansteckungsschutz erinnert. Mit Herbstbeginn werden die Vorsichtsmaßnahmen in allen Einrichtungen wieder verstärkt, um eine zweite Welle der Corona-Pandemie zu begrenzen und einen erneuten Lockdown zu verhindern. Mit Ausbruch der Corona-Pandemie im März hat sich in der Stiftung Liebenau vieles geändert. Statt Offenheit und Nähe galt es in den Einrichtungen und Diensten nun, Zutrittsbeschränkungen und Abstandsregelungen umzusetzen, zum Schutz von Mitarbeitenden und betreuten Menschen. Bereits Ende Februar hatten die italienischen Einrichtungen gemeldet, wie dramatisch sich das neue Coronavirus auswirkte. Von da an arbeiteten auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz alle Verantwortlichen mit Hochdruck daran, möglichst großen Schutz zu bieten, Ansteckungsgefahren zu reduzieren und Infektionsketten zu unterbrechen. Dennoch haben sich seit Februar bis zur Drucklegung dieser Anstifter-Ausgabe 126 betreute Menschen mit dem Virus infiziert, 24 sind damit verstorben. Bei 111 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde eine Infektion festgestellt. Die meisten Infektionen, 84 betreute und 64 beschäftigte Menschen, wurden aus den italienischen Pflegeeinrichtungen gemeldet, dort sind 17 betreute Menschen verstorben. Ein bisschen aufatmen konnten die Menschen in der Stiftung Liebenau in den Sommermonaten. Die Kontakteinschränkungen wurden gelockert, Angehörige konnten ihre Lieben in den stationären Einrichtungen wieder besuchen, die Werkstattbeschäftigten kehrten aus der Isolation an ihre Arbeitsplätze zurück. In der Akademie Schloss Liebenau hat der Fort- und Weiterbildungsbetrieb im September wieder begonnen. Trotzdem: Von einer Rückkehr zur Normalität ist nichts zu spüren. Zu Beginn der Herbstmonate wurden die Vorsichtsmaßnahmen wieder verstärkt, der Krisenstab tagt regelmäßig digital, um Informationen auszutauschen, Risiken abzuschätzen und bei Bedarf rasch, effizient und gut abgestimmt reagieren zu können. Justizminister Wolf lädt Beschäftigte ein Baden-Württembergs Justizminister Guido Wolf (3.v.r.) besuchte bei einer Tour durch seinen Wahlkreis Tuttlingen auch das Dienstleistungszentrum zur Teilhabe am Arbeitsleben der Stiftung Liebenau in Spaichingen. Begleitet hat ihn die CDU-Kreisvorsitzende Tuttlingen Maria-Lena Weiss (links) in die Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM). Jörg Munk (rechts), Geschäftsführer der Liebenau Teilhabe, freute sich über das Interesse und beschrieb den Ort als einen innovativen Ansatz zur Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Einschränkungen und eine niederschwellige Brücke für wohnortnahe Beschäftigung. Bis zu 48 Menschen mit Unterstützungsbedarf erhalten attraktive Beschäftigungsmöglichkeiten, ambulante Assistenzleistungen ermöglichen Beschäftigungen auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Bereits ein Jahr nach der Eröffnung arbeiten 25 Leute in dieser besonderen WfbM. Wolf zeigte sich beeindruckt von dem Konzept und den Leistungen der Menschen mit Handicap: „Sie machen das perfekt! Hier kann sich jeder nach seinen Bedürfnissen entwickeln.“ Auf die Frage, was er eigentlich den ganzen Tag in Stuttgart mache, war die Antwort: „Ihr seid herzlichst eingeladen, mich im Landtag zu besuchen, sobald es Corona wieder zulässt.“ Dieser Einladung folgte großer Applaus. anstifter 3 | 2020 13

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