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Anstifter 3, 2019 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Pflege und Lebensräume, Service und Produkte sowie Teilhabe.

Aus der

Aus der Praxis Stiftung Liebenau Pflege und Lebensräume Revolution in der ambulanten Pflege „Buurtzorg“ bedeutet Nachbarschaftshilfe. Das niederländische Unternehmen gleichen Namens ist seit 2007 in der ambulanten Pflege tätig. Jos de Blok gründete es unter dem Motto: „Menschlichkeit vor Bürokratie“. Seine Idee: „Gebt den Pflegekräften ihre Berufung zurück und schafft Rahmenbedingungen, dass sie die Menschen so betreuen können, wie sie es lieben.“ Heute ist Buurtzorg mit über 10 000 Mitarbeitenden der größte Anbieter für ambulante Pflege in den Niederlanden. Bei Buurtzorg ist jede Pflegekraft für die gesamten Pflegetätigkeiten verantwortlich. Mitarbeitende kümmern sich auch um die Erstellung und Umsetzung von Pflegeplänen, die Verwaltung von Antragsformularen und die Abrechnung. „Dieser ganzheitliche Ansatz sorgt für ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Selbstständigkeit und wird von Pflegenden und Kunden sehr gut angenommen“, so Prof. Dr. Maria Mischo-Kelling, die an der Hochschule Ravensburg-Weingarten an der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege lehrt und das Konzept bei einem Fachtag der Stiftung Liebenau vorstellte. Laut Dr. Alexander Lahl, Geschäftsführer der Unternehmen im Aufgabenfeld Stiftung Liebenau Pflege und Lebensräume besteht großes Interesse, das Modell Buurtzorg zu prüfen und in das eigene Portfolio aufzunehmen. Stiftung Liebenau Bildung Verantwortung übernehmen für Afrika Fluchtursachen wirksam bekämpfen und jungen Menschen aus Afrika eine berufliche Zukunft in ihren eigenen Ländern ermöglichen: Zu diesem Zweck kooperiert das Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) mit vergleichbaren Einrichtungen in Uganda, Ruanda und Nigeria. Beim Thementag „Bildung für Afrika“ im Juni im BBW in Ravensburg war auch MdB Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), zu Gast. Seine Botschaft: „Eine gute berufliche Bildung ist die beste Grundlage für gute Lebensperspektiven – hier und in Afrika.“ Der Kontinent sei geprägt von einer schnell wachsenden Bevölkerung und einem großen Anteil an jungen Menschen. Der „Marshallplan mit Afrika“ setzt dabei insbesondere auf Ausbildung, den Aufbau eines tragfähigen Mittelstandes und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen. Einen Teil dazu beitragen möchte auch das Berufsbildungswerk, das schon in der Flüchtlingskrise ab dem Jahr 2015 Verantwortung übernommen hatte, mit der Unterbringung, Betreuung, Beschulung und Qualifizierung zugewanderter Menschen. In Afrika wolle man Projekte unterstützen, „in die wir unsere Kernkompetenzen als Berufsbildungswerk sinnvoll und erfolgreich einbringen können“, so BBW-Geschäftsführer Herbert Lüdtke. Gefördert vom Entwicklungspolitischen Schulaustauschprogramm ENSA waren bereits im Mai ugandische Azubis zu Gast an den BBW-Standorten Ravensburg und Ulm, im Juni fand der Gegenbesuch in Afrika statt. 26 anstifter 3 | 2019

Aus der Praxis Stiftung Liebenau Teilhabe Betriebsausflug der besonderen Art 40 Beschäftigte der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM) aus Villingen-Schwenningen besuchten ihre Arbeitskolleginnen und -kollegen am Stammsitz der Stiftung Liebenau. Der Werkstattrat hat diesen Ausflug mit breiter Mehrheit beschlossen. Stefan Fricker, Bereichsleiter Arbeit und Bildung der Liebenau Teilhabe, freute sich auf den Austausch der Beschäftigten aus den verschiedenen WfbM. Immerhin arbeiten 360 Menschen an elf unterschiedlichen Standorten. Zwar ist Liebenau mit 115 Beschäftigten der größte Standort, aber die Villinger spielen mit 50 Leuten ebenfalls eine wichtige Rolle. Beim Rundgang durch die verschiedenen Arbeitsbereiche stellte Fricker den Bereich vor, wo Experimentierkästen zusammengestellt und etikettiert werden. Die Stückzahl beeindruckte die Besucher ebenso wie die großen Firmennamen, für die die Beschäftigen in Liebenau arbeiten: Lufthansa, Vaude, Carthago Wohnmobile, Kosmos Verlag oder LTS Leuchten. Einiges ist an beiden Standorten ähnlich: So wird in der WfbM in Villingen-Schwenningen wie auch in Liebenau montiert, konfektioniert, verpackt oder etikettiert. Stiftung Liebenau Pflege und Lebensräume Im Alter in der Heimat zu Hause Grund zu feiern: Das Haus der Pflege St. Hildegard im Böblinger Stadtteil Diezenhalde bietet älteren und pflegebedürftigen Menschen seit zehn Jahren eine Heimat. Gemeinsam zogen die Stiftung Liebenau, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses und Vertreter der Gemeinde bei einer Feier positive Bilanz. Das Haus St. Hildegard bietet 40 Dauer- und vier Kurzzeitpflegeplätze sowie 13 Heimgebundene Wohnungen. Zusammen mit den „Lebensräumen für Jung und Alt“ der Stiftung Liebenau ist es fester Bestandteil im Stadtteil Diezenhalde. Eine gelebte Nachbarschaft, regelmäßige Gottesdienste und Seelsorgetreffen der Kirchengemeinden, Besuche des Kindergartens Nebelloch und das Sportangebot des DRKs sorgen für einen abwechslungsreichen Alltag und lebendige Gemeinschaft. Die Stiftung Liebenau arbeitet im Raum Stuttgart eng mit weiteren Kommunen zusammen, um älteren und pflegebedürftigen Menschen im Alter in ihrer gewohnten Umgebung ein Zuhause zu bieten: in Weil im Schönbuch betreibt sie seit 13 Jahren das Haus der Pflege St. Martinus mit 58 Plätzen und ihn Ehningen seit zwölf Jahren das Haus der Pflege Magdalena mit 47 Dauer-, zwei Kurzzeit- und drei Tagespflegeplätzen. anstifter 3 | 2019 27

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