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Anstifter 3, 2019 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Pflege und Lebensräume, Service und Produkte sowie Teilhabe.

Aus der

Aus der Praxis Stiftung Liebenau Teilhabe Qualifizierte Ersthelfer in der Schule Sieben Schülerinnen und Schüler wurden am Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) Don-Bosco-Schule zu qualifizierten Ersthelfenden ausgebildet. Sie sind jetzt Mitglieder im Schulsanitätsdienst. Bei kleineren oder größeren Notfällen wie Schürfwunden, Verbrennungen oder einem Schnitt können sie bei Schülern oder Lehrkräften schnelle Erste Hilfe leisten. In zwei Workshops lernten sie unter Anleitung von Michaela Schäfer vom Deutschen Roten Kreuz Tettnang was eine stabile Seitenlage ist, wie man die Atmung überprüft, welche Arten von Verletzungen und Verbänden es gibt, wie eine Reanimation durch Herzdruckmassage erfolgt und wie man einen Defibrillator anwendet. Die Schulsanitäter betreuen zudem Schul- und Sportveranstaltungen und kontrollieren die Erste-Hilfe-Kästen, damit immer genügend Verbandsmaterial da ist. Das Interesse an der Ausbildung war so groß, dass ein Auswahlverfahren durchgeführt wurde. Voraussetzungen für den Schulsanitätsdienst seien „Spaß am Umgang mit Mitmenschen, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein. Natürlich müssen die Ersthelfenden auch Blut sehen können“, so Conny Gerson, Schulsozialarbeiterin an der Don-Bosco-Schule. Stiftung Liebenau Teilhabe Leitfaden für ganzheitliche Begleitung bis zuletzt Ein neu erschienener Leitfaden gibt Mitarbeitenden bei der Sterbebegleitung von Menschen mit Behinderungen bestmögliche Unterstützung: „Das Thema Tod muss angenommen und ausgehalten werden – eine anspruchsvolle Aufgabe im Arbeitsalltag“, betonte Christine Beck von der Liebenau Teilhabe bei der Vorstellung der fachlichen Anleitung. Diese bietet konkrete Handlungsschritte und gibt zusammen mit einer Checkliste Hilfe für die Mitarbeitenden in der hochsensiblen Phase des Sterbens einer Bewohnerin oder eines Bewohners. Palliative Care orientiert sich am Willen und an den Bedürfnissen des Menschen in seiner letzten Lebensphase: Körper, Geist und Seele werden gleichermaßen in den Blick genommen. „Das Bedürfnis darüber zu reden ist immens groß“, so Christian Glöckler, Leiter des Arbeitskreises „Palliative Versorgung“, der sich 2017 gegründet hat. Das zeigte auch die große Resonanz: Über 100 Mitarbeitende besuchten die Einführungsveranstaltungen. 24 anstifter 3 | 2019

Aus der Praxis Stiftung Liebenau Teilhabe Aus Zuhören entsteht Zuwendung Fünf Wochen lang hat Florian Müller zu Beginn seiner Tätigkeit im Pastoralen Dienst der Stiftung Liebenau Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen besucht: „Was mich begeistert hat, war die Motivation vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Der Schwerpunkt seiner Arbeit, die er sich als Nachfolger von Ulrich Gebert mit seinem Kollegen Wolfgang Ilg teilt, liegt in der Leitung verschiedener Gruppen, wie zum Beispiel der Ministrantinnen und Ministranten und des Bibelkreises in Rosenharz sowie in der Begleitung einzelner Personen. Das kann angesichts des nahenden Todes sein, in der palliativen Vorsorge, aber auch bei ganz persönlichen Anliegen. Gespräche mit trauernden Angehörigen gehören zu seinen Aufgaben sowie Beerdigungen, Gottesdienste an Sonntagen und in den Gruppen. Für den 55-jährigen Pastoralreferenten und Diplom-Theologen schließt sich mit seiner neuen Tätigkeit ein Kreis: „Ich freue mich, dass ich nun wieder ganz nah an den Menschen sein kann, in der direkten Seelsorge und noch einmal mit Motivation etwas Neues beginnen darf. Mir geht es bei der seelsorgerlichen Begleitung von Menschen um gelingendes Leben. Die christliche Botschaft bietet hier Antworten an, wie wir das Leben mit all seinen Wendungen und Brüchigkeiten annehmen und gestalten können. Und darüber spreche ich mit den Menschen – das ist alles.“ Stiftung Liebenau Pflege und Lebensräume Neue Perspektiven fürs Wohnen im Alter Am Ortsrand von Waldburg, in Forstenhausen, eröffnete die Stiftung Liebenau mit den Vertretern der Gemeinde Waldburg die Baumaßnahmen für ein wohnortnahes Leben im Alter mit einem symbolischen Spatenstich. Das langjährige Pflegeheim in Waldburg entsprach nicht mehr der Landesheimbauverordnung. Der Waldburger Landwirt Magnus Gehweiler stiftete 10 000 Quadratmeter Land für eine wohnortnahe Anlage, in der ältere Menschen in Würde und Autonomie leben können. Das moderne und offene Haus der Pflege für 30 ältere Menschen, die eine 24-Stunden-Begleitung benötigen, soll schon im Herbst 2020 eingeweiht werden. Daneben entsteht ein Haus mit 14 Appartements nach dem Konzept Service-Wohnen für ältere Menschen, die nur ein gewisses Maß an Hilfe benötigen. „In den Appartements wird ein technisch ausgereiftes Assistenzsystem zur Unterstützung und Sicherheit im Alltag angelegt“, erklärte Stefanie Locher, Geschäftsführerin der Unternehmen im Aufgabenfeld Stiftung Liebenau Pflege und Lebensräume. Bürgermeister Michael Röger würdigte die Gemeinwesenorientiertheit der Angebote. Die Stiftung Liebenau investiert für beide Einrichtungen plus Ausstattung rund 8,2 Millionen Euro. Die Deutsche Fernsehlotterie unterstützt die Baumaßnahme mit einem Zuschuss von 300.000 Euro. Beide Häuser werden mit einem Blockheizkraftwerk und einer thermischen Solaranlage beheizt. Die Kreditbank für Wiederaufbau fördert den Effizienzhausstandard 40 mit einem Tilgungszuschuss in Höhe von 440.000 Euro. anstifter 3 | 2019 25

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