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Anstifter 3, 2019 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Pflege und Lebensräume, Service und Produkte sowie Teilhabe.

Aus der

Aus der Praxis Das Haus St. Damiano II in Stuttgart-Bad Cannstatt. Stiftung Liebenau Gesundheit Neue Wohnheime für Menschen mit Behinderungen Zwei sozialtherapeutische Wohnheime für jeweils 24 Menschen mit Behinderungen hat die Stiftung Liebenau im Frühsommer eingeweiht: Auf dem Stuttgarter Memberg das Haus St. Damiano II, das Menschen mit zusätzlichen psychischen Erkrankungen ein Zuhause vor Ort bietet. In der Allgäugemeinde Vogt leben im neuen Haus St. Helena Menschen mit einem besonders hohen Betreuungsbedarf. Die Stiftung Liebenau betreibt bereits ein sozialtherapeutisches Wohnheim am Stammsitz in Meckenbeuren. Das Haus St. Damiano II in Stuttgart-Bad Cannstatt steht in einem Wohngebiet in der Winterbacher Straße auf einem Areal mit dem neuen Gemeindezentrum samt Kindertagesstätte der Kirchengemeinde St. Peter. Das neue Wohnheim beherbergt vier Wohngruppen für insgesamt 24 erwachsene Bewohner. Direkt gegenüber befindet sich der ebenfalls zweigeschossige Betreuungs- und Förderbereich mit Gruppen- und Werkräumen für die Tagesgestaltung. Die Bewohner werden von besonders qualifiziertem Personal heilpädagogisch, pflegerisch, medizinisch und therapeutisch betreut und individuell begleitet. Eine Besonderheit ist der Mehrzweckraum, der sowohl von den Heimbewohnern wie auch von der Kirchen- Das Sozialtherapeutische Wohnheim St. Helena in Vogt. gemeinde und den Anwohnern genutzt werden kann. Nur wenige Minuten entfernt befindet sich das Haus St. Damiano I, das die Stiftung Liebenau seit 13 Jahren mit demselben Betreuungsangebot betreibt. Gabriele Reichhardt, stellvertretende Leiterin des Sozialamtes Stuttgart, sagte in ihrem Grußwort, dass Stuttgart dringend solche besonderen Wohn- und Lebensplätze brauche. Es habe rund 200 Bewerbungen für die 24 neuen Plätze gegeben, machte Peter A. Scherer, Sprecher des Angehörigenbeirats von St. Damiano, die hohe Nachfrage deutlich. „Ich bin dankbar, dass es so ist, wie es ist“, erklärte Pfarrer Martin Kneer. Er erinnerte mit bewegenden Worten daran, dass es für die Kirchengemeinde nicht einfach war, die alte Kirche St. Peter abzureißen und auf dem Gelände etwas Neues zu errichten. Mit dem neuen Wohnheim St. Helena ermöglichen auch in Vogt dezentrale Strukturen Menschen mit schweren Behinderungen mehr Teilhabe in ihrer Heimatregion. Seit Januar 2019 wohnen hier 24 Menschen. In den beiden baugleichen Obergeschossen befinden sich jeweils zwei Sechser-Wohneinheiten mit zentral gelegenen Koch-, Ess- und Wohnbereichen. Im Erdgeschoss des neuen Hauses sind Räume für die tagesstrukturierende Betreuung. Jörg Urbaniak, Co-Dezernent Soziales im Landratsamt Ravensburg, sagte: „Das Leben nahe dem heimatlichen sozialen Umfeld erlaubt den Menschen mit Behinderungen einen kontinuierlichen Kontakt mit Angehörigen und anderen Bezugspersonen. Emotionale Bindungen können auf diese Weise erhalten und gepflegt werden.“ Bürgermeister Peter Smigoc betonte, dass alle Gespräche von Anfang an von einem guten Geist und von gegenseitigem Vertrauen getragen waren. Das neue Wohnheim sei ein bedeutender Baustein der gemeindlichen Infrastruktur. Der Bau beider Häuser wurde gefördert vom Ministerium für Soziales und Integration aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg. Das Haus St. Damiano II unterstützte auch die Aktion Mensch, das Haus St. Helena die Kreditanstalt für Wiederaufbau. 28 anstifter 3 | 2019

Aus der Praxis Stiftung Liebenau Pflege und Lebensräume Drei Stiftungen engagieren sich gemeinsam Ein neues Zentrum für Wohnen, Pflege und Begegnung im Ulmer Stadtteil Wiblingen hat im Oktober den Betrieb aufgenommen: Die Stiftung Liebenau betreibt hier ein Pflegeheim mit 45 Plätzen, während die Paul Wilhelm von Keppler-Stiftung 18 Service-Wohnungen vermietet. Zudem gibt es einen Veranstaltungssaal der Olga und Josef Kögel – STIFTUNG FÜR WIBLINGEN für die Öffentlichkeit. In den kleinteiligen Strukturen des Pflegeheims sollen gute Beziehungen entstehen, die durch abwechslungsreiche Einzel- und Gruppenangebote gefördert werden. Jede Wohngruppe umfasst 15 Einzelzimmer, ein Pflegebad und einen freundlich gestalteten Wohn- und Essbereich mit integriertem Pflegestützpunkt. Dadurch ist immer eine Pflegekraft präsent. Damit sich der Alltag sinnvoll entwickeln kann, startete das Pflegeheim zunächst mit einer Wohngruppe. Zwei weitere Gruppen werden etwas später belegt. Die Zimmer selbst sind mit moderner Technik ausgestattet, beispielsweise mit TV, WLAN und bodentief absenkbaren Betten, die den Einsatz von Bettgittern überflüssig machen. Vor dem Einzug gab es einen Tag der offenen Tür, der von der Öffentlichkeit rege genutzt wurde, sich zu informieren. Auch in den Service-Wohnungen der Keppler-Stiftung, in der Menschen selbstständig leben und bei Bedarf individuelle Unterstützungsangebote erhalten können, herrschte reger Andrang. Bernd Reik, Regionalleiter der Stiftung Liebenau für die Bereiche Pflege und Lebensräume, wertete das große Interesse als ein Zeichen dafür, dass die drei beteiligten Stiftungen mit ihrem gemeinsamen Engagement das richtige Angebot für Wiblingen geschaffen haben. Stiftung Liebenau Service Zum Wohlfühlen: Gebrauchtes aufgepeppt Das Nähwerk liefert! Über nagelneue Taschen aus Upcycling-Material freut sich das Hotel Torkel in Nonnenhorn. Künftig können die Hotelgäste darin Handtücher und Bademäntel verstauen, ehe es in den Wellness-Bereich geht. Gefertigt wurden die Taschen im Liebenauer Nähwerk von Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf. Als Rohmaterial diente ein Baubanner, das kürzlich noch bei Umbauarbeiten am Hotel zum Einsatz kam. Besonders war auch das Banner selbst: An der Gestaltung waren Kinder der Grundschule Nonnenhorn beteiligt. Unter dem Motto „Male dein Traumhotel“ steuerten die Nachwuchsarchitekten zahlreiche bunte Bilder bei, die auf das Banner gedruckt wurden. Zur Übergabe traf Markus Lerner, Bereichsleitung Produktion und Vertrieb in der Liebenau Service, den Hotelchef Georg Stoppel. Produkte des Nähwerks sind übrigens im Liebenauer Landleben erhältlich. anstifter 3 | 2019 29

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