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Anstifter 3, 2016 der Stiftung Liebenau

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Der Anstifter ist die Hauszeitschrift der Stiftung Liebenau mit Themen aus den Bereichen Pflege, Teilhabe, Bildung, Gesundheit, Familie und Service.

kurz und knapp Kißlegg

kurz und knapp Kißlegg Wangen/Ravensburg Bischof Fürst besucht Ulrichspark Berufsbildungswerk eröffnet Wohnheim in Wangen Neues Außenwohnheim für das Ravensburger Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) in Wangen: Im September dieses Jahres sind 23 junge Menschen mit besonderem Teilhabebedarf in das ehemalige Seniorenzentrum „Sonnenhof“ eingezogen. Mit dem Anmieten von Teilen dieses zuletzt ungenutzten Gebäudes reagiert das BBW auf die steigende Nachfrage nach Wohnheimplätzen für seine Jugendlichen. „Für uns ist dieser Standort spannend, weil wir uns wohnortnah und dezentral aufstellen“, so BBW-Geschäftsführer Herbert Lüdtke. In ihrer neuen Heimat in Wangen sollen die Azubis lernen, möglichst selbstständig zu leben. „Kirche, die hingeht“ – unter diesem Motto stand der Begegnungstag, zu dem Bischof Dr. Gebhard Fürst Anfang Juni nach Kißlegg im Allgäu kam. Eingeladen vom Dekanat Allgäu-Oberschwaben, nahm sich der Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart viel Zeit für Begegnungen, ging auf die Menschen zu und lernte kirchliche und säkulare Einrichtungen in der Gemeinde kennen. Erste Station war der Ulrichspark, ein Seniorenheim in Trägerschaft der Heilig Geist – Leben im Alter. Eine Bewohnerin des Ulrichsparks wird diesen Sonntag wohl nie mehr vergessen: Martha H. (Name geändert) bekam in ihrem Zimmer Besuch von Bischof Fürst. ihre Worte sind kaum zu verstehen. Und doch: Der Bischof hörte heraus, was sie bewegt und er versprach Martha H., sie in Erinnerung zu behalten. Eine Viertelstunde hatte er ihr geschenkt, einen Herzenswunsch erfüllt. Neue Räume für Menschen Oberteuringen, Ravensburg und Stuttgart-Bad Cannstatt: An diesen Orten entstehen in den nächsten Monaten neue Angebote für hilfebedürftige Menschen. In Oberteuringen wird derzeit das „Haus der Pflege“ gebaut. Es bietet Raum für 45 ältere Menschen, die zuhause nicht mehr versorgt werden können. Es soll im Herbst 2017 fertig sein. Das „Haus der Pflege“ ist Teil des neuen so genannten „Lebensraum-Campus“ in der 5 000-Einwohner-Gemeinde im Bodenseekreis. In zentraler Lage entstehen hier in den kommenden Jahren Wohn-, Förder-, Bildungs- und Betreuungsangebote für Familien, Senioren, pflegebedürftige Menschen und Menschen mit Behinderung. Partner bei diesem innovativen und umfangreichen Vorhaben sind die Stiftung Liebenau mit ihren Tochtergesellschaften Liebenau – Leben im Alter und der St. Gallus-Hilfe sowie die Gemeinde Oberteuringen. Zu den Gesamtbaukosten des Hauses von 5,925 Millionen Euro steuert die Deutsche Fernsehlotterie einen Zuschuss von 300.000 Euro bei. In der Ravensburger Weststadt entsteht in den kommenden 8 Stiftung Liebenau

