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Anstifter 3, 2019 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Pflege und Lebensräume, Service und Produkte sowie Teilhabe.

Schwerpunkt Leichte

Schwerpunkt Leichte Sprache Was ist Autismus? Menschen mit Autismus nehmen die Welt anders wahr. Doktor Brian Fergus Barrett ist Chef-Arzt in der Sankt-Lukas-Klinik. Er sagt: Bei Autismus ist die Entwicklung von dem Menschen gestört. Man kann dies schon bei kleinen Kindern erkennen. Doktor Barrett erklärt: Babys lachen mit ihrer Mutter schon nach 6 Wochen. Babys mit Autismus tun das nicht. Kinder mit Autismus sind oft sehr vertieft in eine Sache. Sie beschäftigen sich manchmal stundenlang mit dem Gleichen. Mit anderen Kindern spielen sie ungern. Manche Kinder mit Autismus tun sich schwer zu sprechen. Eltern sollen solche Anzeichen beim Arzt klären lassen. Autismus ist unterschiedlich Es gibt viele verschiedene Formen von Autismus. Das schwere Wort heißt: Autismus-Spektrum-Störungen. Manchmal haben Autisten auch Behinderungen. Andere haben keine Behinderungen. Wenige Autisten sind sehr begabt. Menschen mit Autismus verstehen Doktor Barrett sagt: Autisten halten nur schwer Blick-Kontakt mit anderen aus. Sie fühlen sich selbst oft unverstanden. Das führt bei ihnen zu Stress und Missverständnissen. Viele Autisten ziehen sich deshalb in ihre Welt zurück. 22 anstifter 3 | 2019

Schwerpunkt Autisten hilft im Alltag: - ein fester Rahmen - ein klarer Tages-Ablauf - wenig Lärm - auf Veränderungen vorbereitet zu werden. Ausbildung im Berufs-Bildungs-Werk Viele Autisten kennen sich gut am Computer aus. Eine Ausbildung in diesem Bereich ist gut für sie. Das Berufs-Bildungs-Werk bildet auch Autisten aus. Fachkräfte geben ihnen ruhige Arbeitsplätze. Wichtig sind für sie auch regelmäßige Pausen. Für die gute Ausbildung hat das Berufs-Bildungs-Werk ein Siegel bekommen. Es ist vom Bundes-Verband zur Förderung von Menschen mit Autismus. Die Wörter hat Jörg Pohle im Kopf Jörg Pohle ist Autist. Er lebt und arbeitet im Fach-Zentrum Rosenharz. Es gehört auch zu der Stiftung Liebenau. Mit dem Schreib-Brett und Computer schreibt er seine Worte. Er schreibt: Die Wörter sind in meinem Kopf. Er kann nicht so gut sprechen. Tagsüber unterstützt ihn die Fachkraft Evi Müllerschön. Jörg Pohle sagt: Evi weiß, was ich brauche. Manchmal gibt es viele Reize für Jörg Pohle. Dann zieht er sich zum Beispiel in einen kleinen Raum zurück. Auch ein starker Seifen-Geruch beruhigt ihn manchmal. anstifter 3 | 2019 23

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