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Anstifter 3, 2017 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Bildung, Familie, Gesundheit, Lebensräume, Pflege, Service und Teilhabe.

kurz und knapp

kurz und knapp Stiftung Liebenau Soziales und Integration im Zentrum Aktuelle sozialpolitische Themen standen auf der Tagesordnung beim Besuch des Arbeitskreises Soziales und Integration der CDU-Fraktion des baden-württembergischen Landtags in der Stiftung Liebenau. Im Zentrum des Austausches mit Vorstand und Geschäftsführungen stand insbesondere die Auswirkung des neuen Bundesteilhabegesetzes, des Heimgesetzes sowie der Landesheimbauverordnung auf die Tätigkeit von sozialen Organisationen. Stefan Teufel MdL und Vorsitzender des Arbeitskreises machte deutlich, dass der fachpolitische Dialog mit Trägern der Sozialen Arbeit wichtig sei, um Erkenntnisse über die Auswirkungen von Landesgesetzen auf die Praxis zu erlangen. Die Arbeitskreise der CDU-Fraktion pflegten daher auch den regelmäßigen Praxisaustausch. Paul Locherer, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, sowie Dr. Berthold Broll, Vorstand Stiftung Liebenau, betonten die hohe Notwendigkeit dieses regelmäßigen Dialogs. In der Diskussion verdeutlichte Paul Locherer die mittlerweile hohe Regelungsdichte der in Kraft tretenden Gesetze und Verordnungen für den Sozialbereich. Es würde immer schwieriger werden, bedarfsgerechte und nachgefragte soziale Wohn- und Assistenzangebote für hilfeund unterstützungsbedürftige Menschen passgenau umzusetzen. Vor allem die vorgesehenen Umsetzungszeiträume stellten eine große Herausforderung dar. Stiftung Liebenau Teilhabe Diözesan-Caritasdirektorin zu Besuch Einblicke in das Leben von Menschen mit Behinderung verschafften sich Vertreter des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart: Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock besuchte mit den beiden Referenten Ulrike Lehnis und Wolfgang Mohn die Fachzentren in Hegenberg und Rosenharz der Stiftung Liebenau Teilhabe. Geschäftsführer Jörg Munk präsentierte ihnen die tägliche Arbeit bei der Begleitung und Betreuung von Menschen mit geistiger und/oder mehrfachen Behinderungen. Im pädagogisch-therapeutischen Fachzentrum in Hegenberg erhalten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ein umfangreiches Unterstützungsangebot je nach individuellem Bedarf. Pädagogische, therapeutische und fachmedizinische Hilfen sind eingebettet in eine verlässliche Tagesstruktur. Der besondere Förder- und Betreuungsbedarf in allen Lebenssituationen reicht von freizeitpädagogischen Angeboten über individuelle Begleitung bis hin zu Hilfen für die Teilhabe. Im Fachzentrum Rosenharz mit Spezialisierung auf das längerfristig intensiv betreute Wohnen von Menschen mit geistiger Behinderung sowie komplexen pflegerischen Anforderungen waren die Gäste beeindruckt von der fachlichen Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Das ist großartig, was sie da leisten“, meinte Dr. Holuscha-Uhlenbrock. 6 anstifter 3 | 2017

kurz und knapp Stiftung Liebenau Teilhabe Landrat Sievers besichtigt BBF in Bad Waldsee Der Bildungs-, Begegnungs- und Förderstätte (BBF) der Stiftung Liebenau in Bad Waldsee stattete Harald Sievers, Landrat des Landkreises Ravensburg einen Besuch ab. Die tagesstrukturierende Einrichtung für Menschen mit hohem Hilfebedarf wird in Kooperation der Integrations-Werkstätten Oberschwaben (IWO) und der Liebenau Teilhabe geführt. Dirk Weltzin, Geschäftsführer der IWO, und Stefan Fricker, Bereichsleiter Arbeit und Bildung der Liebenau Teilhabe, begrüßten Sievers zusammen mit dem Bürgermeister von Bad Waldsee, Roland Weinschenk und mehreren Gemeinderäten. Sievers zeigte großes Interesse an der innovativen Kooperation des BBF. Hier finden 36 Menschen mit hohem Hilfebedarf neben einer Tagesstruktur auch individuelle Förderung und Betreuung. Zusätzlich gibt es zwölf Plätze für Menschen mit Handicap, die für die Arbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt qualifiziert werden. Die beiden Träger entschieden sich bewusst im Zuge des Dezentralisierungsprozesses und auch unter Synergieaspekten für die betreuten Menschen für einen gemeinsamen Standort. Stiftung Liebenau Entwicklungen in der Sozialpolitik Wie kommt mehr Prävention ins Sozialsystem? Wie wirkt sich das Bundesteilhabegesetz auf die Arbeit sozialer Träger aus? Und wie kann es gelingen, unterschiedliche Leistungssysteme zum Nutzen der Leistungsbezieher besser zu verzahnen? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt eines Gedankenaustauschs der Stiftung Liebenau mit Professor Dr. Georg Cremer. Der langjährige Generalsekretär des Deutschen Caritasverbands war wenige Tage nach Ende seiner Amtszeit nach Liebenau gekommen, um aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der Sozialpolitik zu diskutieren. Das Subsidiaritätsprinzip, das das deutsche Sozialsystem prägt, kam dabei ebenso zur Sprache wie das Zusammenspiel im sozialleistungsrechtlichen Dreieck zwischen Klienten, Kostenträgern und sozialen Anbietern. Stiftung Liebenau Beeindruckende Vielfalt Vielschichtig und vielseitig erlebte der Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, Felix Oldenburg, die Stiftung Liebenau bei seinem ersten Besuch. Oldenburg war besonders daran interessiert, eine Stiftung kennenzulernen, die mit vielen sozialen Dienstleistungen operativ tätig ist und auch konkrete Erfahrungen im europäischen Ausland hat. Die Stiftung Liebenau ist außer in Deutschland seit langem in Österreich, der Schweiz, Bulgarien, der Slowakei und auch in Italien tätig. Von ihren 104 Standorten liegen 28 im Ausland. Oldenburg ist seit dem vergangenen Jahr an der Spitze des Verbandes, dem die Stiftung Liebenau seit Jahren angehört und in dem sie sich in mehreren Arbeitskreisen und Foren aktiv einbringt. anstifter 3 | 2017 7

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