Liebenau Klagenfurt Flüchtlingsunterkunft in Liebenau wird aufgelöst Lebensräume eingeweiht Die Flüchtlingsunterkunft in der Kirche St. Maria in Liebenau wird zum Ende des Jahres aufgelöst. Die Familien, die dort seit Dezember 2015 leben, ziehen in eine neue Unterkunft in Uhldingen, rund 35 Kilometer entfernt von Liebenau. Im vergangenen Jahr hatte die Stiftung Liebenau angesichts der akuten Unterbringungsnot die Kirche für zunächst ein Jahr zur Verfügung gestellt. Mittlerweile verfügt das Landratsamt über ausreichend andere Unterbringungsmöglichkeiten, sodass die Sammelunterkünfte schrittweise aufgelöst werden können. Die Mitarbeiterin der Stiftung Liebenau, die als Sozialarbeiterin in der Unterkunft in Liebenau tätig ist, wird die Familien noch zwei Monate lang am neuen Wohnort begleiten. „In den vergangenen zehn Monaten ist viel Gutes gewachsen“, zieht Prälat Michael H. F. Brock Bilanz. Die Familien in Liebenau seien untereinander zu einer Gemeinschaft geworden und hätten Liebenau als ein Stück Heimat auf Zeit angesehen. So ist der Abschied auch verbunden mit Bedauern auf allen Seiten. Deshalb hat sich die Stiftung auch stark gemacht dafür, dass die Flüchtlinge an ihrem neuen Wohnort gute Bedingungen vorfinden. „Integration sei vor allen eine Frage der Beziehung und wie sie gepflegt wird“ resümiert Prälat Brock. Nach dem Auszug der Flüchtlinge wird die Kirche über die Weihnachtsfeiertage vorrübergehend geöffnet und wird dann anschließend renoviert und mit neuem Gestühl ausgestattet, das barrierefrei und dem aktuellen Platzbedarf angepasst ist. Symbolisch wurden die Schlüssel der Wohnanlage „Lebensräume für Jung und Alt“ an die Betreiber und die Bewohner der 30 unterschiedlich großen Wohnungen Ende Mai übergeben: Für Klagenfurt sowie Kärnten ist das generationenübergreifende Wohnprojekt der Diozöse Gurk neu. Grundlage ist das von der Stiftung Liebenau entwickelte Konzept. Neben den Wohnungen in verschiedenen Größen prägen zwei Gemeinschaftsräume für Feste und gemeinsame Aktivitäten, eine große Grünfläche im Zentrum der U-förmigen Anlage und Laubengänge die Anlage. Die Besonderheit ist die Moderation des Zusammenlebens durch eine Gemeinwesenarbeiterin. eineinhalb Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft zum Pflegeheim St. Meinrad ein Wohnangebot für Menschen mit Behinderungen. Die Standortwahl im Quartier „Galgenhalde“ erlaubt den 24 künftigen Bewohnern ein hohes Maß an Teilhabe am Leben im Umfeld und in der Stadt. Die gesamten Baukosten belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro. Der Bau wird vom Land Baden- Württemberg mit 893.000 Euro gefördert. Ebenfalls in Ravensburg fand in der Kuppelnau der Spatenstich für das kup. Ravensburg statt. In Partnerschaft mit der Vorarlberger PRISMA Unternehmensgruppe wird ab Ende 2017 ein neuer Standort für Technologie und Kreativwirtschaft entstehen, in den ein Förderbereich für Menschen mit Behinderungen integriert wird. Und auf dem Stuttgarter Memberg entstehen auf dem Grundstück der Katholischen Kirchengemeinde St. Peter ein Wohnheim für 24 erwachsene Menschen mit einer geistigen und mehrfachen Behinderung und mit einer zusätzlichen psychischen Störung und eine Tagesförderstätte. Demnächst beginnt auch die Gemeinde auf dem Areal mit dem Bau eines neuen Gemeindezentrums. Durch die unmittelbare Nachbarschaft von Kirche, Kindertagesstätte, Gemeindezentrum und Wohnheim sollen Verkündigung, Liturgie und Caritas in besonderer Weise miteinander verbunden werden. Die Gesamtkosten des Projektes betragen 4,5 Millionen Euro. Stiftung Liebenau 9

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